Noch einen Bus verpaßt …

14. Februar 2012

Nein, auch heute nichts Besonderes zu sehen.

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Länglicher Kommentar

25. Januar 2012

Fortsetzung zu In die Zukunft schauen

Um nicht drkulturs Artikel das 9fache an Kommtar anzuhängen, mache ich einfach mal einen Artikel daraus:

Zukunft, welche Zukunft? Kulturellepraxis live: „2012 ist gar kein Weltuntergang“ – „Es sei denn, ich hätte da noch ein Wörtchen mitzureden [diabolisches Grinsen]“

Beim in-die-Zukunft-schauen immer ganz interessanter Fehler, Quantitative Hochrechnungen mit qualitativen Änderungen gleichzusetzen. Mit geradezu dekonstruktivistischem Humor äußerte sich dazu Heinz von Foerster: Statistisch berechnet erreicht die Weltbevölkerung am 13.11.2026 (natürlich ein Freitag) eine unendliche Anzahl. Wenn Low-Level Wissenschaftstheorien zuträfen, könnten ohnehin Historiker*innen Prognosen stellen (und die weigern sich, da ihr Fach aus Abgrenzung von der Geschichtsphilosophie entstand).

Die Themenauswahl dieser modernen Schamanen ist bezeichnend: Evolution (eine Fortschrittserzählung strapazierend: Die ewig-gestrigen Modernisten, die mit Evolution ihre Vorurteile im Namen der Natur bestätigen wollen – als wäre das nicht schoneinmal schiefgegangen – gegen die ewig-vorgestrigen, die selbst dafür zu blöd sind), Sex1 und Computertechnik.

Und ohne eine gewisse Cyborgaffinitiät verleugnen zu können, sich das Gehirn unmetaphorisch als einen Computer vorzustellen war vielleicht in den 50ern noch nicht peinlich. Von allen möglichen Einwänden nur kurz das poststrukturalistische Gemäkel: Die Grenzen des Computers sind die Grenzen der formalen Logik. Damit ist keine Spockige Emotionsmetaphysik gemeint, sondern daß die Sprachauffassung der Logik und die Idee der „Implementierung“ auf Repräsentation angewiesen ist; das sind aber Sprach- und Realitätsauffassungen, die als veraltet gelten können (mist, wieder eine Fortschrittsnarration).

KI, Cyborgs und Körper bleiben ein wahnsinnig spannendes Thema, von daher sei geistig Naschhaften der JDGG-Vortrag von Bernd Robben empfohlen und Hoffnung auf eine Veröffentlichung von Draude & Kluß gemacht.


1 Vgl. Schnurr, Eva-Maria: Typisch Mädchen, typisch Junge; in: Stöcker, Mira (Hrsg.): Das F-Wort : Feminismus ist sexy; Königstein/Taunus 2007; S. [suchsdirselbstraus]: „‚Franzosen haben ein größeres Hirnareal für Sex. Deutsche sind genetisch bedingt besonders schnell darin, Gartenzwer­ge zu erkennen. Und bei Muslimen sorgt ein Hormon für vermehrte Aggressionsschübe – Forscher bringen das mit der erhöhten Neigung zu Terroranschlägen in Verbindung. Schwachsinn? Genau das. Doch stünde oben „Männer“ statt Franzosen oder Muslime, „Frauen“ statt Deutsche und „Unordnung“ statt Gartenzwerge, die Zeilen könnten in jeder Zeitung auftauchen. -Kann sogar sein, dass Franzo­sen besonders charmant sind und Anschläge derzeit vor allem islamischen Tätern anzulasten sind. Niemand jedoch käme auf die Idee, dafür biologische Ursachen zu vermu­ten. Die Kultur! Die Tradition! Die soziale Situation! Die Weltpolitik! Es gibt tausend Gründe, warum Menschen so sind, wie sie sind, so handeln, wie sie handeln. Doch wenn es darum geht, Verhalten oder Eigenschaften von Männern oder Frauen zu erklären, gibt es nur noch eine Deutung: die Biologie.“


Der Neue Thymian

5. Januar 2012

Dank an ihdl

Einige mögen meinen, der Mode-Buzzword Zusatz „2.0“ tauge nur noch für Discount Bärlauch-Aufstrich. Und die Marketingmaschine des Treitschke-Instituts setzt sich in Bewegung, künftig erhältlich:

  • Post Bärlauch
  • Neo Bärlauch
  • Rethinking Bärlauch
  • Reconstructing Bärlauch
  • Bärlauch-Dekonstrukt
    • Das wäre auch eine gute Beleidigung
  • Neuro Bärlauch
  • Systemischer Bärlauchaufstrich
  • Ganzheitlicher Bärlauchaufstrich
  • Kritisch-emanzipatorischer Bärlauchaufstrich
  • Humanistischer Bärlauchaufstrich
  • Effizienzoptimierter Just-In-Time Bärlauchaufstrich

Das Koch-Quiz

24. Oktober 2011

Fortsetzung zu Diskurstheorie

Das Kulturellepraxis-Quiz: Aus welchem Kochbuch stammt folgender Satz:

„Lotos ist eine orientalische Speise. Heute noch spielen die fein geschnittenen Scheibchen ihre Rolle in der chinesischen und indischen Küche.“

a) Tim Mälzer: Kochen leicht gemacht
b) Ralf Zacherl: Richtig genießen!
c) Max Horkheimer & Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung

AUFLÖSUNG


U-Bahn Angriffe

29. August 2011

Sarrazin berichtet laut Titanic in der Zeit, daß er sich angegriffen fühle, als junge Männer „offenkundig türkischer oder arabischer Herkunft“ gegen eine Fensterscheibe schlugen. Hatte der ein Glück, daß diesen Monat gewaltbereite Schläger nur eine Hand freihaben.

Hackerschorsch fragte bereits, als Sarrazin aus einem türkischen Restaurant ‚rausgeworfen wurde: Wieso hat eigentlich niemand von den weißenseienden geholfen? Also, ihn ‚rauszuwerfen.

Update: Das Zeitinterview. Gefunden durch „Ameisen“


Postprivacy #3

12. August 2011

Gleichwohl filmische Diskurse – oder überhaupt Diskure – zu Privatsphäre interessant zu untersuchen wären (es dauerte lange, bis ich die Nutzung technischer Überwachung bei Star Trek – auch gerade den sehenswerten Serien TNG & DS9 – problematisch fand), mögen das andere tun; hier nur einmal ad hoc gedacht, als hätten folgende Zitate hätten was damit zu tun:

1.) Full Metal Jacket, via Wikiquote

Gunnery Sergeant Hartman: Private Pyle, if there is one thing in this world that I hate, it is an unlocked footlocker! You know that, don’t you?
Private Gomer Pyle: Sir, yes, sir!
Gunnery Sergeant Hartman: If it wasn’t for dickheads like you, there wouldn’t be any thievery in this world, would there?
Private Gomer Pyle: Sir, no, sir!

2.) Evangelion:2.22 – You can (not) advance (via Untertiel, die Stelle kam auch in der Originalserie vor)

Asuka: Also, why do japanese people have no sense of fear? They can actually live in a room with no lock on it. It’s unbelievable
Misato: That’s because it is a Japanese virtue to be considerate and respectful.


Angst davor?

29. Juni 2011

Oha – Frauenquote, Islam – hoffentlich wird nicht mal jemand über uns sagen „sie wollten ein heißes Eisen anpacken, aber um sich nicht die Finger zu verbrennen griffen sie ins Klo“. Bitte nehmt zur Kenntnis, daß für die Artikel ihre jeweiligen Autor*Innen verantwortlich sind – die Administration versucht scheißliberal zu tun – und die letzten von der süddeutschen Teil der Redaktion geschrieben wurde, im Norden hingegen der waffenfetischistische wohnt. Naja, zum Thema könnt Ihr nochmal das Känguru oder das lustige Lied anhören.

Überhaupt  sei an dieser Stelle auch nochmal disclaimt, daß Rassisten (auch kulturalistische), Sexisten, Antisemiten, Homo- & Transphobiker Armleuchter sind. Das jetzt aber othernd einer Gruppe zuzuschreiben kann aber gewisse Funktionen haben. Und wer sich in religiösen Gefühlen verletzt fühlt, passe bloß auf, unsere atheistischen nicht zu verletzten.