Vokü-Debatten #1

26. Januar 2014

Der performative Vokü-Debatten-Knigge, Teil #1:

  • „Die Anti-Deutschen …“ – nichts sagen, nur zwischen die Stühle setzen
  • „Diese Critical Whiteness Vertreter …“ – nichts sagen, Kreide fressen
  • „Ich glaube noch and die Revolution der internationalen Arbeiterklasse!“ – „Moment ich hole mir noch einen Teller Suppe…“ -„Wieso?“ – „Naja, im Gegensatz zu Dir löffele ich lieber mein Fettnäpfchen aus.“
  • „Ich promoviere ja über Adornos …“ nichts sagen, anfangen am Stuhl zu sägen
  • „Wir müssen die Leute doch abholen“ – nichts sagen, Bahnsteigkarte reichen
  • „Aber es ist natürlich, daß …“ – an Ort und Stelle Wasser lassen
  • „In anderen Kulturkreisen …“ – „Ich mag ja keine Europäer*innen, die verallgemeinern alle immer sosehr“
  • „Die sind doch auch links“ – nichts sagen, in rechte Ecke des Raums flüchten

Alles Zeichen!

28. Februar 2013

Fortsetzung zu Quizfrage

Von welchem poststrukturalistisch-modernen Jacques oder Jean stammt dieser Auszug:

„Das Fixierte ist Zeichen, Funktion, nicht an sich…“

a) Jacques Derrida
b) Jacques Lacan
c) Jean-Francois Lyotard
d) Jean Baudrillard
e) Jacques Ranciére
f) Donna Jeanne Haraway

AUFLÖSUNG


Alte und Kranke

1. Januar 2013

Mit Odradek

Zur „Pflege“ der „Populationsdynamik“ gilt die Jagd vielen aus „ökologischen Gründen“ als legitim. D.h., alte und kranke Tiere dürfen, sollen vom Hochsitz aus abgeschossen werden, um den Bestand zu sichern und unter Kontrolle zu halten. Da es sich nach neuesten biologischen Erkenntnisse bei Menschen aber auch um Tiere handelt, setzt das Forstamt künftig Sniper in Fußgänger*innenzonen ein, um Rentner*innen, von Behinderung betroffene Menschen und Wesen mit Erklältung zu Erschießen. Ein Honk aus aus Mannheim hierzu: „Natürlich war das für einige eine Umstellung. Katholiken hatten hier einen Vorteil, sie waren es gewohnt, (transsubstituiertes) Menschenblut und -fleisch zu verzehren. Der größte Vorteil an dieser Neuregelung ist, daß mit ihr endlich eine Anerkennung von Veganismus als Krankheit einherging. Wer also unsere Jagdgesellschaften stört, gilt künftig als Freiwild.“

Seit mit der Banken-/Finanzkrise verkürzte Kapitalismuskritik erstaunlich weite Kreise zieht, gelten Investmentbanker mittlerweile auch als Schadwild; allen Angehörige der RAF wurden aufgrund ihres Innovativen Ansatzes der Bestandspflege – einzelne Exemplare zugunsten der Gesamtpopulation abzuschießen – die Deutsche Jägermedaille am Band verliehen.


Wer hat Angst vorm weißen Mann?

27. Oktober 2012

zusammen mit Odradek

Manchmal packen eine* die Zweifel. Der Privilegienbegriff unterliegt (ironischerweise in falscher Verallgemeinerung) Verkürzungsrisiken, ist es dennoch ein praktisches Utensil? Sollte der Kritik verkürzter Kapitalismuskritik wirklich soviel Aufmerksamkeit gewidmet werden? Sind gute Absichten wirklich kein angemessenes Bewertungskriterium für Verhalten?

Dann tauchen solche Honks auf und verschaffen Gewißheit: EINDEUTIG JA!

