Philosoph*n gegen Realität #1

18. Februar 2018

„Wenn wir den Quellen der Erkenntnis nachforschen, begehen wir meist den Fehler, uns dieselben viel zu einfach vorzustellen“
–Ludwik Fleck

Wissenschaft bildet die Welt nicht ab, sie modelliert Aspekte mit einem formalen System

Die Logik kann uns nicht über die Wahrheit ihrer Prämissen belehren

„Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muß es auch Möglichkeitssinn geben“
–Robert Musil

„Es ist wie es ist, weil es so ist“?!?

Die Kulturellepraxis ist Teil der Arbeitsgruppe
„Philosoph*n gegen Realität“

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Plüschie Theorie #3: Waschen

6. Februar 2018

Dieses Highlight in unserer Plüschtier-Reihe war zugleich ihr Stein des Anstoßes, auf diesem Text basieren viele der Ideen: Ein @Wolfseule Artikel, der extrem unterhaltsam geschrieben die theoretische Tiefe des Themas eröffnet. Herzlichsten Dank an die Autorin, viel Spaß & Erkenntnis beim Lesen für alle anderen!

Dorothea Studthoff

Über die Schwierigkeit, ein Plüschtier zu waschen

Wer mit dem latenten Urvertrauen in Trost durch Berühren einer weichen, trockenen Substanz sich jede Nacht mit einem Plüschtier zu Bett begibt, der sieht sich bald mit einem Dilemma konfrontiert: der eigene Narzissmus wird unhygienisch. Zu sehr manifestiert sich die Selbstliebe bis zu dem Punkt, an dem man praktisch mit sich selbst kuschelt. Buchstäblich. Einerseits der Punkt, an dem das Plüschtier den Status des Übergangsobjektes längst schon durchschritten hat und sich nun an diesem Punkt befindet, dessen Signifikanz allein von der Fragilität des Charakters des Besitzers/der Besitzerin, beziehungsweise Hüters oder Hüterin des Plüschtieres abhängt.
Andererseits ist es nun einmal so, dass die Überreste der Kruste der menschlichen Existenz, die Nacht für Nacht in den flauschigen Plüsch gepresst und geschabt wurde, sichtbar und – vielleicht sogar noch signifikanter – riechbar gemacht werden. Es ist der olfaktorische Abdruck eines ungeduschten ICHs in vielfach und geschwächter Ausgabe, das Eau de Moilette einer kuschelbedürftigen aber misanthropischen Persönlichkeit und damit eine langzeitbelichtete geruchliche Feldaufnahme aller Facetten der Personen, die, jeden Tag neu, im immer gleichen und sich dabei ewig verändernden Körper gefangen, zu ihren inanimierten Kuschelgefährten unter das Plumeau kriechen, das, genau wie die plüschigen Gesellen, schwer trägt an den Überresten menschlicher Hautschuppen, Talg und dem Grind des Tages.
Das Plüschtier an sich ist für den erwachsenen Menschen, der den Lernprozess der Unterscheidung von Innen und Außen bereits durchgemacht hat und ihn nun wieder in Frage stellt, ein Mittel, sich selbst auszuweiten, die geizig gezogenen Grenzen bezüglich dessen, was zu einem gehört, aufzuweichen. „Ach, ach, ach!“ mag da einer sagen, der sich die E.T.A. Hoffmann-Lektüre zu arg zu Herzen genommen hat „Gut enden kann das nicht, es ist hohl und gefährlich und böse.“ Aber wer so etwas sagt, der hat noch nie in die gewitzten Augen eines Plüschtiers geblickt, dessen Sprache er spricht. Plüschtiere sind nicht tot, sie waren niemals im spießigen, beengten Begriff der organisch entstandenen Kohlenstoffverbindungen mit Verrottungsmechanismus bei Ausbleiben der Sauerstofffunktion und der Fähigkeit „ICH“ lauter als alles andere zu brüllen, lebendig, drum ist ihnen der Zustand „tot“ unmöglich. Auch krank können sie nicht werden, sie können lediglich die Krankheiten ihres Erschaffers oder Erschafferin absorbieren und zum Teil von sich machen.
Was sie jedoch sein können ist verletzt, beschädigt und in ihrer ursprünglichen Form so gestört, dass man von einer Verstümmelung sprechen kann, deren Effekt ein deutlichen Unterschied in der vertrauten Handhabung ihrer in Form gekuschelten plüschigen Körper haben kann. Aber auch da wird adaptiert, wird niemals aufgegeben, weil auf diese Weise zu kapitulieren und den Tod eines Plüschtiers anzuerkennen, in dessen Struktur das Konzept Tod niemals angelegt war, völlig unnötig ist. Das Plüschtier ist unsterblich und ist somit dem Menschen überlegen, der ihm alles geben kann, außer seiner eigenen Sterblichkeit. Und damit wird der von ihm absorbierte Schmutz ebenfalls unsterblich. Außer, es wird gewaschen.

