Warnhinweis auf Zigarettenschachteln

18. August 2013

Dank an Bewitchedmind

Rauchen beugt übermäßigem Altern vor

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Kulturellepraxis live

12. September 2012

Gastbeitrag von Balduin

„Nehru, ist das nicht der Typ der Nepal angezundet hat?“ – „Nee du, ich glaub, du meinst Neapel.“ – „Jedenfalls nicht Rom.“ – „Hat er überhaupt was angezündet?“ – „War er Raucher?“


Marktwirtschaft

18. April 2012

Hamburg (kp) – Mittlerweile heißen Ortsämter in Hamburg „Kundenzentren“. Auch werden ALG-2 Empfänger*innen „Kunden“ genannt.

Von daher überrascht es nicht, daß am heutigen Tag eine großangelegte Kartellklage gegen die Bundesrepublik Deutschland und das Bundesland Hamburg einging. Die unanfechtbare Monopolstellung – im Falle des Gewaltmonopols sogar unter Waffeneinsatz durchgesetzt – spottet allen vorherigeren Verfahren dieser Art. Aber auch das unverschämteste Product-Bundeling unterschiedlichster Dienstleistung rief die Kartellwächter*innen auf den Plan.

Ein Regierungssprecher „wir planen, wie bereits praktiziert und auf die Sparte Sicherheitsdienstleistungen zu konzentrieren. Eine wir sind zuversichtlich, im Zuge des Prozesses auc hdie überfällige Deregulierung der Einsatzgebiete erreichen zu können. An Ausbildung und Ausrüstung können z.Zt. wenige mit unserem hochwertigen Angebot konkurrieren. Aus dem Bereich des Sozialen hingegen werden wir uns – wie bereits vorbereitet – komplett zurückziehen, wir sind aber zuversichtlich, der freie Markt wird es schon richten.“


Ehrensold-Gegrantel

2. März 2012

Daß so etablierte Medien wie die Aktuelle Kamera Tagesschau scheinkritisch – endlich mal die Kritikquote erfüllt, das wird Leute lehren, sich mit der falschen Zunft anzulegen – darüber berichten zeigt, wie uninteressant dieses Omnibusthema ist (siehe). Doch gut, springen wir dennoch auf:

Nach Nächtelangen Verhandlungen präsentiert der Bundestag Kompromißlösung1 für die Frage nach Wullfs Ehrensold. Aus der Abschlußerklärung: „Natürlich brauchen wir unterschiedliche Standards. Wo kämen wir hin, wenn Politiker*innen den angestellten im öffentlichen Dienst gleichgestellt würden – Centgenaue Rechenschaft über mögliche Vorteilsnahmen würden den gesamten Bundestag leerfegen – wir dürfen nicht vergessen, der Ehrensold ehemaliger Bundespräsident*n beträgt nur 50 ALG-II Regelsätze, das wäre ohne Nebenverdienste unzumutbar. Das Amt ist keine prekäre Beschäftigung, daher verbietet sich auch, einfach den Job und Ansprüche wegen Lächerlichkeiten verlieren zu können. Der Sinn des Ehrensolds ist die Würde d* Amtsträger*in, offenbar geht diese durch Erwerbslosigkeit verloren. Wir dürfen nicht vergessen, Erwerbslose sind an ihrer Situation selbst schuld, deswegen darf ein* Bundespräsident* nicht unverschuldet in diese Situation geraten können, sondern muß sozial abgesichert werden, um nicht ins soziale Absicherungssystem zu geraten. Von daher verbietet sich der Vergleich mit AG-II Empfänger*innen komplett, gerade was Sanktionen bei leichtfertig aufgegebenen Jobs angeht; eine Strafversetzung (z.B. StudierendenCafés für den Staatsschutz abhören zu müssen) wäre unzumutbar. So haben wir die Lösung gefunden: Wer eine staatstragende Position bekleidet hat, fällt künftig nicht mehr unter das aktuelle SGB2, sondern unter die Sozialhilferegelung der 80er. Im gegenzug dürfen Erwerbslose ab 40 ihre Verpflichtung zur Stellensuche durch bemühungen um die Präsidentschaft ableisten. Wer es schafft ist schließĺich für einige Monate Arbeit ein leben lang versorgt.“


1 OK, narrativ nicht ganz sauber. Kompromisse sind nicht mehr Zeitgemäß. Auch wenn die bürgerliche Demokratie vielleicht nicht der Weisheits letzter Schluß ist, wo nur noch Alternativlosigkeit gegen Mehrheitswille stehen, wenn die Figur „bei [XY] darf es keinen Kompromiss geben“(1) nicht jeglicher Staatsbürgerkunde widersrpicht, sondern „Extremismus“ als demokratiefeindlich gilt, wäre „Demokratiesimulation“ ein Euphemismus.


