Y-Tours auf der Schiene

21. August 2019

Viele Transportmittel der Bundeswehr befinden sich in nicht oder nur eingeschränkt funktionstüchtigem Zustand. Aber die zahlreichen, aktiven, gut vernetzten, aber anscheinend nur ein paar Linksextremist*n störenden Neonazis im tödlichsten Trachtenvereins des Landes wollen auf ihre Rechtsrockkonzerte und Prepper-Vernetzungstreffen.

Die Bundesregierung hier setzt klare Prioritäten: Während Geld für heimische Beatmung eingespart wird dürfen Bundeswehrsoldat*innen in Uniform künftig kostenlos die Bahn – inkl. ICE – nutzen. Kosten läßt sich die Bundesregierung dies „rund vier millionen Euro im Jahr“, was bei laut Bundeswehr.de 181.377 aktiven ziemlich genau 22€ pro Person pro Jahr bedeutet. Zum Vergleich: Eine Bahncard100 2. Klasse kostet derzeit 4395€ für ein Jahr und gewöhnliche Arbeitnehmer*innen müssen geldwerte Vorteile von über 44€ im Monat versteuern.

Da sich Uniformen gut fälschen lassen schlagen wir vor, daß dazu ein Sturmgewehr mitgeführt werden muß. Tatsächlich wird zu diesem Zweck ein Buchungsportal geplant; die gebuchten Plätze gehen vom Sparpreiskontingent ab.

Wie wird soetwas begründet? Die Verteidigungsministerin meint laut Zeit: „Die Bundeswehr wird damit sichtbarer in unserer Gesellschaft.“ Noch klarer drückt es CSU Landesgruppenchef Dobrint laut Spiegel-Online aus: Es gehe um einen „Beitrag für die Sichtbarkeit der Soldaten in der Gesellschaft. ‚Übrigens geht dies auch einher mit einem stärkeren Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger'“

Daß weniger Sichtbarkeit – und überhaupt Bedeutung – des Militärs vielleicht eine gesellschaftliche Errungenschaft sein könnte, daß gar die Person in der Uniform Staatsbürger*in bleiben sollte, also das Militär sich der Zivilgesellschaft annähern sollte, nicht umgekehrt gilt höchstwahrscheinlich schon wieder als linksextreme position. Von daher bleibt nur zu kritisieren daß die Soldat*innen doch bitte nicht wie in einer Geländeübung rumlaufen sollen, sondern gefälligst Ausgehuniform anlegen.

Was das Sicherheitsgefühl angeht: Leute die spotten daß diese Truppe niemandem Angst einjage haben noch keine Gruppen junger Männer im Zug erlebt: die Fußballfans bekommen künftig Unterstützung für das Bahnfahrerlebnis; und alle sind sie für Schland. Betrachten wir das Problem genauer: Wir haben eine Korrelation zwischen jungen Männern Anteil der 20- bis 29-Jährigen: 54,34 Prozent – und Bundeswehrangehörigen. Junge Männer sind genau die Gruppe von der die meisten Gewaltverbrechen ausgehen. Beachten wir daß Pazifist*innen in der Bundeswehr nicht vertreten sein dürften, rechtsextremistische Vorfälle hingegen aber häufiger bekannt werden – mit hoher Dunkelziffer, denn wegen Corpsgeist kann davon ausgegangen werden daß viele nicht gemeldet werden -, haben wir somit ein erhöhtes Risikoprofil für aggressives Verhalten; selbst wenn wir vernachlässigen, daß diese Leute ja zum töten ausgebildet werden mußten. Auch Autoritätskritische Leute werden in der Bundeswehr keinen Platz haben, viel mehr scheint – worauf Dobrints Äußerungen auch hindeutet – das Militär eine Faszination auf autoritäre Persönlichkeiten auszuüben. Dies bedeutet aber weitere Risikofaktoren im Sozialverhalten der künftigen kostenlosen Bahnreisenden: Hängt doch die autoritäre Persönlichkeit eng mit toxischer Männlichkeit und dessen Ritualen wie exzessivem Alkholkonsum zusammen; und in der Tat wird ein solcher Bundeswehrangehörigen in ihrer Freizeit gerne nachgesagt. Auch erzeugt ein autoritäres Umfeld eine Lust an der scheinbaren unmittelbaren Befreiung, dem „Über die Stränge schlagen“ als Ausgleich. Zu guterletzt existiert ein Zusammenhang zwischen autoritärer Persönlichkeit, Narzißmus – ein Selbstbild das nur durch Abwehr, u.a. durch Projekt, aufrechterhalten wird – und Nationalismus.

