#cutenessrevolution anderswo

13. Juni 2019

In der Taz ist jüngst ein Artikel zu Plüschtieren erschienen mit dem richtigen und wichtigen Sätzen: „Ich glaube, in Wahrheit ist die Kuscheltierfraktion groß. Wir sind viele.“ —Christina Spitzmüller: Ein weicher Freund, der schweigt.

Interessant ist, daß diese „viele“ keine Masse oder Organisation ist, sondern ein Gefüge. Die #cutenessrevolution besteht aus vielen Leuten die außer dem gemeinsamen Interesse relativ wenig gemein haben. Es geht nicht darum ein großes Ganzes anzustreben, sondern flauschige Verbindungen zu entdecken und schaffen. Finanziert uns jemand eine Konferenzenreihe oder ein Institut (wir haben schon Vorschläge für mögliche Standorte) dazu *prettypleasewithcherryontop*?

Ihr seht: Wer abgefahrene und unapologetische Plüschtiertheorie will ist hier in der Kulturellenpraxis richtig – Plüschtiere an die Macht!

Werbeanzeigen

Save the Date! Plüschtiertstudies live in Hamburg

8. April 2019

Plüschtierstudies – Zu postmodernen Subjekten und ihren Erweiterungen
Im Rahmen der Vorlesungsreihe der Ag Queer Studies: Jenseits der Geschlechtergrenzen
Mittwoch 29.05.2019, 19ct, Hamburg, Von-Melle-Park 5 („WiWi Bunker“) 0079

Für diesen Anlaß hat sich Pizzafahrer Olaf Wachenhausen bereiterklärt die Kulturellepraxis zu repräsentieren, die Chefredakteur*innen werden aber anwesend sein

Abstract
Wie bei Haraways Cyborg scheinen auch bei Plüschtieren gewohnte Dichotomien nicht ganz zu passen, so beispielsweise die den meisten essenzialistischen Ansätzen zu grundeliegende von Subjekt und Objekt: Wir können unsere kuscheligen Begleiter*innen fürs Leben nicht guten Gewissens nur als Objekte bezeichnen, wissen aber, dass sie nicht unabhängig von unserer Subjektivität sind. Wir bilden sozusagen ihr „Wirtsbewusstsein“, wie es der Pionier der Plüschtierpsychoanalyse, Dr. Wood, so treffend formuliert.

Doch leider behandelt die bisherige Forschung Plüschtiere ansonsten fast ausschließlich im Zusammenhang mit Kindern und erklärt das Phänomen der Niedlichkeit meist biologistisch weg („Kindchenschema“). Somit können die transdisziplinären Plüschtier-Studies zunächst lediglich Schneisen in dieses neue Forschungsfeld schlagen, hoffend, am Rande Erkenntnisse über Subjekttheorie, radikale Selfcare und möglicherweise sogar Gemeinschaftlichkeitsutopien zu finden.

Plüschtiere werden gebeten, zu ihrem Vortrag ihre großen Trampler („Menschen“ u.ä.) mitzubringen.


Wenn Wissenschaftler*innen über ihr Fach schreiben

20. März 2019

Kritik der Struktur „die denken das Falsche“ greift meist zu kurz; wenn überhaupt wohin. Sie ist zwar ein Standardzug im Konkurrenzkampf, aber damit alleine bleibt dieser schon ausgeblendet. Konkret hieße das, eine Kritik an Fehlentwicklungen in einem Fach – vielleicht erweiterbar auf linkspolitische Theoriepraxisdiskurse – sollte besser strukturelle/institutionelle berücksichtigen. Wir könnten das an den alten „Materialismus“:“Idealismus“ Gegensatz des 19. Jahrhunderts versuchen anzuknüpfen; müssen wir aber nicht.

