Mehr Studies #0: Einleitung

Neben des Turn-Turns“ haben wir auch eines „Studies-Turn“ zu verzeichnen, also eine Tendenz, Fachrichtungen mit dem modischen Zusatz „-Studies“ zu versehen. Sei es, weil die Sichtweisen im Ursprungsfachbereich als unzureichend erwiesen haben (z.B. Disability Studies), sei es, sich ‚interdisziplinär‘ mit einem ‚vollkommen originellen‘ Thema zu befassen (Critical-Boot-Studies, Johnny-Studies); meist liegen Mischformen vor.

Die Marketingabteilung des Treitschke-Instituts für geisteswissenschaftliche Nutzenoptimierung nimmt sich im Rahmen dieser Reihe eine Optimierung der Philosophie (künftig: Wisdom Studies) vor. Bereiche der Philosophie zu eigenes -studies zu erklären war überfällig und marketingmäßig unausweichlich, bedenken wir v.a., daß die meisten Wissenschaften – mit Ausnahme der Medizin1 – letztlich nur erfolgreich werdende Zweige der Philosophie waren.

(to be continued)


1 Insofern bedeutet es Entwicklungshilfe für die Psychologie, sich auf philosophische Verwurzelung des Faches zu besinnen, damit wären Psycholog*innen zu kritischerem Denken zu befähigen als dem ärztlichen. Hier liegt auch ein Unterschied zwischen Psychologie und Psychoanalyse, diese ist in jenem verwurzelt und obwohl Psychologie wie Medizin in erster Linie experimental-statistisch arbeiten, scheint die Psychoanalyse auf Ärzte größere Anziehungskraft als die Psychologie auszuüben, während Psychoanalyse in dieser wiederum eher marginal ist.

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