Save the Date! Plüschtiertstudies live in Hamburg

8. April 2019

Plüschtierstudies – Zu postmodernen Subjekten und ihren Erweiterungen
Im Rahmen der Vorlesungsreihe der Ag Queer Studies: Jenseits der Geschlechtergrenzen
Mittwoch 29.05.2019, 19ct, Hamburg, Von-Melle-Park 5 („WiWi Bunker“) 0079

Für diesen Anlaß hat sich Pizzafahrer Olaf Wachenhausen bereiterklärt die Kulturellepraxis zu repräsentieren, die Chefredakteur*innen werden aber anwesend sein

Abstract
Wie bei Haraways Cyborg scheinen auch bei Plüschtieren gewohnte Dichotomien nicht ganz zu passen, so beispielsweise die den meisten essenzialistischen Ansätzen zu grundeliegende von Subjekt und Objekt: Wir können unsere kuscheligen Begleiter*innen fürs Leben nicht guten Gewissens nur als Objekte bezeichnen, wissen aber, dass sie nicht unabhängig von unserer Subjektivität sind. Wir bilden sozusagen ihr „Wirtsbewusstsein“, wie es der Pionier der Plüschtierpsychoanalyse, Dr. Wood, so treffend formuliert.

Doch leider behandelt die bisherige Forschung Plüschtiere ansonsten fast ausschließlich im Zusammenhang mit Kindern und erklärt das Phänomen der Niedlichkeit meist biologistisch weg („Kindchenschema“). Somit können die transdisziplinären Plüschtier-Studies zunächst lediglich Schneisen in dieses neue Forschungsfeld schlagen, hoffend, am Rande Erkenntnisse über Subjekttheorie, radikale Selfcare und möglicherweise sogar Gemeinschaftlichkeitsutopien zu finden.

Plüschtiere werden gebeten, zu ihrem Vortrag ihre großen Trampler („Menschen“ u.ä.) mitzubringen.

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„Fundstück“

17. Juli 2013

Crosspostinigsvermeidungsverlinkung

Unter Beteiligung von Teilen der Kulturellenpraxis (Odradek) ist ein Artikel mit @sanczny und @yetzt zum Thema RZB unter dem Titel „Romantische Hachscheiße : Beziehungsformen mit ≥0 Partner*innen funktionieren einfach nicht“ entstanden, welchen Ihr HIER und HIER nachzulesen vermögt (bzw. nach nicht ganz neutraler Ansicht d* Coautor*n: solltet!).


Back to (virtual) Life

20. März 2013

Meine lieben Mäusegesichter

Gerüchte über Existenzerleichterung waren verfrüht. Zwei Schreiberlinge sind im Dissertationsstreß, einer praktikiert in Südamerika und d* überwiegend Administratives übernehmende (Autor*in) Odradek(s) hatte 1½ Wochen Inetausfall.

Wir hoffen, nicht zuviele Stammleser*innen durch diese Pause verloren zu haben, es ist weiterhin angestrebt, wenigstens einen kleinen Spruch ca. jeden 2. Tag zu posten.

Da die Kulturellepraxis aus dem Geist von Studierendencafés gegründet wurde (zum Grundkonzept siehe hier und hier), macht1 das Ganze allerdings ohnehin als One-Cyborg-Show wenig Sinn2. Soll heißen: Neue Autor*innen sind herzlichst willkommen. Dabei mag ein poststrukturalistischer Hintergrund hilfreich sein, ist aber nicht notwendig. Kommunikationstechnisch haben wir einen Mailaccount bei GMX, der vor dem ät „Kulturellepraxis“ stehen hat und ein .de am Ende, außerdem nutzt Odradek(s Autor*in) Twitter.