Aus Sicht motvierter Geisteswissenschaftler*innen bedeutet Wissenschaft zunächst – sozusagen „den Acker pflügen“ – den Forschungsstand durchzugehen. Wenn sich die Arbeit darin erschöpfte hätten wir den Spott der Naturwissenschaftler*innen sogar verdient, aber Wissenschaft ist ein gemeinschaftliches Unterfangen, da macht es Sinn sich erstmal einen Überblick über den Wissensstand der Gemeinschaft zu verschaffen. Wenn wir dann noch aufhören zu unterschätzen wie veränderlich, kontrovers- poststruk formuliert: „brüchig“ – dieses Wissen sein kann und das ohne daß es sich mit Sortieren in „wahr“ und „unwahr“ so einfach lösen ließe – auch wenn es wieder der einfachste Zug im Theoriewettkampf ist alles was der eigenen Theorie/Hypothese entgegensteht als „falsch“ oder „irrelevant“ bei Seite zu räumen, Papier ist geduldig – können wir das Gerede vom „Cargo Kult“ bei Seite packen und mit der Vorbereitungsarbeit beginnen.

Was uns zum nächsten Problemkomplex bringt: Dem Verhältnis von Fach- und Populärwissenschaft zu Interdisziplinarität. Wir können öfters beobachten daß wenn Wissenschaftler*innen über Fragen die in ihr Fach fallen sprechen keinen Unterschied zu machen scheinen wenn sie über den Bereich ihrer speziellen Kompetenz hinausgehen, oftmals merken sie das gar nicht bewußt. Psychologisch interessant ist dabei wie sehr anscheinend die Anrufung als Expert*in, das Wahrgenommenwerden als kompetent auch die Selbstwahrnehmung beeinflußt. Das ist nicht nur eine Fehlerquelle, diese ließe sich noch durch gründlicheres und breiteres Einlesen abstellen, gerade Enzyklopädien erweisen sich als erstaunlich hilfreich die Randbereiche des eigenen Wissens abzurunden. Das Problem hängt darüber hinaus damit zusammen daß andere Arbeitsbereiche und erst recht Fächer andere Formen von Arbeitsweisen, Kontextwissens, Denkstil haben. Und soetwas wie „Alltagsverstand“ sollte keineswegs mit Abwesenheit von Denkstilen verwechselt werden, nur weil es einen Pool von Wissen und Denkweisen bietet die über die Fachgrenzen hinausgehen; es handelt sich um eine Denkweise, die meist einfachere, aber dafür deutlich fehleranfälligere Methoden nutzt – gerade davon wegzukommen gibt es ja Wissenschaft.

Polemisches Beispiel: Wenn Naturwissenschaftler*innen über „die Geschichte“ schreiben wissen studierte Historiker*innen schnell daß diese keinen „Stallgeruch“ haben, selbst wenn keine groben sachlichen Schnitzer vorkommen. Was eher unwahrscheinlich ist, gerade im Bereich Wissenschaftsgeschichte gibt es das Phänomen der Lehrbuchmythen. Es gehört zur fachlichen Kompetenz abschätzen zu können wo und wie weit einem Hand- oder Lehrbuch zu trauen ist, aber bei den „Geschichte des“ Teils überschätzen gerade Naturwissenschaftler*innen diese oftmals. Hinzu kommt, daß historische Umbrüche gerne zu einer Fortschrittsgeschichte umgeschrieben werden, T.S.Kuhn läßt grüßen. Wenn dann auch noch mit dem „Cargo Kult“ Argument etwas für richtig gehaltenes wiederholt wird ohne feinsäuberlich transparent zu machen woher welche Aussage genau stammt, können sich Desinformationen gut verbreiten. Oder praxisnäher: Eine falsche Aussage über die Geschichte des eigenen Faches kann nicht mit Messdaten kollidieren, etwas historisch zu widerlegen funktioniert überhaupt vollkommen anders als etwas physikalisch zu widerlegen. Damit entsteht der Eindruck als wären beispielsweise historische Aussagen nicht im selben Sinne wahrheitsfähig wie beispielsweise physikalische; einige nehmen dies als selbst erfüllende Lizenz zur Dummschwätzerei.

Doch funktioniert ja Wissenschaft nicht vollkommen unabhängig von denen die sie betreiben. D.h. ein Beweis oder eine Widerlegung sollte zwar gemäß ihrer fachlichen Relevanz und methodischen Korrektheit Wirkung entfalten (blenden wir mal aus wie uneindeutig diese Kriterien bei näherer Betrachtung sein können), sie entfalten aber nur ihre Wirkung wenn sie wahrgenommen werden und genug der richtigen Leute sie akzeptieren. D.h. Beweis und Widerlegung ist immer auch etwas Soziales im Wissenschaftsbetrieb, was nicht gegen das Ideal – als regulierendes Ideal – spricht, daß nur sachliche und fachliche Kriterien relevant sein sollten.

