Prepping ist tot

29. April 2020

Eigentlich sollte eine echte – ja, hier legen wir uns fest! – Krise wie Covid-19 die Stunde der Prepper sein; alleine Vorräte um mit einem Lockdown umzugehen klingen ja recht hilfreich. Doch genau aus dieser Szene – u.a. – kommen jetzt Zweifel daß die Situation so ernst sei wie Fachleute behaupten und Forderungen nach gewohntem Zugriff auf andererleute Arbeitskraft.

Daß die rechte Szene voller weinerlicher Jammerlappen ist, die austeilen wollen, aber nicht einstecken können dürfte bekannt sein. Wie groß muß die Enttäuschung sein, daß echtes Survival eine* nicht zu* strahlenden Held* macht; in der Tat die Herausforderung teils darin liegt daß es so weitgehend unspektakulär ist.

Es wurde sich nicht auf konkrete Katastrophen, sondern auf Erzählungen und Vorstellungen von solchen vorbereitet; und kein Plan – nichteinmal ein guter – überlebt den ersten Feindkontakt. Von daher sind die – gescheiterten? – Erzählungen letztlich das Interessante hieran.

Zunächst wäre die toxische Männlichkeit zu betrachten: Sich als unabhängiges Individuum darzustellen, welches durch Härte, die sich auch in Rücksichtslosigkeit äußert nicht so verwundbar wie andere dasteht. Gepreppt werden bei dieser Deutung letztlich symbolische Härteverstärker, beispielsweise Waffen. Nun sind „materialistisch“ betrachtet Waffen aber keine Genitalverlängerungen, sondern gefährliche Gegenstände, d.h. für eine echte Waffe sollte prozedurale Vorsicht erlernt werden und verantwortungsvoller Einsatz, zumal sowohl eine zu schnell als auch eine nichteingesetzte Waffe schlimmere Folgen als keine hat.

Überleben hängt immer Verwundbarkeit zusammen; davon zu sprechen ergibt ohne keinen Sinn. Das setzt einen Umgang mit der eigenen Verwundbarkeit voraus und es bedeutet in den meisten Fällen – speziell diesem – von anderen abhängig zu sein. Ein Teil der alltäglichen Abhängigkeit läßt sich leicht verleugnen, da das gesellschaftliche Verhältnis abstrahiert durch bunt bedrucktes Papier reguliert wird. Doch zu glauben daß wenn diese gewohnten Prozesse nicht funktionieren es keine Gesellschaft gebe – oder daß es keine gebe – überschätzt dieses eine Verhältnis; und die Änderbarkeit der Verhältnisse.

In (nicht nur) dieser Krise scheinen Geduld, Solidarität und Verantwortungsbewußtsein – für sich wie andere – die entscheidenden Überlebenstugenden. Rücksichtslosigkeit scheint aber eine über bestimmte Szenen hinaus verbreitete Reaktion zu sein: Sich Vorteile auf Kosten Anderer verschaffen zu wollen. Soetwas näher zu untersuchen fällt in den hochspannenden Grenzbereich zwischen Psychologie kritishen Anspruchs, kapitalismuskritischen Gesellschaftswissenschaften und der Suche nach sinnvollen Subjekttheorien und wird uns auf diesem Blog sicherlich noch häufiger beschäftigen.

Oftmals werden diese mit „Überleben“ verbundenen Phantasien mit Ursprünglichkeitserzählungen begründet. Ganz gleich wie viele Forschungsergebnisse dagegen sprechen, „die Steinzeitmenschen“ oder „die Evolution“ dienen als Projektionsfläche und schlechte Post-Hoc Erklärungen. Dahinter könnte die Erzählung von „Kultur“ als Zähmung des an sich tierisch-bösen Menschen stehen, deren Wertung – wie es bei dieser Art von Gegensätzen oftmals passiert – umkippt. Nur wird mal wieder hier keine „Ursprünglichkeit“ befreit, sondern lediglich etwas das in einem Deutungs- und Handlungsmuster das behauptete etwas zu unterdrücken angelegt war; Foucault-Fußnote bitte selbst raussuchen.

Die Ursprünglichkeitserzählungen sind also gefährliche Wunschträume. Und wenn Überleben Verwundbarkeit und Abhängigkeit heißt, können wir in einigen Ecken feministischer Theorie deutlich nützlichere Konzepte als in der rechten Prepperszene finden; gut, letztlich überall wo Überleben ein Problem und nicht bloß eine Geschichte ist.

