Alte und Kranke

1. Januar 2013

Mit Odradek

Zur „Pflege“ der „Populationsdynamik“ gilt die Jagd vielen aus „ökologischen Gründen“ als legitim. D.h., alte und kranke Tiere dürfen, sollen vom Hochsitz aus abgeschossen werden, um den Bestand zu sichern und unter Kontrolle zu halten. Da es sich nach neuesten biologischen Erkenntnisse bei Menschen aber auch um Tiere handelt, setzt das Forstamt künftig Sniper in Fußgänger*innenzonen ein, um Rentner*innen, von Behinderung betroffene Menschen und Wesen mit Erklältung zu Erschießen. Ein Honk aus aus Mannheim hierzu: „Natürlich war das für einige eine Umstellung. Katholiken hatten hier einen Vorteil, sie waren es gewohnt, (transsubstituiertes) Menschenblut und -fleisch zu verzehren. Der größte Vorteil an dieser Neuregelung ist, daß mit ihr endlich eine Anerkennung von Veganismus als Krankheit einherging. Wer also unsere Jagdgesellschaften stört, gilt künftig als Freiwild.“

Seit mit der Banken-/Finanzkrise verkürzte Kapitalismuskritik erstaunlich weite Kreise zieht, gelten Investmentbanker mittlerweile auch als Schadwild; allen Angehörige der RAF wurden aufgrund ihres Innovativen Ansatzes der Bestandspflege – einzelne Exemplare zugunsten der Gesamtpopulation abzuschießen – die Deutsche Jägermedaille am Band verliehen.

Advertisements