Epistemischer Knacks #2

Zwischenfrage in einem Referat um (Neo)Positivismus: „Geht es hier eigentlich um philosophische Thesen oder wissenschaftliche Fakten?“ Das Gegenteil eines Koan und damit was Ähnliches: Wer lacht hat’s kapiert.

Live gefragt hätte es wahrscheinlich eine Bärklärung gegeben – spätere Lästereien garantiert -, der Einfachheit halber wohl low-level: Konstruktivismus. Aber in der Kulturellenpraxis sind wir ja unter uns und deshalb wäre hier die angemessene Antwort: „Carnap und Neurath haben angerufen und wild von ‚Metaphysik‘ oder ‚Wissenschaftstheorie‘ durcheinandergeschrien.“

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One Response to Epistemischer Knacks #2

  1. Odradek sagt:

    Überlege, ob das vielleicht selbst für unsere schlauen Leser*innen ein wenig zu kryptisch war. Also kurzgesagt: Die Low-Level Antwort konstruktivistischer Ausprägung wäre, daß diese philosophischen Thesen mindestens Basis für das sind, was sich später zu Fakten verdichtet bzw. bei den Philosoph*innen Denkfiguren anzutreffen waren, die später die Grundlage zum Entdecken/Schaffen von Fakten waren.

    Das mit Neurath und Carnap rekurriert darauf, daß es im Wiener Kreis einen ähnlichen Streit gab, wenn nur noch Logik und Empirie als unmetaphysisch gelten sollen, wieso denn überhaupt Philosophie. In den Lehrbüchern findet sich meist die Neurath-Antwort: Um den Wissenschaften ihren Platz zuzuweisen.

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