Dies heißt aber nicht, daß es nicht sinnvoll sein könnte für gewisse Notfälle vorbereitet zu sein. Wir können aus der Coronasituation lernen und es gibt Best Practice Empfehlungen für einige Katastrophenszenarien die sich ohne allzu viel Aufwand oder symbolischen umsetzen lassen.

Beispielsweise könnte es praktisch sein, von permanent gebrauchten, aber haltbaren Sachen die Vorräte aufzustocken. Hamsterkäufe sind ein Versuch sich Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen und je mehr Leute vor einem Notfall gewisse Vorräte haben desto geringer die Gefahr daß in einem solchen zu wenig verfügbar ist. Ein Nichtcoronabeispiel wäre ein „Grab & Go Bag“, also jederzeit auf ein paar unvorbereitete Übernachtungen woanders als zuhause vorbereitet zu sein, das schafft Handlungsmöglichkeiten, auch bei erfreulichen Anlässen.

Bildet Banden der Flauschigkeit und paßt aufeinaner auf!


#cutenessrevolution anderswo #5: Chiijohn

26. November 2019

Last Week Tonight beschäftigte sich bereits zuvor mit japanischen Maskottchen, u.a. mit einer Story über Chitan, einem inoffiziellen Maskottchen von welchem niedliche, aber äußerst kontroverse Videos kursierten. Abschlossen wurde der Bericht dadurch, daß als Ersatz für Chitan dem offiziellen Maskottchen der Stadt Susaki Shinjo-Kun ein neues, Moderator John Oliver ähnliches namens Maskottchen namens Chiijohn zur Seite gestellt wurde. Dazu gibt es jetzt eine sehr schön erzählte Folgegeschichte, die John Oliver mit Worten anmoderiert, die auch ein Grundsatzprogramm der Plüschstudies sein könnten:

The whole saga was heartwarming, wholesome and basically the exact opposite of what it feels like being alive right

Viel Spaß!

In Otter News: Ein Significant Otter auf Reisen


#cutenessrevolution anderswo: #4: Späte Rettung

26. September 2019

https://twitter.com/SusanWiseBauer/status/1176585215755657219

@SusanWiseBauer:
Fourteen years ago, my four-year-old daughter lost her dearest stuffed animal friend ever. Plurna was gone. We all wept. For months.

Today, my farm manager found Plurna in the woods wrapped in roots.

We washed her and she is whole.

I am speechless.

Vielleicht jetzt nicht die gewohnte theoretische Tiefe, aber eine herzzerreißende Geschichte von langer verbundenheit mit einem kuscheligen Companion.


Eine Lanze für #10 Glitzer

20. August 2019

“Eine Lanze für … : Hantologische Streifzüge zu totgesagten Konzepten, in theoretischen Abfällen containernd”, Teil 10: Glitzer & Cuteness

„Die Horden der Finsternis glitzern nicht“ –Fauchi Stormborn

Vielleicht sollte Anwürfen aus dem küchenpsychoanalytischen Storygenerator nicht noch Aufmerksamkeit gewidmet werden und nicht die drölfzigste Widerlegung geschrieben werden. Vielleicht ist es aber auch ein guter Anlaß ein paar Dinge zu bärklären.

Dieses mal geht es um Cuteness- und Glitzerästhetiken. Diese seien ein Teil von Selbstinfantilisierung und zeigten daß die nutzenden harmlos gegenüber den herrschenden Verhältnissen sein wollen. Der Einwand daß feminine Ästhetiken abzuwerten misogyn motiviert sei reproduziere Rollenerwartungen. Und wir dachten die Rollentheorie wäre längst zerbröselt und durch Performanztheorien ersetzt..

Zunächst einmal müssen wir klären: Einhörner, Glitzer und Cuteness sind sicherlich streng Opt-In-Only! Wer es nicht versteht muß nur verstehen es nicht zu verstehen. Also müssen keine moralischen Verbindlichkeitsansprüche abgewehrt werden. Von daher scheint es verwunderlich daß überhaupt darüber kontrovers diskutiert wird. Ob so viel polarisierendes Potential bereits auf subversives hindeutet sei mal dahingestellt, aber anscheinend geht es zumindest nicht um Wirkungs- oder Bedeutungsloses.

