#cutenessrevolution anderswo #2: Spirit Bear

29. Juni 2019

Dank an Zweig_fragment für das Fundstück

Spirit Bear aus Prince George (British Columbia) ist nicht nur erfolgreich politisch aktiv und setzt sich für die Rechte von indigenen Kindern in Kanada ein, nach über zehn Jahren Engagements erhielt dieser unermüdliche Teddy einen Ehrentitel als „Honorary Bearister“ an der Osgoode Hall Law School. Artikel dazu hier.

Niedlichkeit sieg immer, Plüschtiere an die Macht!

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#cutenessrevolution anderswo #1: TAZ

13. Juni 2019

In der Taz ist jüngst ein Artikel zu Plüschtieren erschienen mit dem richtigen und wichtigen Sätzen: „Ich glaube, in Wahrheit ist die Kuscheltierfraktion groß. Wir sind viele.“ —Christina Spitzmüller: Ein weicher Freund, der schweigt.

Interessant ist, daß diese „viele“ keine Masse oder Organisation ist, sondern ein Gefüge. Die #cutenessrevolution besteht aus vielen Leuten die außer dem gemeinsamen Interesse relativ wenig gemein haben. Es geht nicht darum ein großes Ganzes anzustreben, sondern flauschige Verbindungen zu entdecken und schaffen. Finanziert uns jemand eine Konferenzenreihe oder ein Institut (wir haben schon Vorschläge für mögliche Standorte) dazu *prettypleasewithcherryontop*?

Ihr seht: Wer abgefahrene und unapologetische Plüschtiertheorie will ist hier in der Kulturellenpraxis richtig – Plüschtiere an die Macht!


Gastbeitrag: Kuschelplüsch

22. April 2018

„In einer Zeit, wo 9/10 Menschen chronisch unterkuschelt sind, zeigt sich die Bedeutung von Plüschtieren!“


Wörterbuch Teil #8

8. Oktober 2014

Kort := Kofferwort für „Kofferwort“

Piepel := (von „people“) Ersetzungsversuch für „man“

Schrödingers Freundschaft := Unbeobachtet unbestimmbar, ob diese noch am Leben ist

Queerleninismus, der := Eine Begehrensform oder Subjektposition als allgemein emanzipatorisch darstellen

menscheln (verb) := 1. Wort, um andere als konformistische Zweckrationalitäten – beispielsweise moralische – verniedlichend herabzuwerten 2. Nicht ungefährliche Tendenz, über Konzepte und Rituale (i.d.R. „Gefühl“, „Verständnis“ o.ä.) Gemeinschaftstotalitäten durchzusetzen

Meinungsfreiheit, die := Nach Meinung einiger Freiheit von Reflexion oder Kritik

Bahamas-Gewinde := „Mit der Kritik der Bahamas ist es wie mit Schrauben: Nach fest kommt locker“ –Hermann Gremliza (zugeschrieben), d.h., ein durch unsachgemäße Verwendung freidrehendes Gewinde

Beugekontraktur, Kapitalismuskritische := Kritik ist schräger art und komplett versteift

GMV, der := „Gesunder Menschenverstand“ (abwertend)

Hamburger Sicherheitswetter, das := Wasser von vorne


Gefahrengebiets-Playlist

6. Januar 2014

Zusammen mit Sanczny,
Dank an @loveheartcore & @fuerdieteilung

Weite Teile Hamburgs wurden aus recht zweifelhaften Gründen zum „Gefahrengebiet“ erklärt [1, 2], was massive Kontrollen [3, 4, 5], nicht-so-ganz-legale Durchsuchungen und Aufenthaltsverbote/Platzverweise für alle bedeutet, welche dem Profil entsprechen. Da sich Hamburger Polizist*innen ohnehin ungeliebt fühlen[6, 7], ließe sich ihr harter Alltag mit ein wenig musikalischer Beschallung der Anwohner*innen abwechselungsreicher gestalten.

Als Service der Kulturellenpraxis präsentieren wir deshalb:
Gefahrengebiet – eine Playlist für Gefahrengebiete und andere musikalische Notstände.


„Fundstück“

17. Juli 2013

Crosspostinigsvermeidungsverlinkung

Unter Beteiligung von Teilen der Kulturellenpraxis (Odradek) ist ein Artikel mit @sanczny und @yetzt zum Thema RZB unter dem Titel „Romantische Hachscheiße : Beziehungsformen mit ≥0 Partner*innen funktionieren einfach nicht“ entstanden, welchen Ihr HIER und HIER nachzulesen vermögt (bzw. nach nicht ganz neutraler Ansicht d* Coautor*n: solltet!).


Invention of Tradition #1 Elbvertiefung

26. April 2013

Spätestens seit Hobsbawm wissen wir, s.g. „Traditionen“ v.a. der narrativen Struktur „das war schon immer so und sollte so bleiben“ sind meist Folgen der Moderne; daß läßt sich allein daran gut zeigen, daß sie i.d.R. deutlich neuer als meist gedacht sind. Beispiel: Das Dirndl kam Ende des 19. Jahrhunderts auf, – Hankycode-artige Bindungsarten wahrscheinlich noch später – und von der „deutschen“ Kartoffel wollen wir gar nicht erst anfangen.

Wenn aber (Erd)Äppel unter die Erfindung von Tradition fallen, wie sehen dann die soziokulturellen Folgen der Elbvertiefung im Obstanbaugebiet des Alten Landes aus? Da wir mit Nahrungsmitteln – nicht nur bei Buchstabensuppe – Zeichen konsumieren, dürfte auch Geschmack etwas Verschiebbares sein. Bald schon werden wir es als traditionelle norddeutsche Spezialität gelten, mindestens einmal die woche ein Gericht zu genießen mit Altländer Salzappel.

Dabei kann die Veränderung doch als Chance gesehen werden: Das Alte Land wird zum neuen Lüneburg. Und klimawandelsbedingt früher oder später auch umgekehrt.