Wir können also auf Basis mehrerer psychologischer Herangehensweisen festhalten, daß eine deutlich höhere Korrelation von Soldat*innen zu Gewaltverbrechen als bei der Durchschnittsbevölkerung zu rechnen ist. Salopper ausgedrückt: Da wird ein Haufen Stressofanten in die Züge kommen. Also nicht nur werden wissenschaftlich informierte Bürger*innen durch Soldat*innen im Zug weniger „Sicherheitsgefühl“ haben, die Vorstellung daß sich welche von Bemerkungen wie der Dobrints ermutigt sehen die „Sicherheit“ in die eigene Hand zu nehmen läßt weiteren Anstieg von Verbrechen fürchten. Wer der Ansicht ist damit zu Unrecht verdächtigt zu werden, möge sich gegen Racial Profiling einsetzen statt dem eine „not all“ Argumentation entgegenzusetzen, wir diskutieren hier schließlich nur statistische Risikofaktoren.

Es bleibt also zu fragen was das soll. Handelt es sich lediglich um Werbegeschenke Konservativer an ihre Zielgruppe bzw. erwähnte autoritäre Faszination mit dem Militär und dessen Symbolgehalt? Wird darauf gesetzt daß die Probleme v.a. marginalisierte Gruppen treffen werden? Oder geht es tatsächlich darum Militär und Militarismus als Mittel der Innenpolitik nutzen zu wollen, wie wir es bei Diskussionen um Bundeswehreinsatz im Inneren und Ausstattung der Polizei beobachten können? Einfacher ausgedrückt: Ist es wieder so weit?

Von daher seien hier Leute vorgeschlagen die vor/statt Bundeswehrangehörigen kostenlos Bahn fahren können sollten

  • PTBS erkrankte: Soldat*in zu sein heißt nicht zwingend im Auslandseinsatz gewesen zu sein, Auslandseinsatz heißt nicht im Kampfeinsatz gewesen zu sein, Kampfeinsatz heißt nicht dadurch geschädigt worden zu sein. Von daher wäre es sinnvoller einfach alle Leute mit posttraumatischer Belastungsstörung zu unterstützten
  • Freiwillige Feuerwehrleute: Angehörige dieser Gruppe riskieren wirklich ihr Leben und nicht nur für die deutsche Außenpolitik, sondern um konkrete Menschen zu retten. Prvilegien wurden u.a. durch Klagen auf „Gleichbehandlung“ abgebaut. Im Unglücksfall wissen diese Leute was zu tun ist, ihre Anwesenheit erhöht also tatsächlich die Sicherheit
  • Pflegepersonal: Unter schlechten arbeitsbedingungen opfern diese Leute ihre Gesundheit um wirklich notwendige soziale Tätigkeiten zu verrichten. Es herrscht Personalmangel in diesem Bereich, d.h. zusätzliche Anreize diesen Beruf zu ergreifen kommen letztlich allen zu gute. Pflegepersonal weiß wie es in medizinischen Notfällen zu reagieren hat und wie sie sich in schwierigen Situationen durchsetzen, also auch ihre Anwesenheit erhöht somit die Sicherheit im Zug
  • Radfahrer*innen: Sie riskieren täglich ihr Leben für unseren Planeten. Da viel über „Kampfradler“ schwadroniert wird erhöht es zumindest die gefühlte sicherheit wenn mehr von ihnen von der Straße auf die Bahn verlegt werden
  • Bahnpersonal: Dieses ist mit der neuen Regelung nämlich schlechter gestellt als Bundeswehrangehörige #keinepointe
  • Alle: Für den ÖPNV wird der entgeldlose Fahrgastverkehr länger diskutiert, durch eine Umlage könnte das Ticketwesen und das daraus folgende Kontroll(un)wesen – inkl. wegen Schwarzfahrens1 im Gefändnis sitzenden – gespart werden, die ökologisch notwendige Verkehrswende vorangetrieben werden und Sozialausgleich geschaffen werden, in den Städten die Einnahmen durch Tourismus steigen. Für den Fernverkehr scheint dies zwar derzeit recht radikal, aber die Verteidigungsministerin hat gezeigt daß es für 22€ pro Jahr pro Person ginge

