Urheberrecht

30. September 2012

Unabhängig von der wirklich höchst merkwürdigen Auffassung der Einheit eines Werkes, baut das Urheberrecht auf die folgende Säule auf:
Es herrscht das „Schöpferprinzip“ (§7UrhG): Urheber*In des Werkes kann nur die Schöpfer*In des Werkes sein. Das heißt, als Schöpfer*Innen kommen nur natürliche Personen in Frage, Computer, Tiere, juristische Personen etc. nicht.

Wir erkennen den impliziten Idealismus dieses Gesetzes: Die Idee kommt vor ihrer materiellen Verwirklichung (algorithmisch-computergenerierte Musik oder eine Katze, die über eine Klaviatur läuft, hat keine Idee). Seltsamerweise basieren wiederum musikwissenschaftliche Gutachten (nach Kriterien d. Werkanalyse), die Grundlage für gerichtliche Urteile zum Urheberrecht darstellen, auf einem impliziten Positivismus.

Wir resümieren: Hier stellt der Kapitalismus den Hegel vom Kopf auf die Füße!