Damit wären einige der Aspekte, die beim Vorhaben, ein Plüschtier zu waschen, eine Rolle spielen und eine Problematik darstellen, angerissen und sollen im Folgenden elaboriert werden: die Verortung der Persönlichkeit des Stofftieres, beziehungsweise die ihm immanente Dialektik als Gegenstand einerseits und als Personenerweiterung bis hin zur Abnabelung als selbstständige Person andererseits; die physische Manifestation des Bundes mit dem Plüschtier, in anderen Worten: Schmutz; die Notwendigkeit, das Plüschtier in der eigenen Realität zu fixieren und die Frage, was von dem Plüschtier bleibt, wenn die eigene Realität sein natürliches Ende findet? Kann ein Stofftier ein natürliches Ende haben, wenn es doch nicht sterben kann?

Schmutz oder Ich?
Der menschliche Körper, die Hülle des Selbst, endet ziemlich genau da, wo man ihn anfassen kann. Einen Körper kann man nur an seinem „Außen“ anfassen, selbst wenn man ihn aufschneidet, ist lediglich die Oberfläche des „Außen“ vergrößert. Und doch bröselt er permanent, schwitzt, schuppt sich, durchläuft eine diskrete Metamorphose, dehnt sich (Kuchen!) oder löst sich auf (Tränen!), lässt sich aber immer nachvollziehen und nachverfolgen, wenn auch nicht in aller Vollständigkeit.
Den menschlichen Geist, die individuelle Gedankenwelt, auf einsamen Posten im Gestrüpp der Diskurse, lässt sich nicht anfassen, ergo ist die Abgrenzung problematisch. Sie lässt sich zum Teil aussprechen und formulieren, ist aus dem Treibsand der Worte gebaut, was die Übung nicht eben einfacher macht. Das Plüschtier residiert in den Zwischenräumen dieser Entitäten, ohne sie wirklich zu verknüpfen. Obwohl das Plüschtier als Gefährte vor allen Dingen ein Konzept ist, ein geistige Kreation und eine Wiederspiegelung und abstrakte Verkörperung der Notwendigkeiten zur Beseitigung der Unzulänglichkeiten des eigenen Lebens, ist seine physische Präsenz zur Erfüllung seiner Rolle unabdingbar. Das ist die Hauptaufgabe eines jeden Plüschtieres, das nicht ohne Grund auch „Kuscheltier“ genannt wird: schlicht da zu sein, in Reichweite des menschlichen Gefährten. Der Körperkontakt ist essentiell für die Kommunikation, denn um den Repräsentanten der Wunscherfüllung nach stillem Trost erfahrbar zu machen, muss er der Welt eine eigene Oberfläche entbieten. Das tut das Plüschtier, das ein Gegenstand ist, bis es zu einem Gefährten wird, das Anteile seines Gefährten verkörpert. Es wird nie zu einem Alter Ego, weil es durch diese komplette Transformation seine Trost-Wirkung verlieren würde, denn dann nähme es auch den Schmerz und die Mängel in sich auf. Es ist die Stütze, die einem außerhalb des eigenen Körpers eine Sicherheit bietet, einen tatsächlichen Griff, eine Halterung, die jederzeit genutzt werden kann, ohne Rücksicht nehmen zu müssen oder Angst vor Grenzüberschreitungen haben zu müssen. Ein Plüschtier hat niemals Kopfschmerzen und braucht keinen persönlichen Freiraum. Und trotzdem entsteht bei jedem mit einem innigen Verhältnis zu einem Stofftier ein gewisser Ethos im Umgang damit. Wer würde sich schon mit Absicht auf ein geliebtes Stofftier setzen oder es bei Kälte draußen liegen lassen? Ein Stofftier fordert keinen respektvollen Umgang, aber den vollen Wert und Gewinn aus ihm erkennt man erst, wenn man ihn ihm entgegenbringt. Und warum bringt man einem Plüschtier überhaupt diesen Respekt entgegen? Wie kommt es, dass ein solches Bedürfnis nach Nähe zu einem als Gegenstand in die Welt gebrachten Zwischenwesen entstehen kann?
