Skandal am Heiligen See

6. Juni 2018

Inspiriert von C_Holler

Nach den Erfolgen der bayrischen Polizei im Einsatz gegen Schulschwänzer*innen zog die brandenburger nach und machte sich auf die Jagd auf Verdächtige, die werktags Freizeitaktivitäten nachgehen. Die SoKo „Kristina“ war nach der ehemaligen Familienministerin Kristina Schröder benannt und ihrer weit rezipierten Frage: „Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?“

Eingentlich erwarteten die Polizisten bei dieser Razzia krank gemeldete Mindestlohnempfänger*innen zu erwischen, nicht aber den Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Alexander Gauland an einer illegalen Badestelle aufzugreifen.

Ein anonymer Polizeisprecher hierzu: „Jemand mit seinem Einkommen müßte wirklich das Geld für einen Freibadbesuch – oder ordnungsgemäßes Parken – haben, Bademeister retten Leben und der Herr ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Aber als wir ihn in Badehose abführten jammerte er irgendwas von einer gestohlenen Hose. Ich dachte ja bislang, Rechte hätten einen Sinn für Ordnung und eine gewisse Härte, wie man sich irren kann.“

Leider druckte die s.g. „Lügenpresse“ geschlossen die Geschichte von einer gestohlenen Hose ab – als ermittele der Staatsschutz bei Dummjungenstreichen -, vom doppelten Fehlverhalten des Herrn Gaulands abzulenken.

Indessen ging nun auch offiziell die Klage der Guanoproduzent*innen bei Gericht ein, daß Gauland ihr Produkt („Vogelschiss“) geschäftsschädigend herabwürdige.

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Kroko statt GroKo #2

15. Mai 2018

Kroko nimmt Ängste ernst

Kroko gehört zu den kleinen Leuten (42cm)

Plüschtiere an die Macht!


Kulturellepraxis live

14. Mai 2018

„Wann stehst Du in etwa auf?“ – „Alle 2-3 Tage“ #notjustsad


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1. Mai 2018

Mit Baron René Garde

„Moin, Wachtmeister. Scheiß Tach gehabt?
Dann gönn‘ Dir doch ’nen Hamburger Kessel!“

„Für mich zählt bei Demos das Gemeinschaftserlebnis,
Hamburger Kessel gehört einfach dazu!“

„Nach 14 Semestern endlich den Taxischein.
Klar bin ich dabei wenn es Hamburger Kessel gibt!“

Hamburger Kessel – Deftiges aus dem Norden.


Kroko Familie

24. April 2018

Auch wenn mehrere Exemplare unseres geliebten Plüschtiers da draußen existieren – wirtschaftlich gesehen existieren müssen, sie sind Ergebnisse der Massenfertigung  – ändert es nichts daran, daß nur dieses eine je-unseres ist. Von daher sei vor Plüschtiernamen „ab Werk“ gewarnt und empfohlen, diesen höchstens als Familiennamen zu nutzen.

Mit uns zusammen entwickelt ein Plüschtier eine eigene Persönlichkeit und Geschichte. Viel gedrückt und evtl. gewaschen entwickelt es auch eine individuelle Form. Ohnehin vermögen die Unterschiede anscheinend gleichförmiger Plüschtiere immer wieder zu überraschen – mit dem Blick kann die Individualität unserer Plüschtiere sichtbare Gestalt annehmen.

Insofern ist Plüschies auszutauschen immer ein anregendes Erlebnis. Deshalb genug der Vorrede, hier ein paar auf Twitter geteilte Paraplüsch-Krokos:

@seanfictions Kroko hilft fleißig bei der Hausarbeit

@ginfizzlybear aka Katta Strophe lebt seit zehn Jahren mit einem Kroko zusammen, der sich mittlerweile sogar ins Wasser traut

Hier Beim Trocknen

Auch Plüschtier-Prominenz Plüschmaus hat sich kürzlich einer Wäsche unterzogen.

@PandaMymla steht auf Arbeit sogar das gesamte Set zur Verfügung

P.S.


Plüschie Theorie #4: Utopie

20. April 2018

Plüschietheorie ist nach wie vor ein Desiderat gesellschafts- und kulturwissenschaftlich orientierten Philosophie & Psychologie1. Wenn wir davon ausgehen daß unsere Untersuchungen zu Plüschtieren nichts mit Kindern bzw. Entwicklungspsychologie zu tun haben sollen findet sich an Forschungsstand in etwa – nichts.2

Dies verweist auch auf unheimliche Ungleichzeitigkeiten in Theoriebildungen: Da Plüschtiere in ihrer heutigen Form – der Zusammenhang zu älteren Verwandten wie Puppen wäre auch noch von künftigen Plüschtierstudies herzustellen – erst Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, haben freilich in der Antike, in der Aufklärung oder im 19. Jahrhundert verwurzelte Philosophien wenig dazu zu sagen. Falsch/kontextlos verstandene Beiträge zeitgenössischer Philosoph*innen zur Materialismus:Idealismus-Debatte tun ein Übriges, daß Themen wie diese lange unterschätzt wurden.

Neben bereits untersuchten subjekttheoretischem und -praktischen Potential sei deshalb an dieser Stelle nocheinmal das Utopische an unseren kuscheligen Freund*innen hervorgehoben:

  • Sie bilden nach @wolfseule die Antithese zu Leiden und Tod
  • Sie bieten schöne Momente der Kuschelig- & Niedlichkeit
  • Sie können damit Teil radikaler Selfcare sein
  • Sie verkörpern Potential zur Selbstentwicklung (siehe: Techniken des Selbst)
  • Sie sind etwas sehr Persönliches, damit nicht einfach nur bedeutungslose Dekoobjekte

Will sagen: Niemand ist zu alt für Plüschtiere! Kuschelt mit ihnen, teilt Bilder von ihnen wenn sie mögen, denkt darüber nach und vielleicht vielleicht wird die Welt dadurch irgendwie ein kleines bißchen besser.


1 Daß eine gesellschafts- und kulturwissenschaftlich orientierte Psychologie an sich (noch?) eine radikale wie notwendige Forderung darstellt hier nur am Rande.

2 In sofern können wir diesen Wolfseule-Artikel ohne Übertreibung als Pionierarbeit ansehen!


Zur Feier des Tages

8. März 2018

Ob schreibend …


… oder lauernd …


… oder kontroverse magische Praktiken versuchend


Wobei auch Selfcare radikal sein kann


Die Kulturellepraxis wünscht Euch einen kämpferischen 8.März!