Steilvorlage

In einem LFocus Interview meint H.P. Friedrich, „Ein Export-orientiertes Land wie Deutschland könne sich – auch Angesichts des Fachkräftemangels – Ausländerfeindlichkeit überhaupt nicht leisten.“ (1, 2, 3). Die Kulturellepraxis1 fragt: Tritt er deshalb jetzt zurück? Treten alle CSU Minister*innen als Exporthemmnis zurück?

Erwartet wurde ja schon seit längerem, daß Friedrich seine Entlassungswelle endlich bei sich fortsetzt.(4) Wir träumen jedenfalls von einer Rücktrittserklärung, die dem zitierten Satz als Refrain nutzt: „Ein Demokratie-orientiertes Land kann sich keine Extremismustheorie leisten“, „Ein Bildungs-orientiertes Land kann sich keine Minister leisten, die Rassismus als ‚Ausländerfeindlichkeit‘ bezeichnet und keine geschlechtersensiblen Formulierungen nutzten“ und „Ein die Menschenwürde in der Verfassung verankerndes Land wie Deutschland kann sich nicht leisten, diese Verletztendes nur bei wirtschaftlicher Nützlichkeit abzulehnen“


1 Friedrich könnte jetzt zurückfragen, wer ist das eigentlich, „Kulturellepraxis“? Die ‚emanzipatorischen‘ Ideale der Postprivacy vertretend, äußerte er die Überzeugung, nach Breivik sollten alle Blogger(*innen) „ihre wahre Identität […] offenbaren.“(5) Das Problem ist, diese haben wir z.Zt. selbst nicht gefunden. Zweifeln zudem, ob überhaupt etwas außerdiskursiv „Wahres“ findbar ist; und „Idenität“ wurde bereits vor Jahrzehnten dekonstruiert. (Da Fußnote auf eine US-Amerikanische Philosophin wegen Triggergefahr für Adornit*n ausgespart)

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