Philosoph*n gegen Realität #1

18. Februar 2018

„Wenn wir den Quellen der Erkenntnis nachforschen, begehen wir meist den Fehler, uns dieselben viel zu einfach vorzustellen“
–Ludwik Fleck

Wissenschaft bildet die Welt nicht ab, sie modelliert Aspekte mit einem formalen System

Die Logik kann uns nicht über die Wahrheit ihrer Prämissen belehren

„Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muß es auch Möglichkeitssinn geben“
–Robert Musil

„Es ist wie es ist, weil es so ist“?!?

Die Kulturellepraxis ist Teil der Arbeitsgruppe
„Philosoph*n gegen Realität“

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Schreibprozeß

4. Februar 2018


Reiseplüschies

2. Februar 2018

Wenn Reiseplüschies ein wichtiges Subgenre der Plüschies sind, stellt sich die Frage wie Plüschtiere eigentlich am liebesten reisen.

Im Rucksack?


Auf dem Fahrrad? Oder doch lieber auf dem Gepäckträger?


Für weit reisende Abenteurer wie Schnuffi gibt es häufig keine Alternative zum Fliegen


Ist es vorbei?

1. Februar 2018

Plüschie am Morgen des 09.07.2017 (also unmittelbar nach dem G20)


Plüschie Theorie #1: Wozu Plüschies?

30. Januar 2018

Nein, diese Plüschtierreihe ist weder für noch über Kinder. Wie es um unsere geistige Reife steht sei mal dahingestellt; d* Autor* ist tot – es lebe der Text. Es geht auch keineswegs darum sich nostalgisch eine gute alte Zeit zu erfinden. Es geht hier – wie sollte es anders sein – um postmoderne Subjekte. Wenn das was wir sind nicht zwangsläufig an der Haut endet oder von Haut umschlossene Entitäten umfassen muß1 lohnen sich immer Gedanken über Erweiterungen des „Ich“s2.

Wie Haraways Cyborg verwischen Plüschtiere gewohnte Abgrenzungen, sie sind in diesem Sinne ganz anders „Übergangsobjekte“ als es sich die Psychologie vorstellt. Sie bewohnen einen nicht-Raum der weder ganz „ich“, noch ganz „du“ ist, sie sind weder wirklich Subjekte, noch könnten wir guten Gewissens unsere kuscheligen Genoss*innen als reine Objekte bezeichnen. Jenseits der gewohnten Kategorien entsteht Interessantes.

So können Plüschtiere lebenslange Begleiter*innen sein und damit eine Kontinuität zwischen den vielen Personen die wir waren herstellen. So können wir erleben wie extrem vielseitig ein an sich unbewegliches Plüschtier ist. So kann ein aussagekräftiges Plüschtierbild (kurz Plüschie) Empathie mit Teilen von uns ausdrücken, die wir zuvor gar nicht bewußt wahrgenommen haben; und damit für sich und andere mehr oder anderes Selbst erschließen. So können und wollen wir hier erleben wie ein Plüschtier in unserer Phantasie ein Eigenleben entwickelt.

Wem das zu abstrakt ist: Laßt Euch von den Bildern belustigen, auch als Deko-Objekte die nichts weiter als schön sind lassen sich Plüschtiere einsetzen. Niedlichkeit siegt immer!

Holen wir uns also keine philosophischen Beulen an der Überlegung ob die vielen Möglichkeiten im Subjekt oder Objekt liegen. Der Blick bildet nie nur ab, er läßt etwas entstehen. Lassen wir uns darauf ein


Dank an Wolfseule, die Plüschmausbilder brachten mich zum Thema. Dank an K Kater, durch die Anregungen blieb ich beim Thema.

1 Haraway, Donna Jeanne: Ein Manifest für Cyborgs : Feminismus im Streit mit den Technowissenschaften; in: Dies.: Die Neuerfindung der Natur : Primaten, Cyborgs und Frauen; Frankurt/M, New York 1995; S. 33-72, S. 68. Vgl. Butler, Judith: Bodies that matter : on the discursive limits of „sex“; New York, London 1993; S. 1.

2 Dieser Text wurde auf einem Laptop mit dem Hostname „Extelligenz“ geschrieben.


Plüschtier Theorie #2: Reiseplüschies

29. Januar 2018

Ein vielleicht nicht allzu originelles, aber deshalb umso bekannteres Subgenre der Plüschtierbilder (Plüschies) sind die Reisplüschies1. Gerade oftmals fotographierte Motive persönlicher zu gestalten oder handwerklich sauber einen Vordergrund für das Bild zu schaffen stehen/liegen/sitzen Plüschtiere gerne bereit. Das ist schöner, individueller und niedlicher als es ein einfallsloses Selbstbild (Selfie) jemals sein könnte. Hinzu kommt, daß wir Situationen mit dem Kontext Plüschtier aus Sicht des Plüschtieres unmittelbarer, im Moment wahrnehmen können; mag beispielsweise d* Fotograph*in noch so routiniert oder abgeklärt erfahren reisen, für das Plüschtier bleibt es ein großes Abenteuer.


Dank an @Anireyk für den Hinweis auf den Paddington Bear und v.a. auf Tscheburaschka. Dank an @fruchtblase für den Hinweis auf die reisenden Gartenzwerge.

1 Die Trope dürfte so alt wie Reisebilder selbst sein, zumal sich sowohl Teddybären als auch Rollfilmkameras gegen Anfang des 20. Jahrhunderts zu verbreiten begannen. Historische Forschungen dazu könnten interessant sein, aber nicht Aufgabe dieses kostenlosen Interessanzblogs. Ein im deutschsprachigen Raum bekanntes – und damit die Trope popularisierendes – Beispiel ist die Kinderbuchreihe um Felix den Hasen, über einen Stoffhasen der seiner vormaligen Besitzerin Briefe/Postkarten schreibt. vgl. Langen, Annette; Droop, Constanza: Briefe von Felix : ein kleiner Hase auf Weltreise; Münster 1994. Deutlich älter, möglicherweise Stilprägend für reisende Teddybären ist der Paddington Bear, auch wenn dieser zunächst nur ankam. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch Tscheburaschka; gleichwohl es sich nicht explizit um ein Plüschtier handelt wurde diese Figur oftmals als solches gelesen. Zu guter letzt sei kurz auf die verwandten reisenden Gartenzwerge verwiesen, am bekanntesten wohl in „die fabelhafte Welt der Amélie“.


Plüschtiere und Wünsche

21. Januar 2018

Ein Reiseplüschie der besonderen Art ermöglichte das Personal von easyJet

Metageschwurbel