Was dem Menschen seine Menschlichkeit, ist dem Plüschtier seine Niedlichkeit. Diese ergibt sich aus seiner Beschaffenheit, denn ein Plüschtier hat nichts inne, was dieser Niedlichkeit entgegenwirken könnte, seine Harmlosigkeit ist absolut, da es keine Gedanken formulieren oder kommunizieren kann und auch nicht handeln kann. Seine Existenz definiert sich durch die unschuldige Liebe, die man ihm entgegenbringt und es ist darum ohne Ausnahme niedlich, weil es nichts geben kann, als diese Liebe anzunehmen. Verzweiflung, Hass oder Zorn kann es nur registrieren, nicht auflösen oder verarbeiten, darum bleiben diese in der Existenz des Plüschtiers außen vor. Niedlichkeit entsteht durch Harmlosigkeit und diese bietet das Plüschtier in Perfektion und macht es somit zum idealen Gefährten, da es sich so so vollkommen flexibel und flauschig in das eigene Gedankenfeld einfügen lässt. Das Plüschtier bietet nur Erinnerungen, keine Gedanken, es ist der Munin ohne Hugin, ein einsamer Rabe, der den Schnabel tröstend in die Armbeuge seines Gefährten steckt.
Und genau so, nicht durch einen besiegelnden Akt, sondern durch die ständige Wiederholung der Berührungen, entsteht die körperliche Verbindung: das im Fell des Stofftieres bleiben bei jeder Berührung kleine Reste des Menschen und setzen sich dort fest, die irgendwann durch ihre dunkle Schattierung zu sehen sind und dann auch zu riechen. Das Stofftier ist menschlich geworden und trägt die Insignien der andauernden Kuschelei als Ausdruck der Verbundenheit. Im Prinzip ist es keine Verbundenheit in dem Sinne, das Plüschtier ist nun sein Besitzer, weil es nun das ist, was der Besitzer einmal war. Darin begründet sich die Hemmung, ein Plüschtier zu waschen: man spült einen sichtbaren Teil von sich selbst durch den Abguss, entfernt allen sichtbaren Nachweis der innigen Beziehung zu dem plüschigen Gefährten, reinigt ihn von all der Schmach, die man trostsuchend in seinem Fell hinterließ und setzt sie damit wieder frei. Das Plüschtier zu waschen bedeutet einen unumkehrbaren Bruch in der Kontinuität der Beziehung zu ihm, die ja wie beschrieben, sehr stark von der körperlichen Beziehung zu ihm abhängt. Die Beziehung zu dem Plüschtier war in dessen Körper eingeschrieben, aber nicht so, dass man sie nicht wieder ausradieren könnte. Das Waschen ist eine Art Wiedergeburt für das Plüschtier, das daraus mit ein wenig verdichtetem, aber frisch duftendem Pelz daraus hervorgeht.

Dann beginnt der Zirkel von vorn. Die wenigsten wollen das, weil ein Neuanfang immer Abschied bedeutet und ein Abschied fast immer Schmerz und das Plüschtier verkörpert ja gerade das Gegenteil von Schmerz.

