Argumentationsfehler

14. August 2012

Argumentderivate die ich am liebsten nie wieder wahrnehmen möchte:

  • Bequemlichkeit sei wichtiger als moralischer Anspruch
  • Die Alternative sei doch viel zu kompliziert (gegen Gott, Staat und Patriarchat, außer es ist zu kompliziert )
    • Vgl. „Pragmatismus“, „Sachzwang“ und „Alternativlos“
  • Es sei doch so viel angenehmer
  • Selbst wenn das konsequent gemacht würde löse dies das Problem nicht
  • Aber die andere Person habe doch auch Inkonsequenzen (argumentum ad hominem, sogar ein klassischer Argumentationsfehler)
  • Das sei so üblich
  • Es könne zu Problemen mit dem Üblichen Führen

Geht es um Freie Software[1] oder geschlechtsneutrale Formulierungen? Ja.


[1] Für die fortgeschritten argumentierenden genauer/besser: Offene statt proprietäre Standards zu nutzen


Wörterbuch Teil #5

22. Juli 2011

Bedeutung, eigentliche := Mögen manche glauben, daß die Bedeutung eines Wortes dessen Verwendung sei (Wittgenstein) oder es sich ohnehin um ein System der Differenzen (Strukturalismus), welches unabschließbar ist (Derrida) handelt – es existieren noch Orte, an denen die eigentliche Bedeutungen gewußt wird

#fefeminismus, der := Es gibt viele Feminismusauffassungen unterschiedlichen Reflexions- und Polemikniveaus. Diese spezielle Konfiguration davon führt in – per definitionem frustriert-humorlosen – Fachkreisen regelmäßig zu Belustigung

Guttenbergen (Verb) := Copy-Pasten (ctrl+a & ctrl+c & ctrl+v)

lllt := Low Level Linguistic Turn (v.a. wenn oberflächlich auf der Ebene von Wörtern ansetzend ↑und/oder die des Textes außer Acht lassend)

Orks füttern := Zeit durch Diskussion mit lernunwilligen Halbgebildeten verschwenden

RTFFF:= Read teh fist-fucking Foucault

und/oder := vel

Windowslinke*r, der/die/* := Trotz gefühlslinker Gesinnung die eigene Bequemlichkeit der politischer Erwägung – bisweilen politisch begründet – vorziehen („Staatsmacht“, „Klassenfeind“, das alles ist längst nicht so kompliziert wie eine Shell)