Kulturellepraxis live

14. Mai 2018

„Wann stehst Du in etwa auf?“ – „Alle 2-3 Tage“ #notjustsad

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1. Mai 2018

Mit Baron René Garde

„Moin, Wachtmeister. Scheiß Tach gehabt?
Dann gönn‘ Dir doch ’nen Hamburger Kessel!“

„Für mich zählt bei Demos das Gemeinschaftserlebnis,
Hamburger Kessel gehört einfach dazu!“

„Nach 14 Semestern endlich den Taxischein.
Klar bin ich dabei wenn es Hamburger Kessel gibt!“

Hamburger Kessel – Deftiges aus dem Norden.


Gastbeitrag: Kuschelplüsch

22. April 2018

„In einer Zeit, wo 9/10 Menschen chronisch unterkuschelt sind, zeigt sich die Bedeutung von Plüschtieren!“


Plüsch-Solidarität

22. Februar 2018


Wenn Plüschtiere aufeinandertreffen



Gut, manchmal geht das auch schief …



Die Punkprinzessin und Fauchi Stormborn bildeten gleich eine Lesegruppe



WG Gruppenplüschie zum Einzug



Schnuffi erzählt von seinen Reisen




Katzen haben manchmal magische Heilkräfte




Kroko teilt das Kissen


Auch wenn Fauchi Stormborn die Gewalt gegen Drachen in „Game of Thrones“ Angst macht


Neues Musical

27. Juli 2017

Neue Flora besetztHeute legte die Rote Flora ihr neues Nutzungskonzept vor, den Vorstellungen der Politik von dieser Stadt näher zu kommen.  Nach der erfolgreichen Inszenierung des an diesem Ort so geschichtsträchtigen „Phantom der Oper“[1] folgt nun das nächste Musical am Achidi-John-Platz: „Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse“. Die Handlung ist am gleichnamigen DEFA-Film angelehnt, doch die musikalische Gestaltung folgt unlängst entdeckten Partituren von Hans Eisler aus einem verloren geglaubten Briefwechsel mit Theodor W. Adorno.

Die HADAG sagte bereits zu, die „C-Star“ aufzukaufen und anläßlich des Musicals in „Ernst Thälmann“ umzubenennen, am Design der neuen Lackierung wird z.Zt. fieberhaft von HfBK Studierenden gearbeitet. Nach ersten Soundchecks zeigte sich Kultursenator Dr. Brosda (SPD) beeindruckt und bot den Gestaltenden der Roten Flora spontan einen Gebäudetausch mit der Elbphilharmonie an.

Einzig aus den Reihen der Partei „die Partei“ gab es Proteste, Hamburg müsse Muscalfreie Zone werden[2], eine Räumung der Neuen Flora wird diskutiert. Anwohner*innen zeigten sich diesem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen, gingen doch deutlich stärkere Belästigungen für sie vom Publikum der Neuen Flora aus. Innensenator Grote (SPD) bot an, die Lage mit dem erfolgreichen Einsatzkonzept vom 06.07.2017 ff zu entschärfen: Wer vor der Neuen Flora auf dem Radweg geht kann im Rahmen hamburger Verhältnismäßigkeit künftig mit Pfefferspray rechnen.

Im Rahmen dieser Kompromißverhandlungen unterzeichnete Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bereits einen Kooperationsvertrag mit „Der Schwarze Block“® gGmbH, künftig müssen Halter*innen verkehrswidrig geparkter Fahrzeuge mit unbürokratischen Schnellverfahren mittels Grillanzünder rechnen.


Haushaltssicherheit

18. Juni 2016

Idee: Prokopius

Haushaltsunfälle häufen sich in Deutschland. Mit ca. 90001 Toten durch Haushaltsunfälle im Jahr 2014 ist die Gefahr deutlich höher als jene durch Verkehrsunfälle (ca. 35001) einzuschätzen. Doch während im Straßenverkehr zahlreiche Regulierungen und Kontrollen für unsere Sicherheit sorgen, ist der Bereich des Haushalts nach wie vor unterreguliert; und das trotz Fortschritten wie flächendeckende Rauchmelder, sowie deren Umbenennung in Brandmelder.