Dies bringt uns wieder in die Nähe der Anfangsthese und läßt sie uns als – Präsupposition einer – Frage reformulieren: Wie sieht das Verhältnis von inneren und äußeren Faktoren bei der wissenschaftlichen Wissenschaftsproduktion aus? Dies ist eine schwierige und viel diskutierte Frage die sich hier nicht so schnell lösen läßt, dennoch eine steile These dazu: Je mehr wir die äußeren Faktoren anerkennen, desto mehr können wir innere als Leitideal fordern. Doch die Inneren sollten ja nicht Erfindung – also Science-Fiction, sry für das Wortspiel – sein, sondern schon im Zusammenhang mit dem was Wissenschaft macht stehen.

Auch das Problem können wir hier nicht lösen, es bringt uns aber auf den letzten Problemkomplex: Das Verhältnis von Wissenschaft und Wissenschaftstheorie. Daß verstehen und anwenden nicht das selbe sind und sich die Wertigkeit immer wieder umkehren läßt ist Gegenstand zahlloser Physiker-, Ingeneur- und Mathematiker*innenwitze. Wieso sollten also Fachwissenschaftler*innen auf der Metaebene ihrer Tätigkeit – gemeint ist Wissenschaftstheorie, nicht Metaphysik, nochmals sry fürs Wortspiel – sonderlich kompetent sein, selbst Methodologie ist etwas Anderes als Methodik, d.h. hat ihre eigene Methodik. Also ist dies wieder so ein Bereich in denen viele Fachwissenschaftler*innen wenn sie Populärwissenschaft oder Wissenschaftskommunikation betreiben nicht merken wenn sie über die Grenzen ihrer Fähigkeiten hinaus gehen. Zu merken ist dies häufig leicht durch das Literaturverzeichnis. Gesetzt den Fall daß Fragen über Wissenschaft und nicht nur aus der Wissenschaft berücksichtigt werden, stehen Philosoph*innen dort nur als bildungsbürgerliche Referenz oder wurde der Forschungsstand durchgeackert, so daß dort die Leute stehen die einschlägige Sachen zu den Themen des Buches von sich gegeben haben? Wenn beispielsweise diskutiert wird welchen Einfluß Schönheit/Eleganz auf Theoriebildung haben sollte wäre zu erwarten ein paar Konventionalist*n im Literaturverzeichnis zu finden.

Umgekehrt gilt ein ähnlicher – aber entgegengesetzter – Einwand für Wissenschaftstheoretiker*innen, die versuchen ihre Tätigkeit auf ihren Kompetenzbereich – idr. einen auch sehr kleinen Bereich der Philosophie – ein zugrenzen, sie reden auch oftmals Blech, aber gerade dadurch nicht in anderen Bereichen dilettieren zu wollen, es geht ja wie erwähnt um Philosophy of Science, nicht Philosophy of Science Fiction (in your face, Sir Karl). D.h. Wissenschaftstheorie muß sich auch mit mindestens einer betrachteten Fachwissenschaft und mit Wissenschaftsgeschichte auseinandersetzen.

Auch hier können wir nur ersteinmal das Problem auf-, aber leider nicht zumachen. Eine sehr alte Antwort – hantologisch in philosophischen Abfällen containernd – wäre die Vorstellung daß Philosophie im Dialog stattfinde. Diese Vorstellung ist zwar sowohl durch die Art vieler Leute – gerade Philosoph*innen und solcher die es gerne wären – Dialoge zu führen diskreditiert; auch durchregeln bringt hier wenig, formale Systeme lassen sich hacken. Aber manchmal funktioniert es trotzdem. Auch Interdisziplinarität wäre hierbei ein Stichwort das oft fällt, doch selten ernst genug genommen wird und häufig in der Praxis scheitert – und es ist anzunehmen daß auch hier nicht nur charakterschwächen der beteiligten sondern Strukturen des Wissenschaftsbetriebs hinter stecken. Gute Vorschläge bitte in die Kommentare. Eine FSK-Sendereihe beantwortet diese Fragen Friedell-nahe mit dem schillernden Begriff „Dilettant*n“. Nicht zuletzt meint dies die ältere Bedeutung, nämlich Freude daran zu haben, es aber nicht beruflich zu machen, auch gerade das hier angerissene, sich auch an Themen außerhalb der fachlichem Komfortzone zu trauen, aber eben im Bewußtsein genau dies zu tun und dabei keine vorschnellen Antworten, sondern lieber kontroverse Fragen zu suchen und v.a. Neugierde als wissenschaftliche Tugend anzusehen; was für Wissenschaftsjournalismus i.w.S. und Essaysimus funktionieren mag, für Wissenschaft selbst jedoch kein vollständiges Patentrezept ist.

