Aus akutellem Anlass: Wulff

Wulff ist zurückgetreten. Das hat die Welt erschüttert:

Tätää! Tätää! Tätää!: Wulffs Rücktritt bringt Jecken und Narren um ihren alljährlichen kleinbürgerlichen Schabernack. Einer davon „Es bringt ja eh nichts, wie schon unser Goethe sagte ‚Den Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben'“ Jedenfalls ist der Karneval jetzt ruiniert. Besonders die Meister*Innen kleinbürgerlicher Unterhaltung – Bauchredner*Innen und Stand-Up-Comedians – sind frustriert; der sexistische Flachwitz (PAES!) „Wulff ist wie ein trägerloser Bikini: Keiner weiß was ihn hält und alle hoffen, daß er fällt“ muß aus tausenden Büttenreden gestrichen werden.

Weitere Ausfälle?: Die Berliner Bahnen haben für den heutigen Samstag einen Streik angekündigt. U-Bahnen, Busse und Metrotrams fahren nicht, lediglich die S-Bahnen sollen verkehren[!?!]. Aus akutellem Anlass wird aber überlegt, ob die S-Bahn-Station „Bellevue“ auch besser nicht angefahren werden sollte. (Falls doch, seien Sie gewarnt: Dort wird u.U. jemand mit gepackten Koffern warten und Sie bitten, seine Fahrkarte zu bezahlen. Auch Vorsicht: Die Person hat keine Immunität! Könnte ansteckend sein.)

To be continued…

Advertisements

2 Responses to Aus akutellem Anlass: Wulff

  1. Odradek sagt:

    Die Tatsache, daß wir in einem Artikel über Wulffs Rücktritt einen Beitrag von Georg Schramm verlinkt haben, kann uns noch prophetisch ausgelegt werden 😉

    Sicherlich ist die Wahrscheinlichkeit, daß der politische Betrieb auf Druck einer sterbenden Gemeinde einen ihrer Wadenbeißer in dieses Amt läßt, wo schon der Vor-Vorgänger wegen zuviel Offenheit zurückgetreten wurde, eher gering. Doch werauchimmer nächste* Präsident* wird, im Falle einer Nominierung Schramms gilt der alte Brecht Satz: „Ohne uns hätten sie es einfacher gehabt“

  2. Odradek sagt:

    Apropos Bundespräsident: Inwieweit herausragende Persönlichkeiten überhaupt im Sinne von Demokratie sind, sei dahingestellt, ebenso, welchen Eindruck Schramms „Gesellschaftskritik“ nun outtime macht; es zeigt zumindest seine Eignung für staatstragende Ämter. Oder bin ich „linksextremistisch“ daran zu zweifeln, ob wir es wirklich nur mit Problemchen zu tun haben, die sich durch anständigere Politiker*innen und ein wenig zivilbürgerliches Engagement lösen lassen?

    Zufällig gehört, daß die repräsentativen Funktionen des Staatsoberhaupts in der Schweiz von d* Parlamentspräsident* mit einjähriger Amtszeit ausgeführt werden. Das ist nicht nur demokratischer, sondern durch Wegrationalisierung einer teuren Stelle möglicherweise sogar günstiger als die traditionelle Lösung (Achtung, Unklarheiten, ob Linkziel absichtlich satirisch)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s