Geschäftsschädigung: Kriminelle entsetzt über Polizeiskandale

18. November 2020

Hehlerei, Drogendelikte, rechtsextreme Chats: Die Unterwelt sieht ihre Geschäfte durch immer neue Skandale bei der Polizei bedroht. „Das ist doch total rufschädigend“, klagt etwa ein 47-jähriger, der sich gegenüber der Kulturellenpraxis als „Polizeioberrat Förster“ vorstellt und seinen Lebensunterhalt mit Telefonbetrügereien bestreitet. „Die Leute knallen schon den Hörer auf, wenn sie nur das Wort ‚Hauptkommissariat‘ hören. Soll ich etwa in meinem Alter noch auf Enkeltrick umschulen?“ Simon K. (21), der sich sein Jurastudium durch Fahrraddiebstähle finanziert, ist ebenfalls empört: „Die kommen gratis an die beste Ware ran, während ich in Bolzenschneider und anderes teures Equipment investieren muss. Das ist klare Wettbewerbsverzerrung.“

Besorgnis herrscht auch beim organisierten Verbrechen und in der Naziszene. „Die Mitglieder dieser selbsternannten Polizeifamilie kontrollieren ganze Stadtteile und schrecken dabei vor Gewalt nicht zurück“, beschwert sich der 66-jährige Mafiapate Luigi C., „früher war das unsere Domäne. Und die glauben wohl, sie hätten das Gesetz des Schweigens für sich gepachtet.“ Cindy S. (39), die die Kasse der Freien Kameradschaft Hinterlausitz verwaltet, pflichtet ihm bei: „Straffrei Linke und Ausländer zusammenschlagen und dafür noch bezahlt werden, das können wir den jungen Leuten nicht bieten. Das stellt uns natürlich vor ernste Nachwuchsprobleme.“

Immerhin führen die Vorkommnisse in den Sicherheitsbehörden dazu, dass manch einer seine kriminelle Karriere an den Nagel hängt. „Das Geschäft lohnt sich einfach nicht mehr, seit die Leute sich ihr Zeug direkt vom sogenannten Blaulichtexpress liefern lassen“, begründet der ehemalige Drogendealer Lukas B. seine Entscheidung, ins bürgerliche Leben zurückzukehren. Der 22-jährige strebt jetzt eine Laufbahn bei der Kripo an.


Evolutionsbedingte Denkfehler

13. Februar 2020

Da sowohl verfügbare Zeit als auch Energie zum Denken in der Menschheits – selbst in der Zivilisationsgeschichte – Mangelware waren ist klar, daß das was uns überzeugt nicht auf „Wahrheit“ optimiert sein kann, sondern mit Möglichst wenig Aufwand zu einem Ergebnis zu kommen. Damit liegt es in der Evolutionsgeschichte der Menschheit daß Menschen auf das schmale Brett kommen konnten Überlegungen wie diese1 für irgendwie sinnvoll zu halten. Wenn also Evopsych ein durch die menschliche Natur bedingt ist frage ich Euch: „Der Mensch ist etwas, was überwunden werden soll, was habt ihr gethan, ihn zu überwinden?“2


1 Die Truthynessmechanismen sind bei näherer Betrachtung – die eine so evolvierte Denkweise tunlichst vermeiden sollte – deutlich komplexer. Sowohl naturwissenschaftlich gesicherte Elemente – die nicht gegen „Garbage in, Garbage out“ helfen, ex falso quodlibet – als auch Anschlußfähigkeit an gesellschaftlich verbreitete Überzeugungen tragen zur Überzeugungskraft bei. Dann wäre zu berücksichtigen daß die Wissenschaft leider auch nicht komplett unabhängig von nicht sachbedingter Überzeugungskraft ist und dann noch externe Faktoren wie beispielsweise Forschungsförderung wirken.

