Containern in Entwürfen #1

25. Juli 2013

Political Ambiguity, Explicit SarcasmEine Sammlung unfertiger Kalauer, welche selbst uns zu platt waren

  • China hat noch keinen Krieg gegen Japan gewonnen
  • Auf diesem Kriegsschauplatz sterben Leute an Selbstmord, leider nicht ihrem eigenen
  • „Emanzipation“ enthält „man“, insofern lieber Eperszipation (Und nein, wir wissen durchaus, daß „man“ aus dem Althochdeutschen, „Emanzipation“ dem Lateinischen kommt)
  • Irgendwas mit Erdoğan vor Wien #ikeawitz
  • @ihf_a erzählte von Drogen, welche die Vene verfehlend Haut auflösen. Als Emo ist der Gedanke befremdlich, daß die Vene zu verfehlen tödlich sein kann #noemo

Kulturellepraxis live

22. Juli 2013

„Das ist keine Sozialphobie, das ist Lernen aus Erfahrung!“


„Fundstück“

17. Juli 2013

Crosspostinigsvermeidungsverlinkung

Unter Beteiligung von Teilen der Kulturellenpraxis (Odradek) ist ein Artikel mit @sanczny und @yetzt zum Thema RZB unter dem Titel „Romantische Hachscheiße : Beziehungsformen mit ≥0 Partner*innen funktionieren einfach nicht“ entstanden, welchen Ihr HIER und HIER nachzulesen vermögt (bzw. nach nicht ganz neutraler Ansicht d* Coautor*n: solltet!).


Neulich im Studierendencafé

5. Juli 2013

„Kennt Ihr so Tage, an denen Ihr das Gefühl habt, nichts geschafft zu haben?“ – „Has anything fallen from the sky recently?“(1)


Neue Universität

17. Juni 2013

Mit Hackerschorsch

Nachdem der Umzug auf den kleinen Grasbrook wohl (hoffentlich) vom Tisch ist, aber immernoch Begehrlichkeiten auf die teuren Grundstücke der Universität Hamburg herrschen, außerdem „Einsparungen“ den Platzbedarf massiv herabgesetzt haben, wird nach einem neuen, allerdings innenstadtnahem Standort gesucht. Unter dem Titel „Heinrich-Hertz-Hochschule“ verlegen wir die Uni deshalb einfach in die seit 12 Jahren leerstehende Aussichtsplattformen des Hamburger Fernsehturms. Hier schonmal Material für die PR-Abteilung:

  • Hoch-Schule
  • Überblickswissen
  • Hohes Niveau
  • Leuchtturmprojekt
  • Herausragend („Stands out“)
  • Strahlt weit aus
  • Elfenbeinturm
  • Aufstiegsmöglichkeiten
  • regelmäßig polarisierend
  • stark frequentiert
  • angegliederte Autovermietung

Studieren Sie an der Heinrich-Hertz-Hochschule. Wir vermitteln Überblickswissen auf höchstem Niveau und bilden damit ein herausragendes Leuchtturmprojekt, welches weit ausstrahlt. Zwar bekennen wir uns zu klassischen Bildungsidealen des Elfenbeinturms, bieten aber auch gewaltige Aufstiegsmöglichkeiten. Unserem Namensgeber werden wir gerecht, denn nicht nur unsere angegliederte Autovermietung ist stark frequentiert, wir wirken auch regelmäßig polarisierend.

Allerdings soll die Köhlbrandbrücke abgerissen werden. Eine Uni, die schon bessere Tage gesehen hat würde perfekt zu diesem Bauwerk passen. Zumal dies optimal die Symblolik der Bridge-Trilogie aufgreift: Veraltete Technologie gerät in eine Krise, woraufhin durch Selbstorganisationsprozesse – in diesem Fall, wie auch schon in „Red Star, Winter Orbit“ durch Besetzung – ursprünglich unintendierte Verwendungspraxen entstehen. In einer cyberpunkigen Verbindung von Hightech und Lowlife, sowie Technologie und Mensch entsteht Neues.

  • Gehobene Ansprüche
  • Keine trockenen Stoffe
  • Erforschung von Brückentechnologien
  • Fördert Inselbegabungen
  • Tiefgründig basiert
  • Basis befindet sich im Fluss
  • Spannt einen weiten Bogen
  • Uferlose Möglichkeiten
  • Ermöglicht Zugang (z.B. nach Waltershof)

Die neue Hochschule für gehobene Ansprüche ermöglicht tiefgründig basiert ungeahnte Zugänge (z.B. nach Waltershof). Hier wird ein weiter Bogen gespannt von Brückentechnologien bis Inselbegabungen, hier herrschen uferlose Möglichkeiten. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit trockenen Stoffen, denn unsere Basis befindet sich stets im Fluß.


