Mittel der Philosophie

17. September 2016

Beiträge von Kai Denker

Womit philosophiert werden sollte (Achtung: der Einsatz von Kernwaffen gilt nicht als Dekonstruktion)

  • Attische Dikastes: Schierlingsbecher
  • Nietzsche: Hammer
  • Ockham: Rasierer
  • Francis Bacon
  • Descartes: Methodischer Zweifel
  • Marx: Gespenster
  • Derrida: Marx‘ Gespenster
  • Mao: „‚Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen“
  • Fichte: Hauslehrerjobs
  • Philippa Foot: Gedankenexperimente/Straßenbahnweiche
  • Frege: Formale Logik
  • Carnap: Nur Logik und Wahrnehmbares
  • Sheffer: Strich
  • Gettier: Gegenbeispiele/Smith & Jones
  • Foucault: Werkzeugkiste
  • Deleuze: Fingernägel
  • Camus: Gauloises
  • Husserl: Aschenbecher
  • Russell: Tabakpfeife
  • Labermas: Argumente
  • Haraway: Cyborgs, Hunde uvm.
  • Schopenhauer: Pudel
  • Leibnitz: Alberne Perücke
  • Kant: Sein Ding an sich
  • Wittgenstein: Schürhaken

Haushaltssicherheit

18. Juni 2016

Idee: Prokopius

Haushaltsunfälle häufen sich in Deutschland. Mit ca. 90001 Toten durch Haushaltsunfälle im Jahr 2014 ist die Gefahr deutlich höher als jene durch Verkehrsunfälle (ca. 35001) einzuschätzen. Doch während im Straßenverkehr zahlreiche Regulierungen und Kontrollen für unsere Sicherheit sorgen, ist der Bereich des Haushalts nach wie vor unterreguliert; und das trotz Fortschritten wie flächendeckende Rauchmelder, sowie deren Umbenennung in Brandmelder.

Hier will jetzt die Bundesregierung eingreifen. In enger Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern entsteht gerade ein neues Gesetz zur Optimierung der Treppensichierheit, das an die überragenden Erfolge der #dankhelm Kampagne2, 3 des Verkehrsministeriums anknüpfen soll. Künftig müssen in jedem mehreren Mietparteien zugänglichen Treppenhaus Sturzhelme ausliegen. Diese werden dann halbjährlich vom Schornsteinfeger kostenpflichtig überprüft. Sollte das Angebot ausliegender Helme nicht auf Basis freiwilliger Selbstverpflichtungen durch die Mieter*innen hinreichend genutzt werden, wird eine Kameraüberwachung der Treppenhäuser erwogen, auch um der Gefahr entgegenzuwirken, Einbrecher*innen könnten aus der Position eines Helms folgern, wer gerade nicht daheim ist.


Flugzeugträger Verschwörung

26. November 2015

Fast hätten uns die Illaminaten die Sicht versiegelt, aber die Kulturellepraxis deckt auf:

News Executive meldet:1 Schlandland schicke einen Flugzeugträger, Frankreich gegen den IS/Daesh zu unterstützen. Nun gehen viele davon aus, es handele sich um eine Falschmeldung und es seien dänische oder schweizer Flugzeugträger gemeint.

Die erschreckende Wahrheit hingegen könnte auch folgende sein: Die angeblichen Beschaffungsprobleme bei der Bundeswehr waren lediglich ein Manöver, Geld für die Graf-Zeppelin-II unauffällig beiseite zu schaffen. Heimathafen ist der JadeWeserPort oder warum sollte sonst ein so großer Tiefwasserhafen ohne nennenswerte Auslastung gebaut werden? Es kommt schließlich niemand dort vorbei, d* diese Behauptung widerlegen könnte …


1. Es zeugt von Stil, diesen Tweet stehenzulassen. Für alle Fälle trotzdem ein Screenshot flugzeugtraeger


Neues im DFB-Skandal

17. November 2015

Die Welt titelt:
NATIONALMANNSCHAFT Löw und Co. werden mit Maschinenpistolen bewacht

Die Kulturellepraxis ruft diesen Bewacher*innen zu:

Fight the game, not the player!