2 Läßt sich leicht genug googlen, eine Fußnote wäre damit nur Traditionspflege.


Y-Tours auf der Schiene

21. August 2019

Viele Transportmittel der Bundeswehr befinden sich in nicht oder nur eingeschränkt funktionstüchtigem Zustand. Aber die zahlreichen, aktiven, gut vernetzten, aber anscheinend nur ein paar Linksextremist*n störenden Neonazis im tödlichsten Trachtenvereins des Landes wollen auf ihre Rechtsrockkonzerte und Prepper-Vernetzungstreffen.

Die Bundesregierung hier setzt klare Prioritäten: Während Geld für heimische Beatmung eingespart wird dürfen Bundeswehrsoldat*innen in Uniform künftig kostenlos die Bahn – inkl. ICE – nutzen. Kosten läßt sich die Bundesregierung dies „rund vier millionen Euro im Jahr“, was bei laut Bundeswehr.de 181.377 aktiven ziemlich genau 22€ pro Person pro Jahr bedeutet. Zum Vergleich: Eine Bahncard100 2. Klasse kostet derzeit 4395€ für ein Jahr und gewöhnliche Arbeitnehmer*innen müssen geldwerte Vorteile von über 44€ im Monat versteuern.

Da sich Uniformen gut fälschen lassen schlagen wir vor, daß dazu ein Sturmgewehr mitgeführt werden muß. Tatsächlich wird zu diesem Zweck ein Buchungsportal geplant; die gebuchten Plätze gehen vom Sparpreiskontingent ab.

Wie wird soetwas begründet? Die Verteidigungsministerin meint laut Zeit: „Die Bundeswehr wird damit sichtbarer in unserer Gesellschaft.“ Noch klarer drückt es CSU Landesgruppenchef Dobrint laut Spiegel-Online aus: Es gehe um einen „Beitrag für die Sichtbarkeit der Soldaten in der Gesellschaft. ‚Übrigens geht dies auch einher mit einem stärkeren Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger'“

Daß weniger Sichtbarkeit – und überhaupt Bedeutung – des Militärs vielleicht eine gesellschaftliche Errungenschaft sein könnte, daß gar die Person in der Uniform Staatsbürger*in bleiben sollte, also das Militär sich der Zivilgesellschaft annähern sollte, nicht umgekehrt gilt höchstwahrscheinlich schon wieder als linksextreme position. Von daher bleibt nur zu kritisieren daß die Soldat*innen doch bitte nicht wie in einer Geländeübung rumlaufen sollen, sondern gefälligst Ausgehuniform anlegen.

Was das Sicherheitsgefühl angeht: Leute die spotten daß diese Truppe niemandem Angst einjage haben noch keine Gruppen junger Männer im Zug erlebt: die Fußballfans bekommen künftig Unterstützung für das Bahnfahrerlebnis; und alle sind sie für Schland. Betrachten wir das Problem genauer: Wir haben eine Korrelation zwischen jungen Männern Anteil der 20- bis 29-Jährigen: 54,34 Prozent – und Bundeswehrangehörigen. Junge Männer sind genau die Gruppe von der die meisten Gewaltverbrechen ausgehen. Beachten wir daß Pazifist*innen in der Bundeswehr nicht vertreten sein dürften, rechtsextremistische Vorfälle hingegen aber häufiger bekannt werden – mit hoher Dunkelziffer, denn wegen Corpsgeist kann davon ausgegangen werden daß viele nicht gemeldet werden -, haben wir somit ein erhöhtes Risikoprofil für aggressives Verhalten; selbst wenn wir vernachlässigen, daß diese Leute ja zum töten ausgebildet werden mußten. Auch Autoritätskritische Leute werden in der Bundeswehr keinen Platz haben, viel mehr scheint – worauf Dobrints Äußerungen auch hindeutet – das Militär eine Faszination auf autoritäre Persönlichkeiten auszuüben. Dies bedeutet aber weitere Risikofaktoren im Sozialverhalten der künftigen kostenlosen Bahnreisenden: Hängt doch die autoritäre Persönlichkeit eng mit toxischer Männlichkeit und dessen Ritualen wie exzessivem Alkholkonsum zusammen; und in der Tat wird ein solcher Bundeswehrangehörigen in ihrer Freizeit gerne nachgesagt. Auch erzeugt ein autoritäres Umfeld eine Lust an der scheinbaren unmittelbaren Befreiung, dem „Über die Stränge schlagen“ als Ausgleich. Zu guterletzt existiert ein Zusammenhang zwischen autoritärer Persönlichkeit, Narzißmus – ein Selbstbild das nur durch Abwehr, u.a. durch Projekt, aufrechterhalten wird – und Nationalismus.