Triggerwarnung: Angesichts derartig Hemmungsloser Reproduktion männlich-weißer-ableoid Mittelschichtsprivilegierung ist wahrscheinlich, sich in einseitig begrenzter Linie übergeben zu wollen, also stabile Kotztüten bereithalten (oder mal eben schnell herunterladen?). Kein Wunder beim Studiengang „European Studies“, sozusagen der „uncritical whiteness“. Hier wird eine Common Sense Künstlerkritik („eigene Qualitäten, Talente und Träume verwirklichen“) als „Provokation“ dargestellt. Glücklicherweise nichteinmal widerständig genug, um schon als konformistische Revolte gelten zu können. Und wer meint, kein Geld anzurühren heiße, „ganz ohne Geld zu leben“, sollte vielleicht doch nochmal irgendwelche Philosoph*innen mit Bart lesen oder wenigstens einen Moment nachdenken. Jedenfalls können wir an dieser Stelle nachempfinden, weshalb die Benediktiner – und damit das gesamte Mönchstum des europäischen Frühmittelalters – was gegen Gyrovagen hatten. Wobei diese wenigstens keine Wobsites mit „Revolution“ im Namen betrieben. „Und dann schütteln die Menschen den Kopf und sagen ’nein, nein, das ist nicht der Kommunismus'“.(1, 2)

Nichts dagegen, unter Irrtumslizenz ins Fettnäpfchen zu treten, aber muß er gleich im Fett baden? Hoffen wir, es ist zumindest pflanzliches. So dürften ernsthafte und denkende Veganer*innen auf die Erwähnung von „Konsum verweigern und vegan leben“ in einem Atemzug mit Facepalm reagieren. Wer Veganismus mit Verzicht gleichsetzt, der/die browse bitte hier. Und Harmonie, Auslöschen von Hunger und Leid, Ökologie, Frieden, gegenseitiges Verständnis als tatsächlich so einlösbare Werte vertreten?!? Das läßt sich kaum parodieren. Schließlich entlarvt er sein Mittelschichtsdenken schon von ganz alleine: Wer im Geldstreik lebt, aber meint, für die Gesundheit der eigenen Kinder eine Ausnahme machen zu müssen…. pfff ist keines weitern Kommentars würdig.

Wenn dies ein „Weltbürger“ ist, sagen wir: „I don’t want to live on this planet anymore“, wenn es so aussieht „ein Mensch zu werden, zu sein“, hoffen wir; „daß der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.“(3) Ja, vor so einem haben wir Angst!


Kulturellepraxis live

24. Oktober 2012

So richtig Computerprobleme hast Du, wenn Windows Dich verappled.


(R)Evolution und Punk

16. Oktober 2012

Wenn der Iro und lange Haare szenefähig werden und Hosen mit Löchern oder Schlag über den Catwalk laufen (wenn also Dissidenz als Differenz sich verkauft?1).

Wenn Indepentmusiker*Innen ihre eigenen Labels gründen, Selbstmanagementliteratur lesen und sich ganz „authentisch“ (weil nicht „musikindustriell korrumpiert“) vermarkten.

Wenn bekannte „Punk-Musiker“ die Nationalhymne bei der Reason Rally 2012 performen, Bücher mit Titel Anarchy Evolution und Population Wars herausbringen und derartige Statements von sich geben:

„Weißt du, ich glaube, der Grund dafür, dass die Dinge sich so entwickelt haben […] liegt daran. dass da irgendwas in unserem Lebensraum ist, das in den Menschen eine Sehnsucht erzeugt hat, einen Refrain und eine Strophe zu hören. Diese Formen, die sich entwickelt haben, konnten entstehen, weil sie anpassungsfähig waren. Sie bedienten eine bestimmte Funktion in unserer biologischen Natur. Warum sollte man also Menschen aus ihrer eigenen biologischen Natur aufwecken, wenn diese Natur es ist, die sie zufrieden macht?“2

Darf ich am (Konzept) „Punk“ zweifeln?

Darf ich der Kulturindustrie gratulieren?

Darf ich dem Kreativitätsdispositiv (der Künstlerkritik) die Hand schütteln?


1 vgl. den Klassiker hierzu: Holert, Tom & Terkessidis, Mark (Hg.): Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft.
Berlin: Edition ID Archiv, 1996.
2 S.107 in: Uschmann, Oliver: Bad Religion und die Dialektik der Aufklärung. S.103-108 in: Testcard#12: Linke Mythen. Büsser, Martin; Behrens, Roger; Plesch, Tine & Ullmaier, Johannes (Hg.), Mainz: Ventil, 2003.


