Terrormacker

18. Februar 2014

Political Ambiguity, Explicit SarcasmMit IM Rübezahl

In manchen Ländern sterben leider viele Menschen an Selbstmord, nur nicht ihrem eigenen. Unhöflich diese Leute, die, wenn ihnen was nicht paßt gleich losplatzen. Auch in Tokio können solche Leute1 die Atmosphäre vergiften. Darauf ein Glas Kool-Aid.


„Der [Attentäter] war ein Gestrauchelter, der [Terrorist] ist eine Spezies“ vgl. Foucault, Michel: Der Wille zum Wissen (Sexualität & Wahrheit Bd. 1); Frankfurt/M 1983; S. 58.

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Zwischenruf

29. August 2012

Political Ambiguity, Explicit SarcasmAus aktuellem Anlaß; im Bekennerschreiben leider nicht thematisiert wurde die antisexistische Dimension des Anschlags: Auf dem Bild klar erkennbar, wurde der Baum örtlich so ungünstig gepflanzt, daß er auch noch assoziationen der Redensart „Holz vor der Hütte“ zuließ. Dies zeigt auch wiedereinmal die intersektionale Verwobenheit von Nationalismus und Sexismus. Die kulturellepraxis trällert hingegen einige Lieder:


Kulturellepraxis live

30. Mai 2012

Political Ambiguity, Explicit Sarcasm„Ich rede ich zunehmend ‚politisch korrekt'“ – „Ach, das ist wie mit Pubertätspickel, bei den meisten geht das von alleine wieder weg“ – „Ich kann auch nichtmehr über sexistische Witze lachen“ – „Vielleicht kennst Du einfach schon alle“


Fortschritt? Welcher Fortschritt?!?

17. März 2012

Im Anschluß an Feine Atheisten mal wieder und eine Replik darauf hat sich eine ausführliche und interessante Debatte entwickelt. Zum Thema „Fortschritt“ kann dieser Artikel ohnehin nur die Nachlese zu drkulturs Beitrag – dem hiermit hehre Erklärbären-Ehren verliehen werden – betreiben, unternimmt das alleine schon, um außerhalb der Kommentare auf gute Beiträge in jenen hinzuwiesen.

Technischer Fortschritt, was soll das sein? Ein überhistorisches Fortschrittskriterium, welches von Soziokulturellem – wie etwa ortzeitlichen Vorstellungen – vollkommen unabhängig ist?!? Was unter „Fortschritt“ verstanden wird ändert sich im Zuge des Fortschritts – der Fluß ändert häufiger mal seine Richtung -, insofern hat der Begriff etwas Zirkuläres. Aber nehmen wir an, es könnte ein Set von Kriterien geben. Nahezu jeder Formalismus läßt sich hacken, wer entscheidet, wo er legitim zutrifft?

Probieren wir das an kermions Kriterium „möglichst viel mit möglichst wenigen, allgemeinen Annahmen zu beschreiben“. Fundichristliche Flitzpiepen würden darauf bestehen, ihr Glaube tue genau das, Discodier schlügen vor: „a&¬a, daraus können wir alles folgern“. Sicherlich, beide sind Spielverderber – letztere wenigstens mit Genuß -, aber wer entscheidet das? Wer ist d* neutrale Schiedsrichter*in – eben jenes modest_witness -, dessen Standpunkt Objektivität verbürgt? [Anm.: In erster Vorlage habe ich versehentlich nicht gegendered – bezeichnend]

Sicherlich können wir Kriterien angeben, nach denen es sowas wie „Fortschritt“ stattgefunden habe. Einige klingen auch recht allgemein, z.B. Erweiterung der Möglichkeiten; doch bleiben das Kriterien des hier und jetzt und die Diskutant*innen wir. Wie ein Parlament mit allen verganenen Wissenschaftler*innen in Fortschrittsfragen entscheiden würde [Fleck: Erfahrung und Tatsache S.132], wäre auch mal ein schönes Szenario für einen Artikel.

Und da wir nicht aus dem Äpfel mit Birken vergleichen herauskommen, wie ist der Zusammenhang zwischen wissenschaftlich-theoretischem und technischem Fortschritt? Kompliziert! Spätestens hier kommen wir aus dem Kontext und also den soziokulturellen Bedingungen des s.g. „Fortschritts“ nicht mehr heraus. Von Holzwegen wie Kern(spaltungs)kraft oder Quecksilberbirnen [Anm.: Terminus Technicus „Kompaktleuchtstofflampen“] will ich gar nicht erst anfangen. Da sich bösesachen(tm) mit dem – durchaus Möglichkeiten eröffnendem – Chip des neuen Personalausweises machen lassen, läßt sich dieser nicht mehr als Pfand erwenden, er verliert durch „technischen Fortschritt“ diese Möglichkeit.