1 An dieser Stelle sei dafür plädiert vor den rassistischen Assoziationen die dieses Wort auslöst nicht durch Ersetzung davonzulaufen, sondern ihnen mit einem Eigentlichkeitsmove die Wurzeln aus dem Rotwelsch entgegenzusetzen. Demnach hieße „schwarz fahren“ ‚eigentlich‘ „arm fahren“. Darin steckt mehr vergessene Sozialkritik als in den naheliegenden Ersetzungen und es bietet Anlaß über die bekämpften Spuren des Jiddischen und Romanes im Deutschen aufzuklären, so auch hier.

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Offener Brief

10. Mai 2014

mit @Bediko, @Literalschaden, @Ultras_Luhmann, @sanczny und unnamed

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Dr. Harald Parigger
Praterinsel 2
80538 München

Bayer. Informationsstelle gegen Extremismus im Landesamt für Verfassungsschutz
Knorrstr. 139
80937 München

 

Sehr geehrte Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, liebe Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus im Landesamt für Verfassungsschutz,

mit Erstaunen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass in Ihrer Sammlung linksextremistischer Ideologien, wir als queerfeministische poststrukturalistische Postmarxist*innen, postkoloniale Intersektionalist*innen / Critical Whiteness Schnubbis, radikale Linksluhmannianer*innen und Team Adorno nicht vorkommen. Wir sind auch linksextrem! Das Auslassen unserer linksextremistischen Strömung*en und die damit einhergehende Diffamierung als nicht-linksextrem empfinden wir als äußerst ignorant und verletzend.

Auch bei uns steht das Individuum nicht im Mittelpunkt, wir dekonstruieren es gar bzw. betrachten es als Teil der Umwelt. Auch unsere Theorien verknüpfen Wissenschaft und „Handlungsanleitung“ (siehe „Knutschverbot“, #mackergohome). „Dem Menschen angeborene, unveränderliche und vorstaatliche Grundrechte“ existieren auch unserer Auffassung nach nicht, sie sind immer Resultat einer historisch-diskursiven Formation. Selbst das Konzept des „Menschen“ teilen wir nicht.

Wenn von einer freiheitlich demokratischen Grundordnung die Rede ist, kann vom ‚Menschen‘ schon nicht mehr die Rede sein, da wir der Meinung sind, dass Menschen in sozialen Systemen sowieso nichts verloren haben. Nur das soziale System (oder halt die Klasse)! Der Mensch ist hier nur noch als irgendwie vorhandene Bedingung zur Entstehung sozialer Systeme notwendig und da schmunzeln wir nur. Aber klar, wenn es darum geht, zu einem sozialen System „eurer“ Umwelt zu gehören, sind wir sofort dabei. Denn auch wir wollen erwähnt werden, wenn es darum geht, linksextrem und gefährdend zu sein. Zur Not greifen wir auch zum Hardcover und schrecken auch vor der Benutzung bei Demos nicht zurück. Zum Glück schließt linksextreme Kommunikation eben auch an diese an. Und wir lassen uns nicht nehmen, dass auch in der Evolution linksextremer Kommunikation und Konstitution linksextremer sozialer Systeme die Linksluhmannianer*innen vorkommen. Und sowieso: „Systemtheorie ist eine besonders eindrucksvolle Supertheorie“ (Luhmann, Niklas: Soziale Systeme: Frankfurt/Main 1984; S. 19 Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 666)

Vom „Menschen“ zu sprechen ermöglicht sogleich dessen konstitutives Äußeres, Personen zu entmenschlichen. So sollte „Mensch“ nicht synonym für „alle“ verwendet werden – alle einschließen zu können ist auch eine Allmachtsphantasie -, da es sich hier um eine aus der kolonialen Aufklärung geborenes Konzept handelt. In diesem Sinne kann “man sehr wohl wetten, daß der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.” (Foucault, Michel: Die Ordnung der Dinge: Frankfurt/M 1974; S. 462.)