Urheberrecht

30. September 2012

Unabhängig von der wirklich höchst merkwürdigen Auffassung der Einheit eines Werkes, baut das Urheberrecht auf die folgende Säule auf:
Es herrscht das „Schöpferprinzip“ (§7UrhG): Urheber*In des Werkes kann nur die Schöpfer*In des Werkes sein. Das heißt, als Schöpfer*Innen kommen nur natürliche Personen in Frage, Computer, Tiere, juristische Personen etc. nicht.

Wir erkennen den impliziten Idealismus dieses Gesetzes: Die Idee kommt vor ihrer materiellen Verwirklichung (algorithmisch-computergenerierte Musik oder eine Katze, die über eine Klaviatur läuft, hat keine Idee). Seltsamerweise basieren wiederum musikwissenschaftliche Gutachten (nach Kriterien d. Werkanalyse), die Grundlage für gerichtliche Urteile zum Urheberrecht darstellen, auf einem impliziten Positivismus.

Wir resümieren: Hier stellt der Kapitalismus den Hegel vom Kopf auf die Füße!


Humanismus abschaffen oder doch lieber dekonstruieren?

31. August 2012

Mit Odradek

Am Eingang des Supermarktes das Bild eines Hundes (Messerwetzen durch Odradek) „Wir müssen draußen bleiben“.

Indessen in diesem Supermarkt: Als Angestellte* dieses Supermarktes ist mensch [sic!] verpflichtet bzw. dazu angehalten, Ungeziefer im Interesse des Unternehmes zu vernichten: z.B. Fliegen im Kuchentresen, Wespen in der Obstabteilung, Getreidemotten beim Mehl etc.

Wieso?

Nein, liebe unkritischen Kritiker, das ist nicht nur der böse Kapitalismus, den da die/der Chef*In des Unternehmens verkörpert und die/der seine Angestellten zum Schutze des Eigentums und Umsatzes zum Fliegenklatschen anstiftet („Wenn die Fliegen das Obst anknabbern, kann ich das nicht mehr verkaufen!“)…sondern es ist auch die Versicherungsproblematik (Versicherung, wo – menschlicher? – Verstand zugunsten des Formalismus zurücktreten muß), die aus der Produktion von potenziellen Risiken und Gefahren für Leib und Seele hervorgeht, welche wir wiederum getrost mit biopolitischen und persönlichkeitsrechtlichen Diskursen in Verbindung bringen können: „Wenn die Wespen die Kunden stechen, dann haben wir eine Klage alá „McDonalds Kaffeebecher“ am Hals.“ „Die Fliegen sind eine Gefahr, denn sie verteilen Keime!“ Und die Keimbekämpfung ist EU-Vorschrift. Jede Gesellschaft hatte Reinheitsdiskurse.

Wenn ein*e Kund*In allerdings eine halbe Melone plumpsen lässt oder in der Brotabteilung sämtliche Brote betoucht, dann darf ich den/die nicht totschlagen, obwohl das doch auch umsatzschädigend ist: „Kann ich nicht mehr verkaufen, weil die Melone ist Matsch, weil die Keime von der/dem sind jetzt auf allen Broten verteilt. Igit!“

WILLKOMMEN ALSO IM HUMANISMUS!!!!

Da wo im Interesse der Menschen (gut, liebe unkritischen Kritiker*: auch im Interesse eines Unternehmens, diesen Zusammenhang sehen wir und betonen wir gerne) nichtmenschliche Tiere einfach ohne großes Nachdenken eliminiert werden, und Menschen andere Menschen nicht eliminieren dürfen.