1 Ja, konstruktivistisch „sinn machen“!
2 Ob Sinn dekonstuieren Sinn macht sei dahingestellt.


Es gibt sie tatsächlich

17. Oktober 2012

Fundstück von ihdl

Satire bringt beängstigende Momente mit sich, in denen sie einfach von der Realität eingeholt oder überholt wird.(1) Auch die Kulturellepraxis hatte solche Momente, so beispielsweise bei Traditioneller Europäischer Medizin (TEM) oder Wählscheiben-Apps für Klugfernsprecher. Interessanter Fall ist unser Epos über Arminius, gleichwohl Verfilmungen existieren, das damals angekündigte epische Hollywood-Filmprojekt dazu, mit unheimlichen Ähnlichkeiten zu unseren Witzeleien, „Empire of Crows“, scheint in der Versenkung verschwunden zu sein. D.h., es bleibt zu hoffen, daß unsere Idee ohnehin nicht gezündet hätte, aber zu befürchten, daß sowas irgendwann tatsächlich und dann auch noch von Deutschen realisiert wird.

Nun kommt der nächste Schlag: Die Universität von Göteborg hat einen Studiengang zu RESISTANCE STUDIES.(2) Die Redaktion der Kulturellenpraxis vermeidet seither, „Critical Bootstudies“ in eine Suchmaschine einzugeben …


Erläuterung zum Twitter Banner

15. August 2012

Wegen ungeeigneter Breite brauchten wir für Twitter neues Personenkultbild (Kontext1, Kontext2 für die jüngeren Leser*innen). Dank gewisser Bildbearbeitungskünste sieht dieses jetzt optimiert auf Twittergeegnete Ausmaße so aus:

Die Auswahl geschah nicht ohne Bedacht. Marx und Engels hatten beide zeitgleich gewirkt und Lenin hat sich auf sie bezogen. Foucault und Derrida wirkten zeitgleich und Butler bezieht sich auf jene. Von daher sind wir gespannt, wann sie ihren genealogischen dekonstruktions-Staat ausruft; aber nicht wo


Hallo (Twitter) Welt!

10. August 2012

Ab sofort hat die Kulturellepraxis auch eine Twitter-Präsenz: https://twitter.com/sokalist_n , welche wir in erster Linie zur Ankündigung unserer Blogposts zu nutzen gedenken. Wer sich fragt, was dieser komische Nick „@sokalist_n“ bedeutet lese HIER nach.


Odradeks Geschlecht

5. März 2012

Odradek ist eine literarische Figur, narrative Regeln verpflichten im Gegensatz zum Personenstandsgesetz nicht zwangsläufig, ein Geschlecht einzutragen. Und diese Gestalt entzieht sich Eindeutigkeit oder überhaupt Sinn.

Doch gibt uns Quellenstudium Hinweise: Wohl zuerst genutzt wurde diese Figur von Franz Kafka, eine Schilderung liefernd:

Es[!] sieht zunächst aus wie eine flache sternartige[!] Zwirnspule, und tatsächlich scheint es auch mit Zwirn bezogen; allerdings dürften es nur abgerissene, alte, aneinandergeknotete, aber auch ineinanderverfitzte Zwirnstücke von Verschiedenster Art und Farbe[!] sein. Es ist aber nicht nur eine Spule, sondern aus der Mitte des Sternes kommt ein kleines Querstäbchen hervor und an dieses Stäbchen fügt sich dann im rechten Winkel noch eines. Mit Hilfe dieses letzteren Stäbchens auf der einen Seite, und einer der Ausstrahlungen des Sternes auf der anderen Seite, kann das Ganze wie auf zwei Beinen aufrecht stehen.

Wir können also festhalten, der – etwas fadenscheinige – Stern enthält viele Farben, Odradeks grammatikalisches Geschlecht (englisch: „Gender“) ist weder männlich noch weiblich und es besteht aus allerlei Technologie. Damit hätten wir das Geschlecht letztlich geklärt: Es handelt sich um ein* Cyborg.

P.S.: Wohlgemerkt, literarische Figuren sollten nicht mit ihren Autor*innen verwechselt werden. Wichtigen Anhaltspunkt bietet uns wiederum Kafka:

Natürlich würde sich niemand mit solchen Studien beschäftigen, wenn es nicht wirklich ein Wesen gäbe, das Odradek heißt.

D* Autor*in versicherte hingegen glaubwürdig, selbst nicht zu existieren.