Plüschie Theorie #5: Gemeinschaft

18. Juli 2018

In einem Interview der Kaffeehausdilettant*n – stellvertretend für die Punkprinzessin und Fauchi Stormborn – mit ki7sun3, – stellvertretend für Percy Plushergaben sich viele neue Aspekte für unsere Plüschtier-Reihe. Die Sendung wird auf diesem Blog angekündigt, aber der Vollständigkeit halber seien hier die neuen Erkenntnisse schriftlich festgehalten

 

  • Unterschätzt nicht, wie viele Plüschbegeisterte es gibt!
  • Plüschtiere als Möglichkeit miteinander in Kontakt zu treten
    • Dies kann zunächst einfach als „Icebreaker sein, eine Gemeinsamkeit, ein Gesprächsthema usw.
    • Dies kann auch als Form von Avatar sein. Durch digitale Kommunikationsmöglichkeiten sind viele gewohnt sich mit unterschiedlichen Online-Personae zueinander in Kontakt zu setzen; dies sind weniger Aspekte der Persönlichkeit als viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten. Plüschtiere können so etwas im Meatspace fortsetzen
    • Plüschtier als Kommunikationsmöglichkeit, z.B. zu signalisieren ob/wieviel Kontakt erwünscht ist
  • Plüschtiere als Verkörperung von „Diversity“
  • Neil Steinberg: The new science of cute
    • Biologistische Erklärungsansätze
      • Konrad Lorenz: Kindchenschema
      • Konzentration, feinmotorische Fähigkeiten Dopaminausschüttung
      • Zwei-Ebenen-Modell: Nicht nur motiviert es Pflege von Neugeborenen, es soll auch Interaktion von Kleinkindern und also Sozialisation erleichtern
    • Ob/wie Cuteness in Gegenständen wahrgenommenwird ist stark kulturspezifisch
    • Auf Cuteness ausgelegte künstlerische Darstellungen erst um 1900
    • Kawaii := Nicht bedrohlich; im Gegensatz zu „niedlich“ immer positiv besetzt
    • „Cuteness-Studies“ als interdisziplinäres Feld von Verhaltens- & Kulturwissenschaft und Biologie
    • Dadurch daß Cuteness die Grenzen von Ich und Anderem, von Subjekt und Objekt durchbricht erleichtert es sich in Beziehung zu Anderem zu setzen
    • Plüschtiere als „Hausgötter“
  • Wolfseule behält Recht
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Kroko statt GroKo #2

15. Mai 2018

Kroko nimmt Ängste ernst

Kroko gehört zu den kleinen Leuten (42cm)

Plüschtiere an die Macht!


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1. Mai 2018

Mit Baron René Garde

„Moin, Wachtmeister. Scheiß Tach gehabt?
Dann gönn‘ Dir doch ’nen Hamburger Kessel!“

„Für mich zählt bei Demos das Gemeinschaftserlebnis,
Hamburger Kessel gehört einfach dazu!“

„Nach 14 Semestern endlich den Taxischein.
Klar bin ich dabei wenn es Hamburger Kessel gibt!“

Hamburger Kessel – Deftiges aus dem Norden.


Gastbeitrag: Kuschelplüsch

22. April 2018

„In einer Zeit, wo 9/10 Menschen chronisch unterkuschelt sind, zeigt sich die Bedeutung von Plüschtieren!“


Plüschie Theorie #4: Utopie

20. April 2018

Plüschietheorie ist nach wie vor ein Desiderat gesellschafts- und kulturwissenschaftlich orientierten Philosophie & Psychologie1. Wenn wir davon ausgehen daß unsere Untersuchungen zu Plüschtieren nichts mit Kindern bzw. Entwicklungspsychologie zu tun haben sollen findet sich an Forschungsstand in etwa – nichts.2

Dies verweist auch auf unheimliche Ungleichzeitigkeiten in Theoriebildungen: Da Plüschtiere in ihrer heutigen Form – der Zusammenhang zu älteren Verwandten wie Puppen wäre auch noch von künftigen Plüschtierstudies herzustellen – erst Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, haben freilich in der Antike, in der Aufklärung oder im 19. Jahrhundert verwurzelte Philosophien wenig dazu zu sagen. Falsch/kontextlos verstandene Beiträge zeitgenössischer Philosoph*innen zur Materialismus:Idealismus-Debatte tun ein Übriges, daß Themen wie diese lange unterschätzt wurden.

Neben bereits untersuchten subjekttheoretischem und -praktischen Potential sei deshalb an dieser Stelle nocheinmal das Utopische an unseren kuscheligen Freund*innen hervorgehoben:

  • Sie bilden nach @wolfseule die Antithese zu Leiden und Tod
  • Sie bieten schöne Momente der Kuschelig- & Niedlichkeit
  • Sie können damit Teil radikaler Selfcare sein
  • Sie verkörpern Potential zur Selbstentwicklung (siehe: Techniken des Selbst)
  • Sie sind etwas sehr Persönliches, damit nicht einfach nur bedeutungslose Dekoobjekte

Will sagen: Niemand ist zu alt für Plüschtiere! Kuschelt mit ihnen, teilt Bilder von ihnen wenn sie mögen, denkt darüber nach und vielleicht vielleicht wird die Welt dadurch irgendwie ein kleines bißchen besser.


1 Daß eine gesellschafts- und kulturwissenschaftlich orientierte Psychologie an sich (noch?) eine radikale wie notwendige Forderung darstellt hier nur am Rande.

2 In sofern können wir diesen Wolfseule-Artikel ohne Übertreibung als Pionierarbeit ansehen!


Zur Feier des Tages

8. März 2018

Ob schreibend …


… oder lauernd …


… oder kontroverse magische Praktiken versuchend


Wobei auch Selfcare radikal sein kann


Die Kulturellepraxis wünscht Euch einen kämpferischen 8.März!


Kroko statt GroKo!

6. März 2018

Die Kulturellepraxis legt hiermit einen konstruktiven Vorschlag zur Regierungsbildung vor:

Plüschtiere an die Macht!

Von Kroko existiert bereits eine Arbeitsprobe: Hier die Neujahrsansprache 2015 (leider in Flash).