Oder dürfen sie? Das Unternehmen Staat erteilt Ausnahmegenehmigungen, von denen die flächendeckendste „Krieg“ (oder „bewaffneter Konflikt“ oder „Friedensintervention mit rubustem Mandat“) genannt wird. Der s.g. „finale Rettungsschuß“ funktioniert nach oben angeführter Logik: Um (menschliche) Tiere  zu schützen kann, darf, muß eines getötet werden. Nicht so leichtfertig wie die Fliegen im Supermarkt. Hier werden Hierarchisierungen sichtbar, von denen die Mensch-Tier Trennung sicherlich eine der größeren ist, aber nicht die einzige. Die Angestellten werden nicht dazu angehalten, das erwähnte Hundeverbot auf gleiche Weise wie das Insektenverbot durchzusetzen. Rassistische Morde werden nicht mit der Vehemenz verfolgt wie klassistische. Auch dürfen zwar begrabbelnde Kund*n nicht getötet werden, Obdachlose aber vom Gelände vertrieben. Mit Derrida1 können wir festhalten, wer „Tier“ sagt, sagt was Dummes. Mit anderen Worten: die/der Obdachlose (oder noch weiter ausgedrückt: die zivilgesellschaftlich nicht ertragbare und verwahrloste Gestalt) fällt gleichbedeutend mit Hunden in die Zwischenstufe der humanistischen Hierarchie (ein Schild vor dem Supermarkt, das Obdachlosen genauso wie Hunden den Eintritt verwehrt, schickt sich aber nicht, dieser Auschlussmechanismus bleibt also zunächst unsichtbar). Jede Gesellschaft bringt ein Wahrheitsregime (Normen/Maßstäbe/Naturalisierungen/ethische Codes etc.) hervor, „das von Anfang an entscheidet, was eine anerkennbare Form des Seins ist und was nicht.“ 2

Zur Ordnung dieser Hierarchie: Ganz oben (und vollends human, privilegiert, vom Wahrheitsregime „anerkannt“) der/die brave, verantwortungsbewußte, engagierte, produktive Bürger*In; in der Mitte stehen die Unproduktiven, Verwahrlosten, Unterklassigen (ökonomisch/kulturell/sozial) sowie die ‚ethnisch‘, ‚geistig‘ und ‚körperlich‘ Abweichenden zusammen mit Haus- und Nutztieren; unten das Ungeziefer. Die Mitte der Hierarchie ist äußerst prekär und durchlässig nach unten.

Was mach ‚mer also jetzt? Humanismus abschaffen oder dekonstruieren? Denn essenzialistisch legitmieren lässt er sich nicht: „Menschen bringen Tiere um, das liegt in der Natur. Genauso wie andere Tiere andere Tiere töten.“ Gegenfrage: „Wenn es doch selbst in der sog. Natur Kannibalismus gibt, wieso darf ich dann nicht auch andere Menschen jagen und essen?“ Und „If they are our brothers, how come we can’t eat them?“ (1). Ach, Mist… Humanismus eben.

Kommen wir zum philosophischen Teil:

Der humanistische Grundannahme „der Mensch ist“ impliziert stets sein Gegenteil, Nicht-Menschen. Dies trifft der Spezies nicht zugeordnete deutlich härter, ist aber nicht auf diese beschränkt. In der obigen Hierarchie, stellen die Unproduktiven, Verwahrlosten, Unterklassigen das konstitutive Außen für die hegemoniale Subjektform, also die Form eines „kompletten Menschen“: Das unproduktive (oder unkreative) Subjekt, ohne Bereitschaft etwas zu bewegen und an sich selbst Arbeit zu leisten (personal growth), stellt beispielsweise das konstitutive Außen zum Subjekt der creative class.3 Das primitive Subjekt bildet seit dem 19. Jahrhundert (in unterschiedlichen Formen: zunächst die Kolonialvölker, heute sind es vor Allem die nach westlichen Standards politisch (und wirtschaftlich) unzivilisierten, nicht-demokratiefähigen, „chaotischen“ Regionen der Welt (akutelle Beispiele: Ägypten, Syrien)) das konstitutive Außen zum zivilisierten bürgerlichen Subjekt, ebenso wie die Unterklassigen (bspw. das Proletariat des 19. Jahrhunderts, heute vermischt sich Nicht-Gebildetheit mit der Anforderung des Kreativseins und wird zum neuen Subjekt der Unterklasse: die uncreative class?). Bedenken wir zudem die Bedeutung von Tier- und Naturvergleichen in allerhand Diskriminierungsformen.