Filmprojekt

26. August 2011

Das Treitschke Institut präsentiert
Einen Film von Schwarz-Rot-Gold Productions
Das Prequel des Jahres

Der Untergang II : Der Aufstieg

Aktueller denn je: Erleben Sie, wie ein von Niederlagen gezeichneter Mann sich das Rauchen abgewöhnt um Großes zu erreichen. Erleben Sie den Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit. Erleben Sie, wie eine geschlagene Nation wieder militärische Siege feiert.

Dieser Film ist fsk-12, denn auch hier werden die Verbrechen des Nationalsozialismus in guter deutscher Tradition verschwiegen, verharmlost oder notfalls dem Kommunisten angelastet.


Wörterbuch Teil #4

14. Dezember 2010

Achsenpizza: Pizza mit Sauerkraut und Sushi belegt. Unbekömmlich zu Wodka und Cola.

Catmatiker, d*: Das Dogma bleibt ein Leben lang treu, das Catma kommt und geht wenn es ihm gefällt. D.h. Catmatiker* befriedigt dauerhaft keine Zugehörigkeit; vgl. Groucho-Marxist*Innen1

Da lauert der Karl: (Karl-Lauer -> Kalauer) Ein Flachwitz gegen Flachwitze.

Niveauflexibel: Heute sinkt für Sie das Niveau und zwar möhrentief, denn im Niveaukeller befinden sich Falltüren. Niveau ist keine Handcreme, sondern ein kleines haariges Männchem mit einem Klappspaten, welches bisweilen Niveaulimbo tanzt, bisweilen aber auch steigt, ohne daß jemand darauf steht. Es sieht von unten wie Arroganz aus, zumindest wenn es die Teppichkantenhöhe zu erklimmen vermag.

Nichtrauchen: Wir wissen wohin sowas führt …

Honk-Theorie des Paradigmenwechsels: Eine Theorie ist tot, wenn sie von zuvielen Honks vertreten wird

Praktiker*Innen, der_die: Wesen, die nicht darüber nachdenken wollen, was sie eigentlich tun

ZK-Syndrom: Sich innerhalb einer Gruppe auf eine Realität für Entscheidungen einigen können, welche nicht die der betroffenen ist. Vgl. auch Snafu-Prinzip.


1 „PLEASE ACCEPT MY RESIGNATION. I DON’T WANT TO BELONG TO ANY CLUB THAT WILL ACCEPT PEOPLE LIKE ME AS A MEMBER“ –via Wikiquote


Nichtfußballer*Innenschutz

3. Juli 2010

Aus der beliebten Reihe „Nazivergleiche zum Deutschlandspiel“:

Da Fußball die öffentliche Atomosphäre vergiftet – das Gesundheitsministerium warnt, Fußballschauen kann zu Verblödung führen -, wird ein Fußballverbot in allen Kneipen gefordert, Ausnahmeregelungen können für schallisolierte Hinterzimmer erteilt werden, sollten diese von außen abschließbar sein.

Nein, hier wird nicht (von allen) der Leitkultur neuer Selbstverständlichkeiten gefolgt, hier beeutet nicht jedes Spiel Ausnahmezustand, hier verstoßen Autokorsos gegen die StVO, hier ist Nationalismus1 etwas Hochproblematisches. Und wer guten Fußball mag, kann besseren von anderen Mannschaften oder der Frauenelf bekommen. Oder praktiziere diesen Kampfsport selbst.2

Dabei ist das eigentlich alles so unzeitgemäß, wenn wir der – seit der Seidenstraße zutreffende – Zeitdiagnose „Globalisierung“ folgen, müßten wir längst mit Konzernteams spielen; wobei viele Bundesligateams tatsächlich aus Werksmannschaften entstanden. Zeitgeister sind verdammt flüchtige und paradoxe Wesen.


1 Vgl. die anderen Artikel.

2 „Sport is like praying, eating, and the feeling of warmth and coolness. It is stupid for crowds to enter a restaurant just to look at a person or a group of persons eating.“ Muammar al-Gaddafi: The Green Book III; Tripoli 1975; S. 53. Wer nicht in ihrer Einflußsphäre leben muß kann einen gewissen ästhetischen Genuß aus exzentrischen Operettendiktatoren ziehen.