Wir können also auf Basis mehrerer psychologischer Herangehensweisen festhalten, daß eine deutlich höhere Korrelation von Soldat*innen zu Gewaltverbrechen als bei der Durchschnittsbevölkerung zu rechnen ist. Salopper ausgedrückt: Da wird ein Haufen Stressofanten in die Züge kommen. Also nicht nur werden wissenschaftlich informierte Bürger*innen durch Soldat*innen im Zug weniger „Sicherheitsgefühl“ haben, die Vorstellung daß sich welche von Bemerkungen wie der Dobrints ermutigt sehen die „Sicherheit“ in die eigene Hand zu nehmen läßt weiteren Anstieg von Verbrechen fürchten. Wer der Ansicht ist damit zu Unrecht verdächtigt zu werden, möge sich gegen Racial Profiling einsetzen statt dem eine „not all“ Argumentation entgegenzusetzen, wir diskutieren hier schließlich nur statistische Risikofaktoren.

Es bleibt also zu fragen was das soll. Handelt es sich lediglich um Werbegeschenke Konservativer an ihre Zielgruppe bzw. erwähnte autoritäre Faszination mit dem Militär und dessen Symbolgehalt? Wird darauf gesetzt daß die Probleme v.a. marginalisierte Gruppen treffen werden? Oder geht es tatsächlich darum Militär und Militarismus als Mittel der Innenpolitik nutzen zu wollen, wie wir es bei Diskussionen um Bundeswehreinsatz im Inneren und Ausstattung der Polizei beobachten können? Einfacher ausgedrückt: Ist es wieder so weit?

Von daher seien hier Leute vorgeschlagen die vor/statt Bundeswehrangehörigen kostenlos Bahn fahren können sollten

  • PTBS erkrankte: Soldat*in zu sein heißt nicht zwingend im Auslandseinsatz gewesen zu sein, Auslandseinsatz heißt nicht im Kampfeinsatz gewesen zu sein, Kampfeinsatz heißt nicht dadurch geschädigt worden zu sein. Von daher wäre es sinnvoller einfach alle Leute mit posttraumatischer Belastungsstörung zu unterstützten
  • Freiwillige Feuerwehrleute: Angehörige dieser Gruppe riskieren wirklich ihr Leben und nicht nur für die deutsche Außenpolitik, sondern um konkrete Menschen zu retten. Prvilegien wurden u.a. durch Klagen auf „Gleichbehandlung“ abgebaut. Im Unglücksfall wissen diese Leute was zu tun ist, ihre Anwesenheit erhöht also tatsächlich die Sicherheit
  • Pflegepersonal: Unter schlechten arbeitsbedingungen opfern diese Leute ihre Gesundheit um wirklich notwendige soziale Tätigkeiten zu verrichten. Es herrscht Personalmangel in diesem Bereich, d.h. zusätzliche Anreize diesen Beruf zu ergreifen kommen letztlich allen zu gute. Pflegepersonal weiß wie es in medizinischen Notfällen zu reagieren hat und wie sie sich in schwierigen Situationen durchsetzen, also auch ihre Anwesenheit erhöht somit die Sicherheit im Zug
  • Radfahrer*innen: Sie riskieren täglich ihr Leben für unseren Planeten. Da viel über „Kampfradler“ schwadroniert wird erhöht es zumindest die gefühlte sicherheit wenn mehr von ihnen von der Straße auf die Bahn verlegt werden
  • Bahnpersonal: Dieses ist mit der neuen Regelung nämlich schlechter gestellt als Bundeswehrangehörige #keinepointe
  • Alle: Für den ÖPNV wird der entgeldlose Fahrgastverkehr länger diskutiert, durch eine Umlage könnte das Ticketwesen und das daraus folgende Kontroll(un)wesen – inkl. wegen Schwarzfahrens1 im Gefändnis sitzenden – gespart werden, die ökologisch notwendige Verkehrswende vorangetrieben werden und Sozialausgleich geschaffen werden, in den Städten die Einnahmen durch Tourismus steigen. Für den Fernverkehr scheint dies zwar derzeit recht radikal, aber die Verteidigungsministerin hat gezeigt daß es für 22€ pro Jahr pro Person ginge