Das Plüschtier ist die Verkörperung des Gegenteils von Schmerz und Tod, ihr Antipode. Denn das Plüschtier kann nicht sterben und wenn sein Besitzer stirbt, lebt in seinem Fell ein Stück seines Körpers weiter, und zwar ein unveränderliches Stück, das nicht durch eine eigene Entwicklung, durch Wachsen oder durch eine eigene Sinnenwelt – wie das bei Kindern der Fall ist – korrumpiert wird.


Nachtrag der Kulturellenpraxis


Update: Es gibt ein Video vom untersuchten Vorgang!


Schreibprozeß

4. Februar 2018


Bildrepost

20. Januar 2018

Fauchi Stormborn hält einen seiner vielbeachteten Vorträge


Repost des Bildes im Rahmen der Plüschie-Serie, zuerst genutzt bei diesem Artikel


Unschuld?!?

26. August 2017

„[The cyborg] is resolutely committed to partiality, irony, intimacy, and It is oppositional, utopian, and completely without innocence.

[…]

Cyborg writing is about the power to survive, not on the basis of original innocence, but on the basis of seizing the tools to mark the world that marked them as other.“(1)

 


(1) Haraway, Donna Jeanne: A Cyborg Manifesto – Science, Technology, and Socialist-Feminism in the 19820s; in: dies.: The Haraway Reader; New York, London 2004; S. 7-45 (Ersterscheinen: A Cyborg Manifesto: Science, Technology, and Socialist Feminism in the Late Twentieth Century; in: Socialist Review 80, 1985; S. 65-108. in deutscher Übersetzung vertont); S. 9 & 33.


PSA/PttC: Flachzangen

20. Mai 2017

Auf der Suche nach interessanten Gedanken begegnen uns häufig Artikel und Vorträge, die sich zwar auf interessant-theoretisches Zeug beziehen, bei näherer betrachtung aber nicht nur nicht bilden, sondern Halbbildung1 vermitteln.

So werden beispielsweise empirisch und/oder argumentativ bestenfalls dünne Assoziationsketten einander gegenübergestellt. Selbst wenn das als „Dialektik“ zu verkauft wird, billige Dualismen sind Denkfallen aus denen sich rauszumanövrieren schwer sein kann.

Konkret bezieht sich dies häufig auf die unter dem Begriff „Flachzangen“ häufiger schon berantete Tendenz, essenzialistische Gewißheiten gegen poststrukturalistische Verkomplizierungen durch Verteufelung jenes (meist unter dem allerweltsbegriff „Postmoderne“, gleichwohl dieser Vorwurf gegen sehr unterschiedliche Strömungen in Stellung gebracht wird) zu „verteidigen“. Killing the messenger. Letztlich haben wir es hier häufig – und das bei scheinbar abstrakten Texten – mit Abstraktionsfeindlichkeit und damit – scheinbar „intellektuellem“ – Antiintellektualismus zu tun. Politische und akademische Lagerbildung macht es attraktiv auf diese Weise mit Uneinigkeiten umzugehen.2

Auf einem begrenzten und geteilten Raum von Gewißheiten ein paar leicht originelle Denkfiguren zu drehen hat nichts mit Erkenntnissuche zu tun. Fallacies – v.a. Zirkelschlüssen und Strohpuppen – zu erkennen sollte wichtiger sein als die Truthiness des Ergebnisses zu bewerten.



1 „Das Halbwissen ist siegreicher, als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender.“ —Nietzsche


2. Ernsthaftes Denken bedeutet Aufwand. Deshalb bietet die Kulturellepraxis auch nur ähnlich aufwandsarme Gegenpolemiken statt unbezahlte Arbeit.


Kritik der Kritischen HAS-Kritik – Wir sitzen immernoch in einem Boot

24. Februar 2016

Schon interessant: die Art in der einstmals der Poststrukturalismus (meistens als „Postmoderne“, wer da keinen Unterschied sieht ist Teil des Problems und möge sich als Flachzange bezeichnet sehen) kritisiert wurde findet jetzt Anwendung auf die Human-Animal-Studies (HAS). Gut, auch in diesen gibt es Pomobashende Adorniter*innen, aber dies nur am Rande, tu quoque als argumentum ad hominem wäre ein non sequitur.