Als Opt-In Modell müssen wir uns eigentlich auch nicht mit dem Problem beschäftigen, daß Subjektivierung ja nicht im luftleeren Raum stattfindet, also diese „Erwartungen“ nicht nur äußerliche sind, sondern sich dazu irgendwie zu ihnen verhalten und verhalten zu müssen Teil des Subjekt-Seins ist. Ohnehin bereitet das Dilemma daß einerseits jede Wiederholung eine Norm festigt, andererseits Ausdrucksmöglichkeiten pauschal herabzuwürdigen – zum Anderen, zum Untergeordneten machen – wiederum Teil dieser zu bekämpfenden Norm ist nur dann unlösbare Probleme wenn auf jegliche Ambiguität verzichtet wird. Nun ist es aber gerade Grundprogramm einiger poststrukturalistischer Queerverständnisse kleine Uneindeutigkeiten zu großen Möglichkeitsräumen ausweiten zu wollen. Hier fügen sich Cutenessästhetiken gut ein. Wenige Leute laufen anlaßlos als japanische Maskottchen rum, d.h. als großer Trampler (Mensch, Cyborg u.ä.) reine Cuteness darzustellen ist schwer bis unmöglich. Cutenessästhetiken werden also meist mit anderen Stilen kombiniert. Nun sind aber gerade ungewöhnliche Kombinationen die Seh- und Denkgewohnheiten durchkreuzen geradezu ein fast schon langweiliger Grundbaustein dieser Ecke von queerer Ästhetik. Da Cuteness aber als unmännlich und unerwachsen gilt können damit beispielsweise Selbstinszenierungserwartungen unterlaufen werden. Sich nicht zu ernst nehmen als politisches Programm.

Der „Selbstinfantilisierung“svorwurf ist nicht neu, von Safespaces bis zu ungeschickten Abkürzungen („Transpi“, „Lauti“) waren so manche Phänomene Aufhänger für diese kritischen Kritikversuche, doch nun hat die Autodeterminierung des Anwendungsbereichs endlich das (zu) offensichtliche Ziel gefunden: Ästhetiken die sich kindlich Konnotiertem bedienen. Dies zu verbinden bedient sich einer versteckten biologistischen Prämisse, nämlich Cuteness mit Kindchenschema und dieses mit „Nestpflege“ wegzuerklären; wie es leider auch in den Cuteness-Studies- das gibt es tatsächlich, allerdings mit zu nützlicher Ausrichtung um hier positiv beachtet zu werden – oftmals geschieht, daher heißt unser „postmoderner“ Gegenentwurf „Plüschtierstudies“, auch wenn er mittlerweile über Plüschtiere hinauszugehen vermag, aber nicht ohne sie vonstatten geht. Der Einwand das sei doch kindisch ist in diesem Fall so dermaßen naheliegend, daß davon auszugehen ist, Fans von Cutenessästhetiken hätten sich damit von sich aus auseinandergesetzt; sei es auch nur mit einem „na und!?“. Dies schließt zwar nicht aus daß unter Schichten von beispielsweise Ironie das offensichtlich Naheliegende versteckt sein kann, nur wären Leute die dies behaupten in der Pflicht solche – und andere – Schichten ersteinmal feinsäuberlich abzutragen.

Soetwas kann allerdigns schon deshalb nicht gelingen, weil wir es nicht mit einem klar umrissenen Ding zu tun haben, sondern einem dezentralen, bisweilen brüchigen und widersprüchlichen Gefüge. D.h. auch daß ähnlicher Ausdruck sehr Unterschiedliches bedeuten kann. Die eine, die eigentliche Bedeutung eines Zeichens festlegen zu wollen muß scheitern. Dies ist keine „postmoderne Beliebigkeit“, sondern eine Forderung nach gegenstandsangemessenen Methoden. Speziell politischer Ausdruck ist oftmals ein Move – im dreifachen Sinne von Spielzug, Bewegung zu und Absetzungsbewegung von – somit nicht ohne Absichten, Kontexte, Rezeptionen genauer zu untersuchen oder beurteilen. Beispielsweise Verunsicherungstaktiken – und mit diesen arbeitet „postmoderner“ Aktivismus ja gerne – können weder eindeutig, noch stabil sein. Ästhetiken lassen sich nicht vor Vereinnahmung schützen, das macht Cuteness so radikal, hier wird dies nichteinmal versucht.