Unfreiwilliger Towel Day

25. Mai 2013

Kulturellepraxis wünscht einen schönen Towel-Day.
Mehr zum Thema hier und hier

25.05.2013: DON’T PANIC, nicht die Daleks, sondern – so ähnlich – der Schlandmob fällt in London ein. Egal auf welche Weise sie dort hinkommen, Deutsche im Ausland können eine Landplage sein (gut, im Inland auch). Statt billigen Kalauern über Seelöwen und/oder Blitze fallen dieses mal besonders solche über mit Handtüchern reservierte Plätze auf.(1), (2) Die Douglas Adams Fangemeinde freut es.


Wörterbuch Teil #7

14. Mai 2013

Skinnern := Durch changieren zwischen fach- und umgangssprachlicher Bedeutung von Begriffen die Bedeutungslosigkeit und/oder Widersinnigkeit eigener Behauptungen verschleiern (vgl.1, vgl.2). Glücklicherweise gibt es schon einen guten Begriff für Zitierkartell („Zitierkartell“), womit „skinnern“ hierfür verwendet werden kann.

JMFischern := Über die „Erinnerungsweltmeister“ Trope die deutsche Vergangenheit zur Begründung Deutschen-Handelns(tm) machen. Meist versetzt mit äußerst eleganten Godwinderivaten. Ein Castor fährt nach Kosovo, am Steuer Peter Hartz.

Sartre pullen, einen := In einem Café linksintellektuelle Arbeit verrichten; nicht[?] zu verwechseln mit: „Klasse, kreative“

Entität, die := Philosphisch für „Dingsbums“

Upgaradehölle, die := Aktualisierungsvorgänge, wenn sie länger dauern als eine Neuinstallation – inkl. Konfiguration eines dem Status Quo Ante ähnlich approximierten Zustandes – gedauert hätte. Endet meist in frustrierter Neuinstallation. Sieh auch xkcd und Pigor/Eichhorn

Lesarts-Kneifzange, die(1) := Flachzange mit Talent zu verkürzter Lesart

Studies Studies, die(2) := Wissenschaftstheorie

Bahamas Deutung := Alles nicht Aufklärungs-Linientreues ist Nazi. In anderen derartigen Fällen hätten wir als Gegenmittel die „Dialektik der Aufkärung“ empfohlen; welch eine Dialektik … Vorschlag der Kulturellenpraxis: Bahamasvergleich ist der neue Nazivergleich Ist das auch schon Dialektik oder nur ein Treppenwitz?

Tiefergelegt, ökonomisch := Folgen prekärer Lohnarbeitsverhältnisse; die Kurvenlage des Lebenslaufes austesten, um stromlinienförmiger für den Neoliberalismus zu werden

Ikeawitz, der := Witz zum selber-zusammenbauen. Meist fehlen wichtige Teile


Österliche Musiksammlung

31. März 2013

Da es als höflich gilt, anderen frohe hegemoniale Feiertage zu wünschen (Kontext des Bildes), wird hiermit die Technik des Rückdatierens genutzt


Positivismusgottesdienst #1

4. März 2013

Wenn der Positivismus die Fortsetzung der Religion mit anderen (wissenschaftlichen) Mitteln anstrebt und wenn Wittgenstein einer der reflektiertesten Vertreter*innen ist, wie können wir uns das vorstellen?

Eine Kathedrale, die „der allgemeine Begriff der Bedeutung […] mit einem Dunst umgibt“  (PU §5). Erbaut wurde dieses sehr moderne Gebäude ausschließlich aus den „Bausteinen […] Würfel, Säulen, Platten und Balken“, möglicherweise mit Material einer schweizer Baumarktkette und der Legende nach von nur von einem „Bauenden A mit einem Gehilfen B“ (PU §2). Über dem Eingang groß geschrieben steht „Die Welt ist alles was der Fall ist“ (Tractatus 1).Wir besuchen sie Sonntag, „wenn die Sprache feiert“ (PU §39). Denn zur Eucharestie gibt es „fünft rote Äpfel“ (PU §1). Als der Pfarrer – der wie ein Dorfschullehrer aussieht – den Raum betritt, wird es ganz still, denn „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen“ (Tractatus 7); außerdem trägt er einen Schürhaken. Die Predigt beginnt

„Wir fühlen, dass, selbst wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind. Freilich bleibt dann eben keine Frage mehr; und eben dies ist die Antwort.“ (Tractatus 6.52)

Es setzt der Chor ein mit M.A.Numminen.


Kulturellepraxis live

3. März 2013

„In welcher Form führt Du Dir Deine tägliche Dosis Meme zu?“