Wer hat Angst vorm weißen Mann?

zusammen mit Odradek

Manchmal packen eine* die Zweifel. Der Privilegienbegriff unterliegt (ironischerweise in falscher Verallgemeinerung) Verkürzungsrisiken, ist es dennoch ein praktisches Utensil? Sollte der Kritik verkürzter Kapitalismuskritik wirklich soviel Aufmerksamkeit gewidmet werden? Sind gute Absichten wirklich kein angemessenes Bewertungskriterium für Verhalten?

Dann tauchen solche Honks auf und verschaffen Gewißheit: EINDEUTIG JA!

Triggerwarnung: Angesichts derartig Hemmungsloser Reproduktion männlich-weißer-ableoid Mittelschichtsprivilegierung ist wahrscheinlich, sich in einseitig begrenzter Linie übergeben zu wollen, also stabile Kotztüten bereithalten (oder mal eben schnell herunterladen?). Kein Wunder beim Studiengang „European Studies“, sozusagen der „uncritical whiteness“. Hier wird eine Common Sense Künstlerkritik („eigene Qualitäten, Talente und Träume verwirklichen“) als „Provokation“ dargestellt. Glücklicherweise nichteinmal widerständig genug, um schon als konformistische Revolte gelten zu können. Und wer meint, kein Geld anzurühren heiße, „ganz ohne Geld zu leben“, sollte vielleicht doch nochmal irgendwelche Philosoph*innen mit Bart lesen oder wenigstens einen Moment nachdenken. Jedenfalls können wir an dieser Stelle nachempfinden, weshalb die Benediktiner – und damit das gesamte Mönchstum des europäischen Frühmittelalters – was gegen Gyrovagen hatten. Wobei diese wenigstens keine Wobsites mit „Revolution“ im Namen betrieben. „Und dann schütteln die Menschen den Kopf und sagen ’nein, nein, das ist nicht der Kommunismus'“.(1, 2)

Nichts dagegen, unter Irrtumslizenz ins Fettnäpfchen zu treten, aber muß er gleich im Fett baden? Hoffen wir, es ist zumindest pflanzliches. So dürften ernsthafte und denkende Veganer*innen auf die Erwähnung von „Konsum verweigern und vegan leben“ in einem Atemzug mit Facepalm reagieren. Wer Veganismus mit Verzicht gleichsetzt, der/die browse bitte hier. Und Harmonie, Auslöschen von Hunger und Leid, Ökologie, Frieden, gegenseitiges Verständnis als tatsächlich so einlösbare Werte vertreten?!? Das läßt sich kaum parodieren. Schließlich entlarvt er sein Mittelschichtsdenken schon von ganz alleine: Wer im Geldstreik lebt, aber meint, für die Gesundheit der eigenen Kinder eine Ausnahme machen zu müssen…. pfff ist keines weitern Kommentars würdig.

Wenn dies ein „Weltbürger“ ist, sagen wir: „I don’t want to live on this planet anymore“, wenn es so aussieht „ein Mensch zu werden, zu sein“, hoffen wir; „daß der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.“(3) Ja, vor so einem haben wir Angst!

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One Response to Wer hat Angst vorm weißen Mann?

  1. Odradek sagt:

    Newsflash: Mackerheinzi (Voß) nutzt ihn jetzt auch, wir schließen: Der Privilegienbegriff hüpft langsam über den Hai …

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