Musik: eine Definition

22. August 2011

Ich hab kurz drüber nachgedacht und  nach 4’33 min war ich mir nicht mehr sicher…

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Surfin‘ youtube: Sexist Pistols

27. Juni 2011

In No-Future Stimmung suche ich ein textlich halbwegs passendes Stück. Bei der Gelegenheit höre ich mir nochmal das Original (Kontext und Bebilderung) und finde in der Liste unter diesem Titel Brian May, leider nur mit der Nationalhymne.

Ich gerate ins Träumen, wie würde dieses Riff von Brian May klingen? Oder noch besser: Er schlägt das Sexpistols Stück auf dem Buckingham Palace an, vgl. Nationalhymnenverwechselung (noch eine leider abstruse Vorstellung: Ein* Bundespräsident*, d* bei „auferstanden aus Ruinen“ grinsend mitsingt, zumal beide melodien auf beide Texte passen). Oder das Beste: In der Reichstagskuppel Deutschland muß sterben. Das wird man wohl doch mal träumen dürfen!


Befindlichkeitspost

30. April 2011

Dieses Wetter hat eine viel zu hohe Gammaeinstellung. Nach dem Geekmotto „keep out of direct sunlight“ der Ohrwurm des Tages.


Indie Charts, Digger

13. Februar 2011

In Zusammenarbeit mit drkultur

Die Kulturellepraxis präsentiert in stylishem Indigo die exclusiven und besten – da unbekanntesten – Indie-Hits:

  1. Tocochemic – Du bist weg und mein Toastbrot gammelt
  2. Von Edeka – Die Welt ist so trostlos und ich geh zur Tankstelle Astra holen
  3. Dreirad – Taubtrüber Ginst am Musenhain
  4. Opa Erna – Krawehl am Arsch
  5. Handbremse – Weitergehen!
  6. Die Monde – Wenn ich nachts durch St.Paulis Regen gehe, fühle ich, es ist Zeit nach Berlin zu ziehen
  7. Die grünen Tomaten – Ihr versteht mich nicht und meine
  8. Egochemic – CocaCola auf Deutschlandflaggen reihern
  9. Nintendo Dissident Twens – [indizierter Titel]
  10. Fidelenergie – Pinguinrevolution

Schräge Weihnachtslieder

25. Dezember 2010

Seit Monaten kein kommerzielles Radio hörend dem Weihnachtsliedwahnsinn nahezu entgangen (doch und selbst auf fsk ist es nicht immer sicher). Dafür fange ich jetzt an, in meiner privaten Musikauswahl sakral zu werden. Auf den konstruktivistischen (wieviel läßt sich negieren ohne daß eine konkrete Kritik resultiert) Kommentar, Weihnachtslieder seien ja nur schön, weil so getragen – höre ich die Thälmann Kolonne. Obwohl (oder weil?) nichts mit Katholizismus zu tun habend läuft auch Blondie – Maria (Disclaimer1: das Musikvideo „not available in your country :/ Disclaimer2, sollte eine Maria dies Lesen: Hat jetzt nichts mit Dir zu tun). Nach einer Diskussion, wie unerträglich Familienheimfahrten bisweilen sind, muß ein Drogensong auf die Liste; wie die anderen Stücke auch nicht ganz passend, aber nett anzuhören: Chicago: 25 or 6 to 4. Naja, etwas Religiöses muß noch: Yuki Kajiura: Salva Nos (Noir Soundtrack). Zuguterletzt (um nicht auf 4 zu enden) was, die Ohren von dem ganzen Weihnachtskitsch dieser Tage zu reinigen: Nic Endo: White Heat.


Der Rave: Ein Nachruf

28. Juli 2010

Political Ambiguity, Explicit Sarcasm
Rave (vom Engl. to rave [reɪv] = rasen, toben, wüten) – geboren am 01.07.1989 in Berlin, gestorben am 24.07.2010 in Duisburg – war eine Tanzbewegung von Hornochsen, Partylöwen und Szenemäusen, wer sich nicht mitbewegte war ein Frosch.
Geboren wurde er im 20-Jahres-Rhythmus stattfindenden „Summer of Love“ (’49 liebte Adenauer, ’69 liebte die Linke, ’89 liebte die Rechte, ’09 wurde die Liebe zum unordentlichen Gefühl erklärt (wir, die Kulturelle Praxis, sind für die Abschaffung aller diesbezüglichen Sprachspiele und damit für die generelle Abschaffung der Liebe (der Sommer darf aber bleiben!!))).

Der Rave kam aus einem sehr musikalischen Haushalt, viele seiner Eltern brachten ihn schon von seiner Geburt an mit allerlei Eso-Krams in Verbindung und so glaubte auch er bis zu seinem Tod an eine bessere Welt durch sich selbst.

Besonders als Kinderstar der ’90er erfreute sich der Rave großer Popularität, tourte ununterbrochen weltweit sowohl auf großen Open-Air Veranstaltungen als auch in kleineren Clubs. Hierdurch schaffte er den Spagat der Mainstreamfähigkeit bei gleichzeitiger subkultureller Akzeptanz (indem er letzteren immernoch geschickt ein Distinktionspotenzial vorgaukelte). Diese Wandelbarkeit verdeutlichte sich auch in seinem Auftreten, er veröffentlichte seine Musik stets unter etlichen Pseudonymen, Stilen und bediente sich diverser (nicht immer unproblematischer) Szenecodes.

Volljährig (und auf Grund eines Krachs mit seinem Vater Dr. Motte – nicht verwand oder verschwägert mit Dr. House – im Jahr zuvor) zog der Rave 2007 von Berlin ins Ruhrgebiet. Er spielte mit dem Gedanken auszusteigen und Philosophie zu studieren, da er ohnehin zumeist chemisch aufgeputscht war, schaffte aber – bereits gesundheitlich schwer angeschlagen – den Absprung nicht. Trotzdem verstarb er vorgestern doch relativ plötzlich und unerwartet im Alter von nur 21 Jahren in Duisburg an einer Gefäßverengung.

RAVE IN PEACE (Spoke the raver: „Nevermore“)
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Berühmte Zitate: „Utz Utz Utz“


Personenkult #2

8. Juli 2010

Zur Melodie von: „Kämpft wie Lenin“

Schreiben wir so / daß sie Wirklichkeit werden (2x)
Spivaks Ideen im uns’rem Seminar (2x)

Schreiben wir so / daß die Unis auf Erden (2x)
Kritischer werden durch unseren Text (2x)

Lernen wie schreibend / gleich Foucault zu denken (2x)
Und so wie Foucault verstehen die Macht (2x)

Laßt uns die Schwarz-Lila Fahnen / die Lila Fahnen schwenken (2x)
Siegreich mit Butler in jeglicher Schlacht (2x)