Jedenfalls tauchte (mal wieder) ein Sokal-esker Hoax auf, dieses mal auf einer Konferenz zu den HAS; deren Thema war recht konventionelle Kulturgeschichte. Nun wurde bereits vieles zum Thema gesagt, so daß hier v.a. ein paar Links zum selber denken zusammengetragen werden sollen

Zusätzliche kommentierten die Kaffeehausdilettant*n auf FSK:

  • Daß Belege – inkl. Archivmaterial – gründlich gefälscht wurden und einige steile Thesen im Review für eine Konferenz erstmal nicht auffielen sagt nichts aus über wissenschaftlichen Anspruch. In Naturwissenschaften flogen oftmals gefälschte Mess“ergebnisse“ erst nach Jahren aufCitation needed; siehe auch
    • Welche Thesen der HAS wie steil sind ist Teil der Kontroverse, sollte also nach geisteswissenschaftlichen Qualitätsstandards keinesfalls implizit verhandelt werden
  • Auch im Bereich der Informatik sind bereits Scherz-Artikel (automatisch generierte Papers) auf Konferenzen angenommen wordenCitation needed ohne daß dies breit Theorien, Fachbereichen oder Wissenschaftsgattungen angelastet wurde
    • Anzunehmen, nur weil Forschung nicht Politik als Gegenstand hat sei ihre Wahrheitsproduktion unpolitisch ist (leider?) ein Kategorienfehler
  • „Kritik“ ist stets ein – meist die eigene Bedeutung hervorhebender – Zug im akademischen Betrieb
    • Es wäre zu klären, wie innerakademische Kritik nicht Teil des Problems sein kann
    • Ein Teil des Problems ist innerakademische Kritik stets, wenn er die eigene Ingroup als ungerechtfertigt um Ressourcen gebracht sieht: Wissenschaft ist ein Prozeß, nicht das Ergebnis, also sollte „Wissenschaftlichkeit“ keine Frage der Positionen sein
      • Es geht hart & ungerecht zu. Eine konkurrierende (oder gar schwächere) Gruppe für schuldig zu erklären erinnert uns an …?
    • In der Diskussion unterbelichtet bleibt die gewachsene akademische Konkurrenz. Diese schlägt sich auch in Evaluationsverfahren (z.b.: wieviel wurde wo publiziert) nieder. Evaluation produziert leider in erster Linie Evaluationsergebnisse, nicht Qualität
      • Daß im gegenwärtigen Peer-Review System der Wurm ist, ist eine BinsenweisheitCitation needed, dennoch klammerten die Fälscher*innen diese aus ihrer Kritik aus
    • Es wäre – geschichts- & sozialwissenschaftlich – zu untersuchen, inwieweit innerwissenschaftliche Logiken gegenüber außerwissenschaftlichen „Sachzwängen“ an Bedeutung verlieren; eine reine und nur auf Wahrheit ausgerichtete Wissenschaft hat es zu keinem Zeitpunkt und in keinem Fach gegebencitation needed
  • An den gesunden Menschenverstand (GMV™) zu appellieren ist unwissenschaftlich
    • Der GMV sagt: Die Erde ist flach
    • U.a. durch den Cultural Turn wurden Alltagsphänomene geistes-/kultur-/sozialwissenschaftlich untersuchbar, am Gegenstand ist der wissenschaftliche Anspruch nicht ohne weiteres zu erkennen
    • An einer Prämisse läßt sich selten die Qualität eines wissenschaftlichen Ansatzes zu erkennen
    • Autodeterminierung des Anwendungsbereichs: Im Gegenteil lebt der wissenschaftliche Prozeß davon, daß Ansätze auf unintendierte Bereiche ausprobiert werden. Alleine um zu prüfen ob sich Ansätze der HAS in der Forschungspraxis als fruchtbar erweisen oder nicht, muß ihnen erstmal eine Irrtumslizenz ausgestellt werden
  • Kommt.Uns.Nicht.Mit.Humanismus!
  • Die Rolle der Ethik in der Wissenschaft
    • It’s complicated