1 An dieser Stelle sei dafür plädiert vor den rassistischen Assoziationen die dieses Wort auslöst nicht durch Ersetzung davonzulaufen, sondern ihnen mit einem Eigentlichkeitsmove die Wurzeln aus dem Rotwelsch entgegenzusetzen. Demnach hieße „schwarz fahren“ ‚eigentlich‘ „arm fahren“. Darin steckt mehr vergessene Sozialkritik als in den naheliegenden Ersetzungen und es bietet Anlaß über die bekämpften Spuren des Jiddischen und Romanes im Deutschen aufzuklären, so auch hier.


Gelöbnisse

24. Juli 2019

Marode Ausrüstung, Nachwuchssorgen, Nazivorfälle – um die Bundeswehr scheint es trotz steigenden Budgets zur Zeit nicht gut zu stehen. Doch soll sich dies mit der neuen Verteidigungsministerin, liebevoll auch nach dem letzten Updatejahr ihrer Überzeugungen AKK-47 genannt – ändern, sie stellte nun die CDU Gesamtstategie für Y-Tours vor. Ecktpunkt sollen mehr öffentliche Gelöbnisse sein. Dies erinnert viele an autoritäre Regime, doch ist es Teil der Exzellenzinitiative des tödlichsten Trachtenvereins des Landes. Statt wie zuvor Unsummen für Polizeischutz dieser Veranstaltungen auszugeben werden die Proteste nun kreativ in das Training eingebunden.

Ein Sprecher des Ministeriums dazu: „Wenn die Polizei immer mehr militärische Ausrüstung bekommt sollen die Leute mal das Original sehen!“ Möglich machen es neue Befugnisse für Sicherheitsbehörden und Bundeswehreinsatz im Inneren wie im Zuge der Exzellenzinitive Olivgrün gefordert. Das KSK wird ihre Gelöbnisse künftig auf dem Achidi-John-Platz in Hamburg abhalten. Wer flieht oder tödlich verwundet hat die Aufnahme in diese Eliteeinheit nicht bestanden. U.a. geraten an manchen Orten die ABC-Schutzausrüstungen angesichts hoher Konzentrationen von THC in der Luft an ihre Grenzen. Doch keineswegs wird linken Akitivst*innen alle Arbeit überlassen – bereits der Weg zum Gelöbnis wird zum Teil der – in Schlandland traditionell harten – Aufnahmerituals. Das Verteidigungsministeriums dazu: „Wer auf dem Weg eine Runde Bier ausläßt fliegt. Wer umkippt fliegt. Auch der Zustand unserer Transportmittel wird zum Plus, wer den Marsch nicht ohne Hilfsmittel schafft oder sich beim Schwarzfahren erwischen zu lassen ist nicht für die Kriege der Zukunft geeignet. Nur durch dieses praxisnahe Trainingskonzept wird die Truppe endlich wieder was sie mal war. Äh, das schneiden Sie raus.“


Fefe und der Standort

31. Januar 2019

Über Fefe zu lästern gibt immer gute Klicks. Im Ernst: Wenn wir ihn diskursiv repräsentativ für eine gewisse Subgruppe von Nerds sehen und wenn wir beachten daß bei seinen Gegner*innen gerne auf „Denkmethoden“ abhebt, selbst dabei aber häufig reinfällt ist es vielleicht einen Kommentar wert.

