#Newstweet

19. November 2013

+++++ Super 8: Horror für Fahrradfahrer*innen auf Schmalfilm +++++


Kulturellepraxis live: Masken

20. Februar 2013

„Lieber eine Stormtrooper-, als eine Guy-Fawkes-Maske, dann hält eine* niepserd für eine* Antiimp“


Riots in Hollywood

31. Oktober 2012

+++Eilmeldung+++

Riots in Hollywood wegen „Innocence of Muslims“. Aufgebrachte Cineast*innen, engagierte Independent Regisseur*innen und ehrgeizige Drehbuchautor*innen lassen ihrer Wut freien Lauf, wiesehr dieser Film alle Ideale guten Kinos, gar ihren auf gute Filme ausgerichteten Lebensstil beleidigt.


Leak: Schwarz-Rot-Gold Productions

3. Oktober 2012

Gastbeitrag von Balduin

Nun sind die Planungen für den letzten, unvollendeten Eichinger-Film geleakt. Stellen wir uns ein verrauchtes Hinterzimmer vor:

Eichinger: Ich suche nach einer Idee für einen neuen Film
Bruno Ganz: Wie wäre es mit einem Nazi. Und Kommunisten. Genau: Ein Nazi der sich in einen Kommunisten verliebt.
E: Ein Schwulendrama im Dritten Reich?
Til Schweiger: Ja genau!
Praktikant: Ich habe Adorno gelesen, Schwule Nazis finde ich extrem stimmig
Stefan Aust: Naja, wenn das historisch stimmig sein soll, müssen wir noch Herrn Knopp für das Drehbuch gewinnen. Und Anne Will (oder wie die gerade heißt), kann dann den Film bewerben, als Zuständige für deutsche Aufarbeitung.
Eichinger: Aber wasnützt der beste Film, wenn in ihm keine junge, blonde Nachwuchs-Darstellerin auftaucht, die ICH entdeckt habe?


Equi-Feminismus

16. August 2012

Es existiert eine neuer feministischer Trend, der Equi-Feminismus. Devise dieses Feminismusverständnis lautet:

Ex equo pugnare

Was sie angenehm von den Equity-Feminist*innen unterscheidet, welche nur von selbigem erzählen. Allerdings ist der Anteil an männlich identitifizierten Anhänger*innen bedenklich hoch. Auch ein beliebter, aber zu vermeidender Fehler sind Verwechselungen mit dem Eques-Feminismus (dessen Anhänger*innen als Equitates bezeichnet werden).

Ziel des Equi-Feminismus ist, feministische Konzepte von jener Art her (genauer: Der Unterart Equus ferus caballus) zu denken. Der antiobjektivistische Aspekt einer solchen Vorgehensweise lehnt sich an die Standpunkttheorie von Haraways „Situated Knowledges“ an und wird vereinfachend durch den einschränkenden Zusatz „my“ verdeutlicht. Auch wurde die begrenzte Reichweite anthropozentrischer Aussagen bewußt mitgedacht und deshalb als weitere Einschränkung i.d.R. ein zusätzliches „little“ hinzugefügt.

Vertreter*innen dieser Richtung betonen in Tradition der Queer Theory eine Vielfalt und Vervielfältigung von Femininitätskonstruktionen. Eine Vordenkerin faßt die Grundkonzepte folgendermaßen zusammen [Quelle: Internet]:

  • There are lots of different ways to be a girl. You can be sweet and shy, or bold and physical. You can be silly and friendly, or reserved and studious. You can be strong and hard working, or artistic and beautiful. This show is wonderfully free of “token girl” syndrome, so there is no pressure to shove all the ideals of what we want our daughters to be into one package. There is a diversity of personalities, ambitions, talents, strengths and even flaws in our characters–it’s not an army of cookie-cutter nice-girls or cookie-cutter beauty queens like you see in most shows for girls.
  • Find out what makes you you. Follow your passions and ambitions [die Anlehnung an den existenzialistischen Feminismus Simone deBeauvoirs ist hier eindeutig zu erkennen, Anm. d. Red.], not what others expect of you. For instance, if you like sports don’t let someone’s suggestion that that is unfeminine stop you from doing what you love. Be considerate of others’ feelings, but not at the expense of your own goals and dreams.
  • You can be friends with people who are vastly different from you. And even though all friendships have their share of disagreements and moments when you don’t get along, that does not mean that your friendship has to end.