Political Ambiguity, Explicit Sarcasm Ganz plattes/plattmachendes Beispiel: Was macht eine Waffe fortschrittlich? Die Anzahl der potentiell getöteten? Dann wäre die Tsar-Bomba immernoch Gipfel des menschliches Fortschritts gewesen. In derzeit geführten Kriegen kommen aber die meisten durch Kleinwaffen um und – Beispiel gibt’s genug, nehmen wir mal den Klassiker – Kriege werden offenbar nicht zwangsläufig durch Hightech gewonnen. Selbst wenn wir abstraktere Überlegungen – wie Vorteile eines Schwertes, wenn die Munition ausgeht – ausblenden und sagen, heutige Gewehre seien besser als jene von vor 50 Jahren – Inwiefern? Sicherlich nicht das Aussehen, die Grüßaugusttruppen der BRD nutzen immernoch das Mauser 98. Gewicht? Stopping Power oder Durchschlagskraft? Reichweite? Wartungsaufwand und Zuverlässigkeit? Munitionsmenge? Preis? Das und mehr spielt eine Rolle und was wir als „Fortschritt“ beschreiben könnten, sind nicht nur immer neue Mischungen aus solchen Kriterien, sondern auch neue Anforderungen, etwa durch Studien, was in vergangenen Kämpfen genützt habe (siehe etwa). Welche Waffe jetzt die richtige ist hängt ohnehin von äußeren Faktoren ab, z.B. wo wird gekämpft, was nutzen die Gegner*innen (Waffen, Schutzwesten, …), wie trainiert sind die eigenen Leute, welche Möglichkeiten bestehen zu Nachschub/Wartung. Allgemein werden Kriege nicht kontextfrei geführt.

Ganz interessantes Beispiel: US Soldat*innen nutzen seit 1964 Gewehre mit 5.56×45 Munition (BRD seit 1997); nun scheinen s.g. „aufständische“ in Afghanistan sich die Grenzen der Reichweite und Durchschlagskraft dieser zu Nutze zu machen (siehe). Dabei fällt gerade bei der Bundeswehr auf, außer bei Gewich, Größe und Munitionsmenge hatte das alte G3 bessere Daten als das aktuelle G36, umgekehrt wurde am (ursprünglichen) G36 kritisiert, daß es keine einfache Alternative wie Kimme-Korn zu den optischen Zielhilfen hatte (es also ein Problem ist, wenn der rote Zielpunkt nachts zu hell ist, die Optik beschlägt oder zerkratzt). Gelände, Ausrüstungen und Taktiken beider Seiten – das alles bestimmt offenbar wie nützlich eine Waffe ist. Sprich: Es bestimmt der Kontext; der aber wiederum u.a. von der Waffentechnik mitbestimmt ist. Eine einfache oder formal-quantitative Lösung für ein fortschrittliches Gewehr („die Gewehrformel“) werden wir deshalb wohl nicht finden.

Wer ahnt, dies arbeitet auf die Pointen hin, daß die Kalaschnikow (1947!) verbreitetste Kleinwaffe bleibt und daß Menschen (vielleicht auch andere Tiere) immer besser umlegen zu können gar nicht so fortschrittlich sei: Laaangweilig!


Auf noch übleres Terrain begeben wir uns, wollten wir mit Ähnlichkeiten in geschichtlichen „Entwicklungen“ (noch ein furchtbares Bild, als stünde die Geschichte schon aufgewickelt bereit) vorherbestimmte Fortschrittsrichtungen belegen. Nicht nur, daß bereits die Seidenstraße ein Teil Globalisierung war, abgeschlossene „Kulturkreise“ also wohl eher ein Mythos sind, solch eine Fortschrittsannahme droht auch wiederum ins Zirkuläre abzurutschen, nämlich Fortschrittlich als genau das zu definieren, was uns ähnlich (und überhaupt relevant) erscheint. Schlimmer noch, diese Sicht produziert ihr Anderes: „Völker ohne Geschichte“.

Eine These aus „feine Atheisten mal wieder“ war – recht adornitisch -, (neo)positivistische Methoden – Sir Karl großzügig subsummierend – hätten die Tendenz, das Bestehende zu affirmieren. Den Fortschrittsbegriff einzuführen hat dies noch erweitert: Das gilt auch für die (je gegenwärtige) Zukunft. Insofern ist vergangene (uneingetretene) Zukunft etwas extrem Spannendes.


Personenkult

25. August 2011

Political Ambiguity, Explicit SarcasmIslamkritiker weihen Be(h)ringstraße ein …


Häh?

25. Juni 2011

Political Ambiguity, Explicit Sarcasm Neue Wälder im Weltnaturerbe. Damit soll verdeutlicht werden, daß Buchenwald in der deutschen Natur liegt.


Dudelfunk

6. Mai 2011

Political Ambiguity, Explicit SarcasmVorgängerinstitution des modernen Radios war der Gottesdienst, in seiner Kombination aus kürzeren Wortbeiträgen, Jingles („Kyrie Eleison“, das berüchtigte „Amen in der Kirche“) und ganz viel nicht sonderlich originelle Musik.

Die Kirche der Zukunft wird mit einem Harvariechor ausgestattet, dessen Silencedetektor anspringt, falls mal keine gläubigen da sind.