Extremismustheorie und die „Mitte der Gesellschaft“

17. August 2015

„Chef, da sind zwei Wischer, nehme ich für die Toiletten den linken Mob den re…ähhh, die besorgten Bürger?“


Neues aus der Kulturellen Praxis

11. August 2015

Political Ambiguity, Explicit Sarcasm
– Hallo und herzlich Willkommen in der kulturellen Praxis. Was führt Sie in unsere Berufsorientierung?
– Ich möchte Terrorist werden
– Was bringen Sie an Qualifikationen mit?
– War 1½ Jahre ohne festen Wohnsitz, d.h., ich habe viel Erfahrung mit mobilem Lebenswandel. Außerdem schreibe ich gerne ideologisch, habe ja auch Geisteswissenschaften studiert. Durch Jahre politischen Engagements habe ich genug Haß auf die Welt und wer möchte in der jetzigen gesellschaftlichen Situation nicht gerne was in die Luft jagen?
– [Blättert in den Bewerbungsunterlagen] Fürchte, für die gängigen Bekennerschreiben ist Ihr Stil dann leider doch zu gut, selbst an Ihrer Rechtschreibung müßten Sie noch weiter verschlechternd arbeiten. Meinen Sie, in eine Terrorzelle …
– … ich würde es lieber „autopoietisches Terrorsystem“ nennen und sehe den Biologismus in dieser Metapher grundsätzlich kritisch
– Das sind gute Voraussetzungen, dominantes Redeverhalten und Sie lassen sich in Ihren Überzeugungen nicht von Common-Sense beeinflussen. Was ich fragen wollte, meinen Sie, in eine terroristische Gruppierung zu passen?
. Ja, ich bin begeisterungsfähig und möchte gerne in einem engen Team arbeiten
– Ja, Autopropaganda ist das Wichtigste an der Sache, ich schau‘ mal was wir da so haben [holt Werbebroschüre aus dem Regal]. Besonders beliebt bei Leuten ohne spezielle Sachkenntnisse zu Terrorismus sind Stellen im Bereich Islamismus, Sie müßten allerdings dafür ersteinmal ein Auslandspraktikum absolvieren
– Ach nee, der Bart kratzt mir zusehr und für organisierte Religion bin ich ohnehin zu zynisch
– Zynisch, zynisch [kramt im Zettelkasten] – ja, das sieht gut aus, es gibt noch staatlich finanzierte Stellen
– Tschuldigung, aber ist da mein politisches Engagement nicht ein Hindernis
– [Schaut sich Lebenslauf noch einmal genauer an] Achso „ANTIfaschistische Aktivitäten“. Würde ich an Ihrer Stelle dennoch versuchen, Extremismustheoretiker*innen verwechseln manchmal links und rechts oder vielleicht bekommen Sie sogar eine Umschulung an der Horst-Mahler-Akademie; Querfront ist gerade der Wachstumsmarkt. Rassistische Morde schaden auf jeden Fall Ihrem gesellschaftlichen Ansehen nicht, vielleicht erreichen Sie sogar eine Verbeamtung. Großer Trend aus den USA, wird gerne vergessen, daß es das auch bei uns gibt: Rassistische Morde durch Polizist*innen, fällt letztlich auch unter einige Terror(ismus)definitionen
– Weiß nicht, Rassismus ist nicht so mein Ding …
– Das ist schlecht. Wenigstens ein wenig Antisemitismus?
– Sry, Antideutsche Verbindungen …
– Wie wollen Sie erfolgreicher Terrorist und Antisemitismus werden?!? Kennen Sie auch nur eine* wirklich erfolgreichen Terrorist*in der letzten 30 Jahre ohne ausgeprägte antisemitische Überzeugungen? Nein, nein, so ein wenig Radikalismus reicht da bei Weitem nicht. Der Verfassungsschutz kann auch nicht jeden Unsinn tolerieren und überhaupt, wenn Sie von irgendwie revolutionärem Kampf träumen, müssen Sie doch die Massen mobilisieren wollen, wie soll das Ohne Rassismus/Antisemitismus gehen? Und ich kann Sie ja noch nochnichteinmal an subrevolutionäre Projekte der Ökosparte, wie Tierbefreiung vermitteln, nachher verteidigen Sie noch das Schächten! Wie will so jemand Terrorist werden?
– Aber ich hasse die Menschheit und möchte Leuten schaden!
– Warum sagen Sie das nicht gleich, in der Unternehmensberatung ist linkes Knowhow immer gerne gesehen!
– Danke, Dr. Schmid!


Einigung der EU zur Verteilung von Geflüchteten

10. August 2015

Abstauberartikel oder Postillon-Fanfiction

Wie die DPO kurz nach Redaktionsschluß des Postillons meldete kam es zu einem Durchbruch in den langwierigen und bislang erfolglosen Verhandlungen der EU-Innenminister*innen für eine „gerechtere“ Verteilung, welches EU-Land wieviele Geflüchtete künftig aufnehmen wird. Die künftigen Quoten orientieren sich nach am Verursacher*innenprinzip, die Eigenverantwortung der Staaten steigernd wird Profit an Fluchtursachen ausschlaggebend für Aufnahme.

Metageschwurbel