Auch unsere Positionen haben starken Bezug zu „1968“, so läßt sich der Poststrukturalismus als Versuch deuten, die Lehren aus dessen Scheitern zu ziehen, so bot die Kritische Theorie Adornos und Horkheimers zu dem Zeitpunkt bereits eine entwickelte Alternative zu von Ihnen vorgestellten marxistischen Strömungen. Insofern möchten wir alle als „Weiterentwicklungen“ angeführt werden.

Auch wir halten es für geboten eine „kapitalistische“ (das heißt sowas Ähnliches wie der Euphemismus „marktwirtschaftlich“) Gesellschaftsstruktur als solche zu benennen, obschon Ökonomie unserer Ansicht nach lediglich als eine von mehreren – mindestens: Race, Class, Gender, Ability – zusammenwirkenden Machtachsen ist.

Gleichwohl nicht im Anarchismus verortet, klingen letztlich „Freiheit, Freizeit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung“ gar nicht so schlecht – rhetorisch hätte die Aufzählung übrigens besser aus dreien bestehen sollen.

Wir sind nicht damit einverstanden, als theoretische Intellektuelle des linksextremen Spektrums verschwiegen zu werden, nur weil wir nicht zur Traditionslinken zählen. Als Philosoph*innen könn(t)en wir Leute totquatschen unsere Texte eignen sich gesprochen wie geworfen zur Folter! Damit wären wir als „diskursiv gewaltbereit“ einzustufen. Auch wir lehnen Herrschaft, „Hierarchie und Unterordnung“ ab – gleichwohl mit einem elaborierteren Verständnis davon – und somit auch Sie, liebe Bayerische Landeszentrale und Informationsstelle.

Wir fordern Sie daher auf, uns als queerfeministische poststrukturalistische Postmarxist*innen, postkoloniale Intersektionalist*innen / Critical Whiteness Schnubbis, radikale Linksluhmannianer*innen und Team Adorno, in ihre Sammlung linksextremistischer Ideologien aufzunehmen, für die wir sicherlich eine Bereicherung darstellen, sowie hinreichend geschultes Personal einzustellen, sich mit unseren Ideologien auseinanderzusetzen; für entsprechende Fortbildungen wenden Sie sich gerne an uns.
Wir fordern Sie darüber hinaus auf, die angegebenen Aktionsfelder von Linksextremisten um Antirassismus, Anti-/Cis-/Heterosexismus, Kampf für Barrierefreiheit, freie Bildung, freie Software, Subversion, Freibier, alkoholfreie Erfrischungsgetränke und vegane Snacks zu erweitern.

Viva la revolución und mit freundlichen Grüßen
Ihre queerfeministischen poststrukturalistischen Postmarxist*innen, postkolonialen Intersektionalist*innen / Critical Whiteness Schnubbis, radikalen Linksluhmannianer*innen und Team Adorno


Mannifest für Shirtfreiheit

1. April 2014
Mit: Sanczny

Gemeinsame Erklärung der
Shirtless Dude Section (SDS) der Kantianisch-autonomen Manntifa
AG Sozialistischer Dudebroism in der Piratenpartei
Brozialistische Einheitsfront Deutschland
Mimimitglieder der Gruppe „No Male Tears From Krauts“
Verein der Freunde und Förderer der Übriggebliebenen der KPD/ML (VDFFÜKPDML)

§ 1
Wir sind gegen Rassismus, Faschismus, Nationalismus, Patriotismus, Grauzone, Homophobie, Stigmatisierung, Kapitalismus und Tierquälerei.

§ 1.1 Rassistisch sind Nazis und gegen die tragen wir einen Button.

§ 2
Whoa! … und gegen Sexismus.