Hier will jetzt die Bundesregierung eingreifen. In enger Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern entsteht gerade ein neues Gesetz zur Optimierung der Treppensichierheit, das an die überragenden Erfolge der #dankhelm Kampagne2, 3 des Verkehrsministeriums anknüpfen soll. Künftig müssen in jedem mehreren Mietparteien zugänglichen Treppenhaus Sturzhelme ausliegen. Diese werden dann halbjährlich vom Schornsteinfeger kostenpflichtig überprüft. Sollte das Angebot ausliegender Helme nicht auf Basis freiwilliger Selbstverpflichtungen durch die Mieter*innen hinreichend genutzt werden, wird eine Kameraüberwachung der Treppenhäuser erwogen, auch um der Gefahr entgegenzuwirken, Einbrecher*innen könnten aus der Position eines Helms folgern, wer gerade nicht daheim ist.


Fat-[whatever]

1. Juni 2015

Faszinierender Fail, präzise am Problem vorbei:

„Persönlich fände ich es gut, wenn es eine Bewegung gäbe, die die gesundheitlichen Gefahren von Unter- und Übergewicht anerkennt und darüber aufklärt und sich gleichzeitig dafür einsetzt, dass Menschen frei über ihren Körper entscheiden. Ich denke auch, eine wirklich freie Entscheidung ist nur mit allen Informationen möglich.“[1]

Genau bei „allen Informationen“ liegt doch das Problem, welches darüber zu diskutieren unmöglich macht. Genauer, daß es nicht um alle Informationen geht – die dürften bei sich damit jahrelang beschäftigenden weitgehend auf dem Tisch liegen -, sondern genau die kontroverse Frage, wie diese zu bewerten seien.

Scheinbar ‚objektive medizinische wahrheiten‘ werden gegen gewisse Körper in Stellung gebracht. Die Anrufung, die gesundheitlichen Gefahren anerkennen zu müssen ist genau das Mittel, gegen das gekämpft wird, um ein Stück Deutungshoheit über den eigenen Körper zurückzubekommen; freilich bisweilen mit dem Resultat ‚das Ziel ist im Weg‘.

Wiesehr scheinbar wissenschaftlich fundierte Hoffnungen (siehe hierzu z.b. diesen großartigen Artikel), durch Ernährungsänderungen das wohlbefinden zu steigern aberglaubensähnliche Züge annehmen ist ein Faß, daß hier nur gezeigt sei, aber ungeöffnet bleibt.

Nun könnten wir versuchen, „Gewißheiten“ zu isolieren, z.B., daß sich ständig über andererleute Gesundheitszustand zu verbreiten eine Form der Übergriffigkeit ist[2], das Problem bleibt dennoch: In einem Klima, in dem viele Gesundheitsprobleme unnötig auf die auffällige Abweichung „Übergewicht“ geschoben werden, ist es mindestens schwer zu beurteilen was “’gut“‘ für eins ist.3

Das wäre die erkenntnistheoretische Tücke hinter dem Problem: Es lassen sich Argumente für so ziemlich jede Position finden, daß sie bei derart umkämpften Themen keine Orientierung bieten. ‚Wissen‘ ist nichts Individuelles, entsteht immer in der Herde und da hier einiges auf Inkommensurabilität4 hindeutet, wird sich weder mit middleground, noch mit irgendwelchen unbestreitbaren „Fakten“ eine einfache Lösung finden lassen. Bleibt zu befürchten, daß sich Widersprüche gar nicht zum Höheren auflösen. Und dem Subjekt damit höchstens die Wahl bleibt, welchem bezugsgruppenbedinten Brett vor dem Kopf es sich unterordnet.5


3 Meine eigene gerade ganz gut funktionierende Lösung, auf Essen und Gewicht kein Wert zu legen, sondern Verbesserung (auch wieder so ein scheißneoliberales Konzept) des persönlichen Wohlbefindens in Kondition zu suchen – und mit jener als Kollateralnutzen auch noch ein wenig Geld zu verdienen – ist bestimmt nicht verallgemeinerbar.

4 Den üblichen Standards nach müßte an dieser Stelle eine Abhandlung mit einer oder zumindest eine Literaturliste stehen. Ätsch.

5 Und nein, wer behauptet, ganz individuell zu denken und keinen gruppenbedingten Standpunkt zu haben, vertritt meistens nur den unsichtbaren da unmarkierten Standpunkt.