Versöhnungen

7. November 2010

Apropos Hatikvah-singende iranische Muezzine und Afrikaprojektionen: Nach der englischen Wikipedia sang zu den Rugby1-Meisterschaften 1995 ein schwarzer Chor „Die Stem van Suid-Afrika“2 als Versöhnungsgeste.

Daraus folgern wir: Von einer ‚deutschen Einheit‘ und einem Überwinden des Anitsolanismus können wir erst sprechen, wenn ein Chor der jungen Union „Auferstanden aus Ruinen“ singt.


1„A Chosen Sport for a Chosen People“, da eng mit dem afrikaansen Nationalismus verknüpft; zum Thema Rugby & burischer Nationalismus immernoch maßgeblich: Archer, Robert; Bouillon, Antoine: The South African game : sport and racism; London 1982. Vgl. auch Nauright, John; Black, David Ross: Rugby and the South African nation : sport, cultures, politics and power in the old and new South Africas (International studies in the history of sport); Manchester (u.a.) 1998. Allgemein zum Thema des Afrikaaner-Nationalismus vgl.: Marx, Christoph: Im Zeichen des Ochsenwagens: Der radikale Afrikaaner-Nationalismus in Sudafrika und die Geschichte der Ossewabrandwag (Studien zur afrikanischen Geschichte Bd.22); Münster 1998.

2 Apartheids-Nationalhymne. 1994-1997 neben des vormals vom ANC genutzen Stückes „Nkosi Sikelel‘ iAfrika“ gesungen. Die aktuelle südafrikanische Nationalhymne integriert seit 1997 u.a. Strophen beider Lieder.