Truth – It’s complicated.


Flachzangen, immer wieder

26. Januar 2019

Mal wieder auf eine Materialsammlung von „Kritik“ an Queerfeminismus und allem was locker damit assoziiert wird gestoßen; will das nicht verlinken, will nicht in der tiefe analysieren – schon gar nicht für umme -, also beteilige ich mich einfach mal an dem Quatsch und rante inhaltsleer drauflos.

Letztlich wird mit Mitteln von Verschwörungstheorien gearbeitet, Gerüchte, Falschaussagen, Gewohnheitsaussagen und -deutungsmuster, Othering zwecks Selbstverständnisfestigung. Ohne jetzt abstreiten zu können oder wollen daß viel – gerade auf Anwendungs- & Populärebene – im Argen liegt macht soetwas sinnvolle Kritik noch schwerer. Um bessere Theoriebildung kann es also schoneinmal nicht gehen.

Wie konnte es so weit kommen, daß akademische und bewegungsinterne Konkurrenz auf diesem Niveau angegriffen wird? Und anscheinend geht das nicht auf „die Postmoderne“ zurück, da es ja ihre Gegner*innen offensichtlich noch stärker betrifft und die Angegriffenen kaum noch tote französische Menners mit ihren schwer lesbaren Büchern in den Mittelpunkt stellen. Also: Don’t kill the messenger!

Nehmen wir mal die Forderungen nach „Materialismus“ ernster, denn so können wir ausschließen, daß es sich einfach um Versagen einzelner handelt oder daß das zu bekämpfende Problem irgendwelche falschen Theorien bzw. Meinungen sind. Also mit solch einer Form von Kritik überhaupt irgendetwas auszurichten ist. Ohne uns allzu lange beim Beobachter*innenproblem aufzuhalten, „Materialismus“ heißt auch daß Konzept und Ding nicht das selbe sind. Wenn also behauptet wird durch eine „materialistische“ Position im Namen der Dinge sprechen zu können, haben wir es lediglich mit Material für die Rundablage zu tun.

Nehmen wir mal an Wasser fließe immer von oben nach unten. Das schließt nicht aus gegen den Strom zu schwimmen, macht das aber schwer und v.a. längerfristig aussichtslos. Tote Fische schwimmen nicht nur mit dem Strom, sondern auch oben. Also statt stolz Recht zu haben wäre zu fragen warum so viel Müll wahrheitsfähig ist, d.h. wieso keine Überprüfungsmechanismen greifen, die solche Verschwörungstheorien – und bei der Gelegenheit auch gleich dumme Queer-Verflachungen auf der anderen Seite – eingrenzen.

Woran liegt das? Ich weiß es auch nicht. Aber bedenken wir daß ein fluffig-metaphysisches Konzept von Wahrheit nie hinreichend für Theoriebildungen war, müßten wir uns die Strukturen der Wahrheitsproduktionsmaschinerie anschauen. Also z.B. die „~krisen~“gebeutelten Printmedien und die reformgeplagten Universitäten. Kurzgeasagt: die „materiellen“ ressourcen sind in beiden Kontexten knapper geworden. Die Universitäten boten vor einiger Zeit noch gewaltige Freiheiten – warum auch nicht, das ist deutlich billiger als uns zu hospitalisieren -, es wird die „Linksintellektuellen“ Nische übervölkert haben. Mittlerweile haben die Universtitäten einen Haufen von Veränderungen hinter sich, die gerne mit dem Wort „Bologna“ abgekürzt werden. Klar wird sich das auf die Theoriebildung ausgewirkt haben.

Ich habe keine Antwort und keinen optimistischen Spin für Euch, sondern schreibe nur Nullnummern im 31. Stock. Schreibt doch einfach ein eigenen Ende und laßt es vielleicht hier in den Kommentaren.


