Waffenrecht

Nicht daß sich nicht an gefährlichen Gegenständen Vorsicht lernen lassen kann; aber da Lernen nichts Bewirkbares ist und Waffen nicht nur für die Nutzer*innen gefährlich sind, vielleicht nicht wirklich das Risiko wert. Zumal von sich überzeugte Heißdüsen ein von Teilen des Arbeits- und Aufmerksamkeitsmarktes gefragte Typen sind und “doing things‘ ohnehin zum autoritären Charakter in kapitalistischen Kontexten gehört. „Achtsamkeit“ klingt auch zeitgemäßer als „Vorsicht“.

Daß es ein Problem mit Schusswaffen in Deutschland geben muß, ergibt sich aus der Tatsache, daß derartige Probleme gerne auf Jugendkultur oder USA geandert werden. Doch Waffenrecht ist ein Thema, bei dem simpel-verschwörungstheoretische Sicht von Lobbyismus als reine Korruption nicht ganz ziehen: Die Computerspieleindustrie hat einen Umsatz im Milliardenbereich. Schützenvereine eher nicht, Waffenproduzent*innen ihr Kerngeschäft eher in Kriegs-, als Sportwaffen. Insofern vielleicht neben“Cui Bono“ Logik Ideologie – Schützenvereine: Lernen Sie schießen, treffen Sie Freunde – mitdenken. Ohne sich diese wiederum isoliert von Interessen oder als Erklärungsrest, wo die eigenen Rationalitätsvorstellungen versagen vorzustellen.

Apropos Ideologie: Es gerüchtet, eine mir vollkommen unbekannte Paretei überlege das Waffenrecht zu liberalisieren. Der Werbeslogan „God created men, samuel colt made them equal“ ist auch eine Form von Demokratieverständnis; liquidating democracy. Wir freuen uns auf den Beitrag gegen Überbevölkerung, wenn Kinder durch das Führen von Waffen vor Amokläufen geschützt werden sollen (thx, ihdl).

Letztlich bleibt die alte Weisheit, niemals die Waffe auf Personen/Dinge zu richten, auf die nicht geschossen werden soll. Oder verallgemeinert: Spätestens seit Kernwaffen (auch: „Atomwaffen“, aber welche Waffe ist das nicht?) wird befürchtet, daß das mögliche das Unvermeidliche ist – siehe auch Murphy’s Law. Eine AG zum Thema Waffenrecht müßte also gewagtere Visionen produzieren, als „nur“ der freie(re)n Verkauf von solchen Produkten (wobei in diesem Fall Werbung interessanter werden könnte: „Unser USP: USP für USP“), eine Vision vermehrten Waffeneinsatzes. Um solche Visionen zu realisieren, sowie mehr Höflichkeit – zumindest außerhalb des Netzes – zu erreichen, gründet das Treitschke-Institut für geisteswissenschaftliche Nutzenopftimierung und Brandstiftung die „AG kiri sute gomen“


P.S.: Dieses Videos der Vorführung eines Waffenlobbyisten ließ sich leider nicht mehr im Artikel unterbringen

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