Steinzeittheorien

Wenn kompetenzfreie Polemiker*innen ihren Mangel an Kenntnissen durch polemische Härte auszugleichen versuchen, wenn ein Personenkult gegen andere Ansätze mit einem geradezu stalinistischen Eifer die eigenen Reihen zu „säubern“ betrieben wird – als gäbe es keine anderen Probleme -, wenn d* Gegner übermächtig und zu abstrahierend dargestellt wird – hatte mal irgendwann aus genau diesen Reihen gesagt, sowas sei struktureller Antisemitismus?!? -, wenn sich unkritisch auf Sexualessenzialistische – und somit strukturell heteronormative, teils offen homophobe – Theorien bezogen wird, wenn in einer Projektion „der Poststrukturalismus“ als geschlossene Schule betrachtet wird – als wären alle sosehr im geistigen Gleichschritt wie – , wenn eine s.g. feministische Kritik“ an poststrutkuralistischen Ansätzen in generischem Maskulinum formuliert wird, wenn die eigene ahistorische Geschichtsphilosophie mit Berücksichtung von Geschichtlichkeit verwechselt wird und diese Leute dafür auch noch Geld bekommen,

DANN könnte ich jetzt mir die Zeit nehmen, kostenlos das einen kleinteiligen Verriß zu schreiben und also mir mehr Mühe machen, als wohl gekostet hat, sich soetwas in die Welt zu setzen (siehe) oder auf gleichem Niveau antworten:

„Wie Konfuzius schon sagte – Scheiße wenn pers blöd ist“

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3 Responses to Steinzeittheorien

  1. Kontext: Es ging hierum, ich wollte diese Nasen nur nicht mit einem Pingback würdigen.

  2. Nadine Lantzsch sagt:

    LOL, Tove Soiland erzählt seit mindestens 9 Jahren das Gleiche. „die cultural studies mimimi Feminismus mimimi Foucault mimimi“

    Auf einem Vortrag zum gleichen Thema vor einem Jahr (allerdings ohne Zizek) sagte sie doch ernsthaft, dass Geschlecht heutzutage an Wirkmächtigkeit verloren hat, weil Gleichstellung erreicht sei. Wir müssten ja nur mal in die Biologiebücher schauen, da seien nun auch Frauen drin. Und warum „wir“ uns überhaupt so für Geschlecht interessieren, es ginge ja eigentlich oder sollte um Frauen und Produktionsverhältnisse gehen und Homos (das, was sie unter queerer Identität versteht) werden auch nicht mehr diskriminiert, die dürfen jetzt auch heiraten. Und sie sei ja Rassistin, weil sie Amerika hasst. Hihi, voll witzig sei das. Und als weiße Akademikerin profitiert sie auch nicht vom Neoliberalismus, das tun nur Butler, Foucault, die Queer Theory, der Poststrukturalismus und die ganzen Homos mit ihren Identitätsspielchen. Und eigentlich sei der Poststrukturalismus auch was ganz okayes, hat aber genealogisch den Weg über die doofe USA und die doofen Cultural Studies nach Deutschland gemacht. „wir“ hätten ja nur alle den Poststrukturalismus nicht verstanden. Und die zwei KommunistInnen, die moderierend mit auf dem Podium saßen, hielten sich vor Lachen die Bäuche und grinsten. Ich dachte, das wäre eine Satiresendung über Marxismus-Vertreter_innen. Leider war das alles ernstgemeint.

    Auf Twitter wurde neulich mal der schöne Spruch gebracht: Nebelkerzen anzünden, um Strohpuppen abzufackeln. Ich stimme zu.

  3. […] die eigenen Leute und sich – zeitliche wie emotionale Ressourcen schonen wollend es bei einem kurzen Rant belassen zu haben, kam jetzt ein Kommentar des Audioarchivs ‘rein. Twitter beendete offenbar […]

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