Plenumsphobie

21. Dezember 2018

Dieses Stück ist mitten aus dem Leben gegriffen, beeindruckend vollständig und gut umgesetzt. Kurzgesagt: Hit too close to home.

Wir könnten es bei dem Seufzer der bedrängten Angestellten belassen und aus dem Kontetext Meme wie „Meetnapping“ oder „I survived another meeting that should have been an email“ importieren. Doch unterschätzen wir nicht das Problem.

Zunächst einmal geht es um Koordinationsarbeit und gemeinsame Entscheidungsfindung. Im Berufsleben und in politischen Zusammenhängen wo die Entscheidungsstrukturen idR. hierarchisch getroffen werden ist der Aspekt von Meetings also nur zeitverschwendende Demokratiesimulation. Nur können wir selbst schon in einem so einfachen Setting wie sozialpsychologischen Kleingruppenexperimenten nachweisen, daß je komplexer die Aufgaben werden, desto mehr geht der anfängliche Vorteile von zentralisierten Strukturen verloren. Damit ist festzuhalten: Wenn einzelne Personen oder Untergruppen ein Plenum dominieren deutet das darauf hin daß wir die dort verbrachte Lebenszeit lieber mit bezahlter Arbeit verbracht hätten. An dieser Stelle seien Zweifel angemeldet ob sich soetwas durch formale Regelungen angehen läßt, komplexe formale Systeme lassen sich immer hacken.

Das bringt uns schon zum nächsten Problem: Die naheliegende Lösung für Probleme mit dem Miteinander auf Plena wären Regeln einzuführen. Neben allgemeinem Zweifel an formalen Systemen, durch diese Regeln wird das ganze häufig noch anstrengender, sperriger, komplizierter. Nicht daß es im Einzelfall nicht helfen kann und allgemeiner in erwünschtem Verhalten resultieren kann, wie eine gute Lösung klingt das nicht, eher nach Flickschusterei.

Plena grundsätzlich abzulehnen wirft nicht nur die Frage auf wie wir dann gemeinsame Entscheidungen und Koordinationen hinbekommen sollen – und es ist eine ernstgemeinte Frage, keine rhetorische, wir wollen hier schließlich nicht Mittel und Zweck gleichsetzen. Das bringt uns zum entscheidenden Punkt: Linke Plena haben irgendwie meist das Ziel einer besseren Gesellschaft – wie klein oder groß diese Verbesserung auch aussehen mag, wie indirekt das konkrete Plenum auch damit zusammenhängt. Wenn jetzt aber die „Sachzwänge“ der politischen Arbeit dafür sorgen daß wir uns regelmäßig gegenseitig quälen – denn wer Plena mag ist Teil des Problems und sollte keine Besuchen dürfen – scheint es mit der Utopie eines besseren Miteinanders nicht so weit her zu sein; und nein, das Ziel zu erreichen in ferne Zukunft, die alles vorherige rechtfertigt zu verlegen ist keine Lösung.

Fazit: Wir hätten längst eine bessere Gesellschaft wenn es nicht so furchtbar wäre sich zu organisieren. Wenn eine andere Gesellschaft möglich ist, müßte ein anderes unmittelbares Miteinander auch bei politischer Koordinations- und Entscheidungsarbeit zumindest in Ansätzen erkennbar sein können.

Ich habe keine Antworten. Denn die offensichtlichen Antworten – von pädagogisch-methodengläubigen Regelwerken bis „seid lieb zueinander“ – wirken häufig nur problemverschärfend, „konstruktivistische“ Philosophien müssen sich an dieser Stelle bewähren mehr als Schönwetterrelativismus zu sein. Ich will nur sagen: Bei den Beziehungsweisen spielt die Musik!


Kroko statt GroKo #2

15. Mai 2018

Kroko nimmt Ängste ernst

Kroko gehört zu den kleinen Leuten (42cm)

Plüschtiere an die Macht!


Kroko statt GroKo!

6. März 2018

Die Kulturellepraxis legt hiermit einen konstruktiven Vorschlag zur Regierungsbildung vor:

Plüschtiere an die Macht!

Von Kroko existiert bereits eine Arbeitsprobe: Hier die Neujahrsansprache 2015 (leider in Flash).