Methodendiskussion in den Plüschtierstudies

Daß aber Cutenessästhetiken vermehrt auftreten und – in manchen Kontexten – un-verschämt gezeigt werden, die scheinbare Grenze zwischen Spiel und Ernst verwischend und gar politisch eingesetzt werden, wollen wir „Cutenessrevolution“ nennen, wohlwissend daß sie – wie vielleicht jede Revolution bei näherer und dogmensparsamer Betrachtung – eine Mannigfaltigkeit mit unterschiedlichsten Zielen ist. Eine Aufgabe für die Plüschtierstudies wird es sein die Cutenessrevolution im den Kontext queerer Ästhetiken zu untersuchen und ihre queerenden Potentiale zu fördern.

Es mag Cuteness- und Glitzerästhetiken geben, die einfach nur oberflächlich sind – von allen zu verlangen immer und überall subversiv zu sein wäre zu viel verlangt und führte zu Überforderung. Dieser wird dann oftmals mit Abwehrmechanismen begegnet, welche die Psychoanalyse so trefflich beforscht hat. Jedenfalls könnte es sinnvoll sein „Guilty Pleasures“ – sondern höchstens ihre Folgen – nicht als Politisch-Moralisches zu untersuchen, darunter leiden unnötig entweder die Pleasures oder die Theorien mit denen sie gerechtfertigt werden. Wenn etwas Wohlbefinden spendet ohne anderen dabei zu schaden kann es beispielsweise als Selfcare dienen: aufgerieben im Namen der Gutensache(tm) nützt d* beste Revolutionär*in niemandem; und das Gefühl daß nicht alles von Nützlichkeit abhängt – sei es auch die für die gutesache(tm) – ist auch etwas Wert. Wir halten also fest: Cuteness macht nur dann Spaß wenn sie nicht unmittelbaren Zwecken untergeordnet ist oder ein Eigenleben neben den Zielen führt. Affinität zu Cuteness besser leben zu können ist für manche eine Befreiung; kein gelöster Hauptwiderspruch, aber doch mehr Handlungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt für Plüschtiere, die jetzt mehr unter die Leute kommen. Die Cutenessrevolution hat also subrevolutionäre Anteile, doch schadet dies nur in einem Entweder-Oder-Denken. Selbst das beste Schwert funktioniert nicht ohne stumpfe Teile.

Die Plüschtierstudies grenzen sich gezielt vom Thema Kinder ab, gerade um die Assoziationskette Niedlichkeit:Kindlichkeit:Unschuld zu durchbrechen; dort geht es nicht um Unschuld, nichteinmal verlorener oder bekämpfter. Dies grenzt sich in zwei Richtungen ab: Zum einen gegen Kritik die – bestenfalls durch versteckte biologistische Prämissen, schlimmstenfalls durch Assoziationsschlüsse – den Cutenessästhetiken Kindlichkeit unterstellt, zum anderen bedeutet das auch eine Aufgabe für die Cutenessrevolution, die Elemente jenseits von Unschuld und platter Distanzierungsironie – beispielsweise durch ernstes Spiel – weiter zu entwickeln.

Doch erstaunlich viele die sich positiv auf derartige Ästhetiken beziehen haben in Abgründe geblickt. Somit läßt sich nicht ohne Weiteres erkennen ob hinter einer Affinität zu Cuteness Naivität, Wunsch nach Naivität oder das genaue Gegenteil, nämlich sich bewußt zur Ent-Täuschung dieser zu verhalten ist. Vielleicht gar dem irreparabel beschädigtem Leben vitale Fiktionen entgegenzusetzen.

Damit ließe sich im Stil der Küchenpsychoanalyse – und mit dessen deutungshoheitsgreifenden wie assoziativen Methoden – polemisieren, daß vor sich herzutragen Safespaces und Cutenessästhetiken nicht zu verstehen oder gar zu verachten zeige, die Gründe für Bedürfnisse danach nicht nachvollziehen zu wollen und können. Der Selbstinfantilisierungsvorwurf wäre dann als projektiv einzuordnen, wird er doch durch Naivität aufrecht erhalten und basiert auf der Abwehr der Befürchtung, die eigene Reife und Abgeklärtheit sei nur Simulation. Aber so zu argumentieren wäre weder methodisch noch moralisch vertretbar. Glücklicherweise ist ernsthafte Subjekttheorie weiter als solch feuilletonistischen Sparversionen.

