Nachhilfebedarf in Staatsbürgerkunde

Häufiger, zuletzt bei Abreise des Papstes, zitiert sei sein eigener Webauftritt, spricht Wulff von „gottlosen Regimen“. Daß die DDR besser mit dem Kaiserreich als dem NS verglichen werden sollte, ist ja bekannt. Ich erinnere mich hingegen dunkel an sowas wie die Trennung von Staat und Kirche und wenn Sprache über Differenzen funktioniert müssen wir uns fragen was das Gegenteil ist, ein Gottesstaat? Ein Gottesstaat, in dem Präsident*Innen evangelikale Verwicklungen haben dürfen, sozialdemokratische Funktionär*Innen aber keine zu Rechtshilfevereinen (siehe)? Ein Gottesstaat, in dem Kreationismus gelehrt würde? Ein Gottesstaat, in dem wegen serieller Monogamie Exkommunizierte verfolgt würden?!?

Auch wenn wir sicherlich das Konzept der bürgerlichen Demokratie kritisieren können und sollten, zumal dessen Freiheits- und Wohlstandsversprechungen eben nicht alle betreffen, sei hier nochmal festgehalten: EIN DEMOKRATISCHER RECHTSSTAAT HAT GOTTLOS ZU SEIN!

Nach sowas brauche ich etwas Erbauliches (vgl.).

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One Response to Nachhilfebedarf in Staatsbürgerkunde

  1. Odradek sagt:

    Wußte ich es doch, daß der Begriff „Gottlos“ bereits in anderen Kontexten verwendet wurde …

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