Hierdurch wurde das Konzept der Solidarität radikalisiert, mit dem Ergebnis, daß Freundschaft magisch sei.


Kulturellepraxis live

3. Mai 2012

Mit Bulduin

„Der Mittler zwischen Hirn und Hand ist das Herz“ – „Und Schriftsteller sind Ingeneuere der Seele“


Gaucks einsame Entscheidung

15. April 2012

Political Ambiguity, Explicit Sarcasm

Das Treitschke-Institut präsentiert
Gefördert vom Carrer Center der Bundeswehr
Einen Film von Schwarz-Rot-Gold Productions

Gaucks einsame Entscheidung

Wer träumt nicht bisweilen davon, die Geschichte zu redigieren? Wer will nicht bisweilen vergangene Niederlagen mit künftiger Stärke auslöschen. „The Final Countdown“ war Balsam auf die US-Amerikanische Volksseele nach Durchsickern von Kriegsverbrechen und v.a. der Niederlage im Vietnam-Krieg: Im zweiten Weltkrieg waren es doch noch so einfach und klar.

An diese Gefühlslage wollen wir anknüpfen. Unsere Geschichte beginnt in der Lüneburger Heide. Das kampfstärkste Truppenverband in der Geschichte der Bundeswehr zieht unter den Augen des Bundespräsidenten ins Manöver. Doch die Gruppe inkl. Beobachter gerät in einen Zeitstrudel und landet im Zweiten Weltkrieg.

In atemberaubender Spannung berät der Präsident mit dem Führungsstaab. Die Offiziere meinen, als deutsche Soldat*n müßten sie für Deutschland kämpfen, doch dann hält Gauck – gespielt von Bruno Ganz – eine moralische Rede vor wehender Deutschlandfahne (welcher auch immer), daß sie für ein anderes Deutschland einstehen müßten. Ein Deutschland, das nützliche Ausländer akzeptiert, ein Deutschland, das aus den Niederlagen gelernt hat: Nie wieder Krieg ohne hinreichend verbündete. Ein Deutschland, das dieses mal moralisch wirklich überlegen ist, weil es sich wie kein anderes Land an diese Vergangenheit erinnere.

Tatsächlich hat einer der Offiziere Militärgeschichte studiert und so ist es dem Trupp ein Leichtes, in hochgradig heldenhaften Handstreichmanövern die Wehrmacht (human, im Abspann wird nocheinmal darauf hingewiesen, daß der Film den Verfassungsschutz-Richtlinien entsprach und keine Nazis zu Schaden kamen) außer Gefecht zu setzen.

Dann droht neues Unheil, Bomber fliegen gen Dresden! Und so bohrt die Bundeswehr eiligst Brunnen, diese Stadt zu löschen.

Doch da begreift Gauck, der aus dem Osten anrückende Kommunismus ist ja viel totalitärer als der Nationalsozialismus! In nächtelangen Verhandlungen schafft er es, die Altnazis zur Mitarbeit zu bewegen, sie bekommen Informantengehälter. Am Bündnis beteiligen sich auch die Großbanken – die Übergabe des symbolischen Schecks erfolgt mit den Worten „Ihr hättet das Gleiche für uns getan und könnt es uns in 70 Jahren zurückgeben, wir nehmen auch gerne Griechenland“. Unsere Helden, die unsichtbare Hand des Marktes jetzt auf ihrer Seite, ziehen siegessicher zur letzten Schlacht. Es folgt eine Widmung an all die Helden, welche gegen Extremistische Ideen kämpfen.

Am Ende erläutert Knopp die „historischen“ Hintergründe: Durch diese Nazis wurde auch die historische junge Bundesrepublik zu dem was sie war – laut Merkel einer funktionierenden Demokratie -, bis die stasi-gesteuerte 68er Revolte das Idyll und dabei auch die Familie zerstörte.

Am Ausgang des Kinos stehen Rekrutierungsstände der Bundeswehr zur Verfügung, wer sich vorher mustern läßt bekommt ermäßigten Eintritt.