Was ist passiert? Eine Farbbeutelaktion gegen das berliner Amazon Büro; interessanter Clou: Der Werkschutz wurde mit einem Fahrradschloß eingesperrt. Fefe fragt was das für einen Nutzen haben soll und schließt die Frage an was es bringen soll falls die ganzen Tech Firmen aus Berlin verschwinden.

Was Denkmethoden angeht sei an dieser Stelle wärmstens für das „Principle of Charity“ geworben: Elliptische Argumente sollten ersteinmal in stärkstmöglicher Form ergänzt werden bevor sie kritisiert werden.
Die Kulturellepraxis weiß auch nicht was der genaue Zweck war – weist aber darauf hin daß die meisten linken Bekennerschreiben dringend professionell lektoriert werden sollten, in sofern vielleicht besser daß es hier anscheinend keines gab; das Szeneconsulting des Instituts für geisteswissenschaftliche Nutzenoptimierung wird soetwas anbieten. Doch ergänzt Fefe hier etwas das stark nach „Standort“1 Logik klingt, d.i. nationalistische oder provinzielle Denkweisen mit der Scheinrationalität von „die Wirtschaft“ Argumenten zu versöhnen.

Hypothesen gegen Alternativhypothesen zu testen gilt zwar gerade unter Naturwissenschaftsfans als Standardmethode, aber woher nehmen und nicht stehlen? Nicht nur ist „Alternativhypothese“ arbiträr – also diese Beliebigkeit die den Geisteswissenschaften gerne vorgeworfen wird -, auch stoßen wir auf eine weitere Denkfalle positivistischer Methodik, daß das Naheliegende – leicht messbare, diskursiv etablierte usw. – konkret scheint. Dennoch seien mal ein paar aus dem Hintergrundwissen gezogen.

Aus dem Komplex der leider mit dem ungenauen und wertenden Begriff „Terrorismus“ bezeichnet wird können wir einiges lernen. Zunächst einmal daß Gewalt auch „kommunikativ“ angewendet werden kann, also nicht auf die „materiellen“ Effekte ausgelegt. Ein schönes Beispiel wären die Schlandlappen zur Fußball WM, welche „wir alle sind für Schlandland“ verkünden, während diese illegal zu entfernen ein klares „Nein!“ sichtbar macht. Nur dürfte bekannt und v.a. sagbar sein wie böse Amazon ist – es sei denn diese Bedenken werden durch Standortlogik wegrationalisiert.
Hintergrund „Terroristischer“ Akte ist häufig so etwas wie Autopropaganda; d.h. daß die Motive möglicherweise psychologischer und nicht politischer Natur sind. Sei es einen klaren Gegner haben und angreifen zu wollen, sei es Frust von ausgebeuteten Angestellten oder Ex-Angestellten – Gründe Amazon ohne ein langfristiges Ziel schaden zu wollen lassen sich jedenfalls einige vorstellen. Daß anscheinend die Schwelle politische Motive zu unterstellen bei möglichen linken deutlich niedriger als bei möglichen rechten zu sein scheint nur am Rande.

Aber suchen wir lieber nach rationalen und planvollen Motiven: Wenn Betriebe die als besonders ausbeuterisch auffallen mit Angriffen rechnen müssen hat es einen Vorteil nicht zu diesen gezählt zu werden. Was möglicherweise einen Unterbietungswettbewerb im Scheiße-sein auslöst. Das ist zwar genau so spekulativ wie „aus Berlin vertreiben“, stellt aber die Täter*innen in einem vollkommen anderen Licht dar. Und heißt daß sie viel zu tun haben werden.

