Save the Date! Plüschtiertstudies live in Hamburg

Plüschtierstudies – Zu postmodernen Subjekten und ihren Erweiterungen
Im Rahmen der Vorlesungsreihe der Ag Queer Studies: Jenseits der Geschlechtergrenzen
Mittwoch 29.05.2019, 19ct, Hamburg, Von-Melle-Park 5 („WiWi Bunker“) 0079

Für diesen Anlaß hat sich Pizzafahrer Olaf Wachenhausen bereiterklärt die Kulturellepraxis zu repräsentieren, die Chefredakteur*innen werden aber anwesend sein

Abstract
Wie bei Haraways Cyborg scheinen auch bei Plüschtieren gewohnte Dichotomien nicht ganz zu passen, so beispielsweise die den meisten essenzialistischen Ansätzen zu grundeliegende von Subjekt und Objekt: Wir können unsere kuscheligen Begleiter*innen fürs Leben nicht guten Gewissens nur als Objekte bezeichnen, wissen aber, dass sie nicht unabhängig von unserer Subjektivität sind. Wir bilden sozusagen ihr „Wirtsbewusstsein“, wie es der Pionier der Plüschtierpsychoanalyse, Dr. Wood, so treffend formuliert.

Doch leider behandelt die bisherige Forschung Plüschtiere ansonsten fast ausschließlich im Zusammenhang mit Kindern und erklärt das Phänomen der Niedlichkeit meist biologistisch weg („Kindchenschema“). Somit können die transdisziplinären Plüschtier-Studies zunächst lediglich Schneisen in dieses neue Forschungsfeld schlagen, hoffend, am Rande Erkenntnisse über Subjekttheorie, radikale Selfcare und möglicherweise sogar Gemeinschaftlichkeitsutopien zu finden.

Plüschtiere werden gebeten, zu ihrem Vortrag ihre großen Trampler („Menschen“ u.ä.) mitzubringen.

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2 Responses to Save the Date! Plüschtiertstudies live in Hamburg

  1. Knudster sagt:

    Irgendwann wird die Wissenschaft uns auch noch Kawaii vermiesen. :-/ Sad Rolleis

  2. Odradek sagt:

    Zum einen ist es ja so eine meiner Dauerbrennerthesen, daß ein falsches Wissenschaftsverständnis – zu eng und damit außerhalb dessen was sie gut greifen kann zu vorwissenschaftlich – in der Psychologie viel schaden anrichtet und das Verständnis somit dringend in Richtung Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften geöffnet werden sollte. Ich hoffe wenn die Spaßbremsentheorien dagegen und die Biologismen daneben bislang nichts ausrichten konnten eine Theorie für die Cutenessrevolution nicht schaden kann
    Zum anderen haben selbst kommerziellen Vereinnahmungen die Cutenessrevolution nicht gebremst, also unterschätzen wir nicht die subversive Widerständigkeit des Flauschs!

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