Laaangweilig

Urheberrechtliche Anmerkungen: Sowohl ein Ideen von drkultur, als auch Material der Linkshirnextremisten wurden hier verwurstet und daß diese* Blog ohnehin ihdl viel zu verdanken hat, sei mal pauschal Raum geworfen

Neuer Coup in der leidigen Urheberrechtsdebatte: Das Treitschke-Institut für geisteswissenschaftliche Nutzenoptimierung konnte sich jetzt die ödesten Argumentationsfehler zum Thema Copyright patentieren lassen. Es wird erwartet, daß teure Zeiten v.a. auf Copyrightapostel zukommen.

Dabei sind Klassiker, wie die Verwechselung von Urheber- und Verwertungsrechten oder für anders – GEZ, Universitätssold – finanzierte Informationsproduktion die Einnahmen aus Verwertungsrechten als überlebensnotwendig erachten; ebenfalls die artverwandte Ideologie, von GEMA-Gebühren zu leben, aber Pauschalumlagen zugunsten eine Pay-per-use Modells abzulehnen (wir berichteten). Das Patent auf die gesamte dahinterstehende Ideologie, nämlich jegliche menschliche Interaktion in Warenförmigkeit zu pressen, scheiterte bedauerlicherweise. Nicht fehlen darf auch nicht das s.g. „Tatort syndrom“, mit der Drohung, die eigenen Produkte gebe es durch Lockerungen im Verwertungsrecht nicht mehr tausende von Copyrightkritiker*innen zu motivieren.

Indessen wurden seriöse Angebote vom BDP, Sven Regener eine kostenlose Behandlung wegen seines Plattenindustrie-Stockholm-Syndroms anzubieten abgelehnt, es sei unzulässig psychotherapeutische Behandlungsmethoden ohne Lizenzgebühren an dessen Urheber*, bzw. deren Nachfahren zu zahlen. Die Bemerkung,, was nichts koste sei auch nichts wert wurde von d* Lebensabschnittsgefährt*in mit einem Eurocent und einer Rechnung für die letzte Nacht quittiert. Diese Erfahrungen verarbeitet er in seinem neuen Buch „Vom Hipster zum Napster“

Fatale folgen hatte die derzeitige Urheberrechtsdebatte auch für einen Kleindealer in einer ungenannten hamburger Großstadt. Am Telephon für „Drogen“ nur „Chemieartikel“ verwendend, wurde er heute von einem Einsatzkommando der VG-Wort festgenommen.

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One Response to Laaangweilig

  1. Odradek sagt:

    Nach der Erkenntnis „Der Autor hat den Mund zu halten, wenn sein Werk den Mund auftut.“ (–werwohl) noch eine Anmerkung zur Urheberrechtsdebatte, welche keinen Platz im Haupttext hatte:

    Gehen wir einfach mal davon aus, daß die derzeitige Situation was Urheberrecht angeht desolat ist. Dann wäre systematisch zu klären, ob es sich hier um einen der vielfältigen Widersprüche der kapitalistischen Produktionsweise handelt oder nur ein behebbarer Auswuchs. So meinen – m.E. nicht zu Unrecht – einige(1), (2): „Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Urheberrecht schweigen“

    Natürlich legt die TAZ eine Lösung für letztere Kategorie vor, doch hier wurde eine interessante Lösung vorgeschlagen, nämlich gleich den Maklergebühren die Einnahmen aus Rechteverwertung prozentual zu deckeln. Ich bislang keine Lücken entdeckt; über die konkrete Prozentzahl müßte ausführlicher nachgedacht werden, aber die Lösung klingt wie kaum eine andere, als könnte sie funktionieren.

    Eine einleuchtend klingende reformistische Idee, das mußte ich einfach mit Euch teilen 🙂

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