Auch wenn über Intelligenz spätestens seit den Sherlock Holmes Geschichten gerne erzählt wird mit der selben Datenbasis mehr herausfinden zu können und auch wenn schlecht eingesetzte Zweifel – angesichts der Tatsache daß sich alles irgendwie bezweifeln läßt – nicht fruchtbar sind, Skepsis bei dünner Informationslage ist vielleicht gar nicht so schlecht.


1 Doch unter uns: Unternehmen sollten sich im schönen Hamburg ansiedeln, die Szenelinken hier sind so zerstritten und von Spitzeln und Spitzelparanoia geplagt daß sicherlich weniger passiert als in Berlin, G20 war Knowhow von außerhalb und Versagen durch Selbstüberschätzung der Politik.


Kulturellepraxis live

29. Oktober 2018

„Da steht der Feind!“ – „Wo? Ich sehe nur einen Nebel aus Assoziationsketten …“


Werbung

1. Mai 2018

Mit Baron René Garde

„Moin, Wachtmeister. Scheiß Tach gehabt?
Dann gönn‘ Dir doch ’nen Hamburger Kessel!“

„Für mich zählt bei Demos das Gemeinschaftserlebnis,
Hamburger Kessel gehört einfach dazu!“

„Nach 14 Semestern endlich den Taxischein.
Klar bin ich dabei wenn es Hamburger Kessel gibt!“

Hamburger Kessel – Deftiges aus dem Norden.


Cui Bono?

20. Januar 2018

Der Adorniterorden ist uns auf die Schlichte gekommen: großes Ziel der POSTMODERNE™ ist die Selbstinfantilisierung. Aber wer steckt dahinter?

Die Plüschtiere! Es geht darum daß die Plüschtiere für eine bessere Welt die Macht übernehmen.

Plüschtiere an die Macht!


Linke Homöopathie

18. Januar 2018

„Nach wie vielen Spaltungen sind wir endlich eine Volksbewegung?“


Neues Musical

27. Juli 2017

Neue Flora besetztHeute legte die Rote Flora ihr neues Nutzungskonzept vor, den Vorstellungen der Politik von dieser Stadt näher zu kommen.  Nach der erfolgreichen Inszenierung des an diesem Ort so geschichtsträchtigen „Phantom der Oper“[1] folgt nun das nächste Musical am Achidi-John-Platz: „Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse“. Die Handlung ist am gleichnamigen DEFA-Film angelehnt, doch die musikalische Gestaltung folgt unlängst entdeckten Partituren von Hans Eisler aus einem verloren geglaubten Briefwechsel mit Theodor W. Adorno.

Die HADAG sagte bereits zu, die „C-Star“ aufzukaufen und anläßlich des Musicals in „Ernst Thälmann“ umzubenennen, am Design der neuen Lackierung wird z.Zt. fieberhaft von HfBK Studierenden gearbeitet. Nach ersten Soundchecks zeigte sich Kultursenator Dr. Brosda (SPD) beeindruckt und bot den Gestaltenden der Roten Flora spontan einen Gebäudetausch mit der Elbphilharmonie an.

Einzig aus den Reihen der Partei „die Partei“ gab es Proteste, Hamburg müsse Muscalfreie Zone werden[2], eine Räumung der Neuen Flora wird diskutiert. Anwohner*innen zeigten sich diesem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen, gingen doch deutlich stärkere Belästigungen für sie vom Publikum der Neuen Flora aus. Innensenator Grote (SPD) bot an, die Lage mit dem erfolgreichen Einsatzkonzept vom 06.07.2017 ff zu entschärfen: Wer vor der Neuen Flora auf dem Radweg geht kann im Rahmen hamburger Verhältnismäßigkeit künftig mit Pfefferspray rechnen.

Im Rahmen dieser Kompromißverhandlungen unterzeichnete Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bereits einen Kooperationsvertrag mit „Der Schwarze Block“® gGmbH, künftig müssen Halter*innen verkehrswidrig geparkter Fahrzeuge mit unbürokratischen Schnellverfahren mittels Grillanzünder rechnen.