§ 3
Unserer Auffassung nach ist es kein Sexismus sich auszuziehen, wenn einem warm ist.

§ 4
Sollte sich unsere Meinung ändern, ist Ausziehen doch Sexismus. Aber das ist jetzt nicht der Fall. Siehe § 3.

§ 5
In dem Fall würden wir zukünftig mit Bekleidung unter die Dusche gehen. Aber bis dahin sehen wir keinen Grund, den Strand zu meiden.

§ 5.1 Es sei denn, es ist nicht warm.

§ 5.2 Die Fülle an FKK-Stränden zeigt, dass die DDR wohl doch das bessere Deutschland war.

§ 6
Wir diskriminieren niemanden aufgrund seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung und werden es auch niiiemals tun.

§ 6.1 Jedenfalls keine Männer.

§ 7
Das Verbot der Oberkörperentblößung von männlichen Männern impliziert, dass Frauen sich bei Hitze ebenfalls nicht entkleiden dürfen. Das ist unserer Meinung nach sexistisch.

§ 7.1 Frauen dürfen sich natürlich auch ausziehen. Hrrrhrrr.

§ 7.2 Folgen von Sexismus zur Kenntnis zu nehmen ist sexistisch.

§ 7.2.1 Kein Herrschaftsverhältnis ist so umfassend, dass es sich nicht wegignorieren lässt, wir schaffen das schließlich auch.

§ 7.2.2 Sollten einzelne Punkte dieser Erklärung keinen Sinn ergeben, bleibt davon die allgemeine Superheit dieser Erklärung insgesamt unberührt.

§ 7.2.3 Ob wir gekifft haben? Selber doof!

§ 7.3 Wir unterstützen die Annexion der Krim durch das oberkörperfreiheitliche Putin-Regime.

§ 7.4 Wir unterstützen auch den oberkörperfreiheitlichen Kampf von Femen. Fashion = Fasc– nee, Moment. Naked Freedom!

§ 8
Wir bemühen uns, das soziale Miteinander zu optimieren, aber wir wollen nicht PC sein. Das sagen auch unsere Freunde.

§ 8.1 Das sagen auch Thilo Sarrazin, Matthias Matussek oder Birgit Kelle, aber die sind nicht unsere Freunde, denn sie machen keine Musik.

§ 8.2 Wir können auch nicht PC sein, wir benutzen Mac.

§ 9
Wenn uns warm ist, ziehen wir uns aus. Basta!

§ 10
Wenn uns kalt ist, ziehen wir uns an. Auch basta!

§ 10.1 Somit sind nicht uns, sondern höchstens den Witterungsbedingungen Vorwürfe zu machen.

§ 10.2 Aber uns sind keine Vorwürfe zu machen.

§ 10.3 Aber wer Vorwürfe macht fordert: Nieder mit den Hochdruckgebieten!

§ 11
Wir respektieren die Autonomie autonomer Zentren.

§ 11.1 Es sei denn, es geht um Bekleidung.

§ 11.2 Oder starren.

§ 12
Freiheit ist immer die Freiheit der Unbekleideten!

§ 12.1 Sowohl in Körperkultmuskulatur, als auch Getränkebauch stecken Jahre der Arbeit, die nicht umsonst investiert sein dürfen.
*
Shirtfreiheitsverbot trifft uns alle!
Unterstützerunterschriften in die Kommentare!
Unterschreibt auch unsere Petition für Freiluftpinkeln!
*
[Abgeschrieben bei: Stellungnahme von „Abbruch“ zum Konzertabbruch in der Scherer8, FB]


Sächsische Stadt

26. Februar 2014

Carole Magne fac itervm


Dank an @Anireyk & @unvollkommen

Disclaimer: Uns ist bewußt, daß sich die „Sachsenkriege“ eher auf dem Gebiet der heutigen Bundesländer Niedersachsen, sowie NRW abspielten, daß auch dieses Reich keine 1000 Jahre gehalten hat – gleichwohl länger als 12 – und daß sich um eine differenzierte Bewertung der historischen Person unabhängig von unkritischem Personenkult bemüht werden sollte. Diskussionsbeiträge zur Karolingischen Renaissance sind uns willkommen und deutlich interessanter, als solche zu Zeitgeschichtlichem. Auch Korrekturvorschläge und damit verbundene philologische Debatten sind auch erwünscht.