Wie steht aber Cuteness jetzt zu Harmlosigkeit? Dies ist eine offene Debatte. Doch glücklicherweise ist dessen Ergebnis hier nicht praxisrelevant. Die Militanzdebatte steht nämlich auf einem anderen Blatt. Militanz ist keine Lebensform, keine Ästhetik – Ästhetiken können ohnehin keine festen Größen sein – und sollte die Frage nach den Beziehungsweisen nicht beantworten. Also wäre es ein fataler Kategorienfehler Cuteness mit irgendwelchen taktische Entscheidungen in Verbindung zu bringen. Nur so viel sei verraten:

Feder & Schwert (gut, Kugelschreiber und Multitool), die Waffen einer Punkprinzessin #cutenessrevolution

Fazit: Realität ist etwas für Leute die nicht mit Einhörnern klarkommen – Philosoph*n gegen Realität und Plüschtiere an die Macht!


Gelöbnisse

24. Juli 2019

Marode Ausrüstung, Nachwuchssorgen, Nazivorfälle – um die Bundeswehr scheint es trotz steigenden Budgets zur Zeit nicht gut zu stehen. Doch soll sich dies mit der neuen Verteidigungsministerin, liebevoll auch nach dem letzten Updatejahr ihrer Überzeugungen AKK-47 genannt – ändern, sie stellte nun die CDU Gesamtstategie für Y-Tours vor. Ecktpunkt sollen mehr öffentliche Gelöbnisse sein. Dies erinnert viele an autoritäre Regime, doch ist es Teil der Exzellenzinitiative des tödlichsten Trachtenvereins des Landes. Statt wie zuvor Unsummen für Polizeischutz dieser Veranstaltungen auszugeben werden die Proteste nun kreativ in das Training eingebunden.

Ein Sprecher des Ministeriums dazu: „Wenn die Polizei immer mehr militärische Ausrüstung bekommt sollen die Leute mal das Original sehen!“ Möglich machen es neue Befugnisse für Sicherheitsbehörden und Bundeswehreinsatz im Inneren wie im Zuge der Exzellenzinitive Olivgrün gefordert. Das KSK wird ihre Gelöbnisse künftig auf dem Achidi-John-Platz in Hamburg abhalten. Wer flieht oder tödlich verwundet hat die Aufnahme in diese Eliteeinheit nicht bestanden. U.a. geraten an manchen Orten die ABC-Schutzausrüstungen angesichts hoher Konzentrationen von THC in der Luft an ihre Grenzen. Doch keineswegs wird linken Akitivst*innen alle Arbeit überlassen – bereits der Weg zum Gelöbnis wird zum Teil der – in Schlandland traditionell harten – Aufnahmerituals. Das Verteidigungsministeriums dazu: „Wer auf dem Weg eine Runde Bier ausläßt fliegt. Wer umkippt fliegt. Auch der Zustand unserer Transportmittel wird zum Plus, wer den Marsch nicht ohne Hilfsmittel schafft oder sich beim Schwarzfahren erwischen zu lassen ist nicht für die Kriege der Zukunft geeignet. Nur durch dieses praxisnahe Trainingskonzept wird die Truppe endlich wieder was sie mal war. Äh, das schneiden Sie raus.“


#cutenessrevolution anderswo #2: Spirit Bear

29. Juni 2019

Dank an Zweig_fragment für das Fundstück

Spirit Bear aus Prince George (British Columbia) ist nicht nur erfolgreich politisch aktiv und setzt sich für die Rechte von indigenen Kindern in Kanada ein, nach über zehn Jahren Engagements erhielt dieser unermüdliche Teddy einen Ehrentitel als „Honorary Bearister“ an der Osgoode Hall Law School. Artikel dazu hier.

Niedlichkeit sieg immer, Plüschtiere an die Macht!


#cutenessrevolution anderswo #1: TAZ

13. Juni 2019

In der Taz ist jüngst ein Artikel zu Plüschtieren erschienen mit dem richtigen und wichtigen Sätzen: „Ich glaube, in Wahrheit ist die Kuscheltierfraktion groß. Wir sind viele.“ —Christina Spitzmüller: Ein weicher Freund, der schweigt.

Interessant ist, daß diese „viele“ keine Masse oder Organisation ist, sondern ein Gefüge. Die #cutenessrevolution besteht aus vielen Leuten die außer dem gemeinsamen Interesse relativ wenig gemein haben. Es geht nicht darum ein großes Ganzes anzustreben, sondern flauschige Verbindungen zu entdecken und schaffen. Finanziert uns jemand eine Konferenzenreihe oder ein Institut (wir haben schon Vorschläge für mögliche Standorte) dazu *prettypleasewithcherryontop*?

Ihr seht: Wer abgefahrene und unapologetische Plüschtiertheorie will ist hier in der Kulturellenpraxis richtig – Plüschtiere an die Macht!