Nachruf

Westerwelle ist zurückgetreten, ein Burschenschaftler weniger, gleichwohl (noch?) nicht aus dem Bundestag. Wie schon bei Guttenberg hinterläßt ein erfreulicher Rücktritt – schade, daß sowas so selten permanent ist – bei Satiriker*Innen schalen Beigeschmack. Gleichwohl zuviele Parodien in Klamauk oder gar Homophobie abdrifteten (Gegenbeispiel), demonstrierte niemand so schön wie Westerwelle, was in diesem Land schief läuft – als inkompetent und arrogant eingeschätzt, Privilegierung in Person und dies mit „Freiheit“ begründend, während für schlechtergestellte das „Leistungsprinzip“ strapaziert wurde. Dabei mischten sich noch nationalistisch-konservative Töne (in der damaligen Bundestagsdebatte formulierte er „proud to be german“ gar noch in der englischen Sprache ähnlichen Lauten) in den neoliberalen Brei. Bei allen innerlinken Kontroversen also ein perfektes Feindbild.

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One Response to Nachruf

  1. ConnyLo sagt:

    Lieber Guido, ein paar Trostworte: mal biste Hund, mal biste Baum …

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