Zur Kenntlichkeit verfremdet aus dem 13. Jahrhundert: „Das vollkommenste unter den Tieren ist der Pygmäe. Von allen macht er den meisten Gebrauch von seinem Gedächtnis und von Lauten, wenn er sich verständigen will. Deshalb imitiert er Vernunft, ohne sie wirklich zu besitzen. Vernunft ist das Vermögen der Seele, auf Grundlage der Erfahrung aus zurückliegenden Erinnerungen und durch syllogistische Folgerungen zu lernen, Universale abzuleiten und sie auf ähnliche Fälle in Kunst und Wissenschaft anzuwenden. Das aber vermag der Pygmäe nicht.“4 Wer glaubt solche Rassismen seien Geschichte, der führe sich noch einmal obige Hierarchie vor Augen: Die Grenzen werden heute lediglich anders gezogen. Diskurse wandeln sich.

Vielleicht könnten wir hier Connell aus der Mottenkiste holen. Mit einem Theorietransplantat ersetzen wir in guter europäischer Tradition „Mann“ durch „Mensch“. Brauchbar ist hier vielleicht der Begriff „Komplizenschaft“, bedenken wir, daß „Mensch“ durch gewisse Anforderungen hergestellt wird, erfüllen die wenigsten alle Kriterien vollkommen – sie dürften auch Widersprüche enthalten: eine „Subjektkultur“ ist niemals rein, sondern beinhaltet „Friktionen“ und Kontingenzprobleme,5 Widersprüche und Alternativen bilden (neben dem kulturellen Außen) konstitutive Bestandteile. Jedoch bietet es dividendenartig dennoch Vorteile, sich in dieses Hierarchiesystem einzufügen.


 1 Derrida, Jacques: Das Tier, welche ein Wort!; in: Stiftung Deutsches Hygiene-Museum: Mensch und Tier : Eine paradoxe Beziehung (Begleitbuch zur Ausstellung “Mensch und Tier. Eine Paradoxe Beziehung”, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, 22. November 2002 bis 10. August 2003); Ostfildern 2002; S. 191-210, S. 191.
2 Butler, Judith: Kritik der ethischen Gewalt. Frankfurt a.M. 2003, S.31.
3 vgl. Reckwitz, Andreas: Das hybride Subjekt. Eine Theorie der Subjektkulturen von der bürgerlichen Moderne zur Postmoderne. Weilerswist 2008, S.500-630.
4 zitiert nach: Magnus, Albertus: De animalibus XXI. 1,2, S.1327; vgl. hierzu: Friedrich, Udo: Menschentier und Tiermensch. Diskurse der Grenzziehung und Grenzüberschreitung im Mittelalter. Göttingen, 2009, S.139.
5 vgl. Reckwitz, Andreas: Das hybride Subjekt, S.14ff.


Dekoration

12. August 2012

In einem spanischen Museum habe ich gelernt: „Adorno“ heißt auf spanisch allgemein „Dekoration“/Verziehrung“, in der Musik bezeichnet es „Ornamente“, also schriftlich notierte Zusätze bei Noten, denen die Interpret*Innen eine Verziehrung verleihen sollten.

Interpretieren wir nicht alle unsere Adornos?


Wie subj. merkt, wenn eine Diskussion in die falsche Richtung läuft, Teil #1

17. Juli 2012

Diskussionspartner*Innen beginnen Sätze folgendermaßen:

– „Es ist wissenschaftlich erwiesen…“
– „Das ist nicht nachweisbar…“
– „Schon die Bibel lehrt uns…“
– „Es ist doch völlig normal, dass…“
– „Dann einigen wir uns doch darauf…“
– „Wir alle wissen doch…“
– „Ich denke jeder sollte selbst wissen/entscheiden, was richtig für einen ist…“
– „Ich respektiere andere Meinungen und finde gut, dass es solche abweichenden Gedanken gibt, trotzdem denke ich…“
– „Der gesunde Menschenverstand…“
– „Ich bin kein *ist, aber …“
– „Wenn du aber ehrlich bist, dann…“
– „Jetzt denk doch nochmal richtig nach…“
– „Das ist unlogisch…“
– „Das ist reine Spekulation…“
– „Fakt ist…“
– „Geh mal tief in dich und sage mir dann…“
– „Es ist doch nicht zu bestreiten, dass …
– „Das fühlt man doch …“
– „Aber die eigentliche Frage ist doch …“