P.S.


Gefahrengebiets-Playlist

6. Januar 2014

Zusammen mit Sanczny,
Dank an @loveheartcore & @fuerdieteilung

Weite Teile Hamburgs wurden aus recht zweifelhaften Gründen zum „Gefahrengebiet“ erklärt [1, 2], was massive Kontrollen [3, 4, 5], nicht-so-ganz-legale Durchsuchungen und Aufenthaltsverbote/Platzverweise für alle bedeutet, welche dem Profil entsprechen. Da sich Hamburger Polizist*innen ohnehin ungeliebt fühlen[6, 7], ließe sich ihr harter Alltag mit ein wenig musikalischer Beschallung der Anwohner*innen abwechselungsreicher gestalten.

Als Service der Kulturellenpraxis präsentieren wir deshalb:
Gefahrengebiet – eine Playlist für Gefahrengebiete und andere musikalische Notstände.


Deutsche im Ausland

6. November 2013

Früher waren es Pickelhauben, mittlerweile sind es Socken in Sandalen


Bauprojekte

16. Juli 2013

Schon jetzt gilt die unvollendete Elbphilharmonie mit 575 mio. Euro als das teurste Konzerthaus der Welt. Zum Vergleich: die Aussichtsplattformen des Fernsehturms wieder nutzbar zu machen wäre für 5-10 mio. machbar. Konzerte könnten auch hier stattfinden, die Akustik dürfte auch nicht schlechter sein, für das zu erwartende Interesse dürfte der Raum reichen. Angesichts der Berichterstattung über die Elbphilharmonie – siehe Ende dieses Artikels – besteht der Eindruck, als handele es sich um ein schlecht geplantes und lange verzögertes Projekt. Aber ist die Planung wirklich so schlecht? Ungeahnte Gewinne und lange gesichterte Arbeitsplätze deuten auf das Gegenteil hin. Und bislang kann von langer Bauszeit keine Rede sein, bedenken wir jene des Kölner Doms. Gleichwohl sich die Kosten für letzteren schwer errechnen lassen dürften, Hamburg hat hier nun endlich mal gelegenheit, zu zeigen was es kann und Köln im Bereich Korruption/Filz eindeutig gewachsen zu sein. Stuttgart und Berlin ohnehin: Der Neubau des Stadtschlosses dürfte, so nach historischen Plänen durchgeführt sogar funktionieren, in Preußen wurde Effiziente Planung noch großgeschrieben (siehe auch).

Angesichts dessen vermochten wir Gerüchte, besorgte Bürger*innen erstreben eine für die Stadt gesichtswahrende Exit-Strategie und suchen verzweifelt nach Weltkriegsbombenblindgängern (1), (2) für die Baustelle bislang nicht zu bestätigen. Da eine Fortsetzung des Baus den deutlich größeren Schaden anrichtet, scheinen auch terroristische Anschläge von Seeseite – wir erinnern uns, Terrorfahnder*innen in den Reihen unserer treuen Leser*innen begrüßen zu dürfen, an jenen auf die USS Cole – recht unwahrscheinlich. Und das nicht nur, weil kompetentes Personal schwer zu finden ist; bei jener kompetenten Architekturgestaltung könnte auch ein Schlauchboot ohne Sprengstoff reichen.

Ein Sprecher des Hamburger Landesamtsverbands linksextremistischer Chaot*innen & Terrorist*innen dazu: „Was Elbphilharmonie und Hafencity angeht, setzen wir lieber auf eine Nachhaltige Strategie. Im Rahmen der deutschlandweiten Flutkampagne [siehe (3), siehe nicht (4); Anm. d. Red.] sind unsere Mitglieder sind zu möglichst hoher CO2 Produktion aufgerufen. Muhaha, einzig Helmut Schmidt könnte uns noch stoppen!“

Mehr zur Elbphilharmonie von der Kulturellenpraxis:

Siehe auch Postillon: