Troggy-Vorführung

am 01.02.2011 um 21:44 versuchte eine Person mit offensichtlich falscher eMailadresse („derabsender@deinemudder.de“) von der Hansenet-Alice IP 85.176.107.210 den Lachern über den Mövenartikel einen hinzuzufügen und landete – sogar ohne die ausdrücklich angedrohte Adminwillkür – mit der Pöbelei zunächst unter „Troll“. Doch da die Kulturellepraxis Falltüren im Niveaukeller – die eigenen inkl. – genausowenig wie Realsatiren fürchtet, sei Euch das nicht vorenthalten:

hallo kultureller flachwitz,

die interpretationshilfe kannst du dir mal gepflegt unterhalb deinem hauptschulnivieau in den „Exzellenzbereich“ schieben.
welche fachliche kompetenz begründet dein fehl-interpretation außer großenwahn?

das plakat wurde ausgezeichnet und mit einem preis belohnt! also möchte mich mit einer angelsächischem floskel verabschieden: „Screw you!“

Nun verfügen unsere geneigten Leser*Innen über einen Bildungsstand, der den Hinweis, daß – gerade bei einem Satireblog – Person, Autor* und Erzähler* zu unterscheiden sind überflüssig macht. Und den „derabsender“ genannten Verfasser zu schulmeistern wäre zu billig, so z.B. darauf herumzureiten, daß grammatikalisch „Deines Hauptschulniveaus“ und „Deine Fehlinterpretation“ korrekt wäre; oder darauf hinweisen, daß, um Gläubige zu finden laut „Olaf’s Law“ Selbstvertrauen durchaus hinreichende Qualifikation sei. Ebenso fad‘ wäre es, sich darüber lustig zu machen, daß „derabsender“ für einen solchen Kommentar 13 Tage seit Erscheinen des Artikels brauchte; offenbar wurden wir zeitnahe zum Kommentar verlinkt und abfällige Bemerkungen über Facebook wären selbst uns zu platt. Selbst die Frage, auf welcher Hauptschule die Gehirnmasse von Vögeln oder Wendungen wie „for the birds“ gelehrt werden, erreicht nicht die angemessene Schärfe; zumal sich an dieser Stelle nicht erschließt, was der Kommentierende gegen Hauptschüler*Innen hat; hat er doch eindrucksvoll demonstriert, daß Dummheit in keinem Zusammenhang zu Schulbildung steht.

Merkwürdig scheint es doch eher, daß sich jemand sosehr mit diesem Plakat verbunden fühlt. Heißt das, daß nicht nur – ganz hanseatisch – akademische Schwächen mit Marketing überdeckt werden sollen, nicht nur dies auf solch peinliche – auch ohne Kommentierung bereits zur Erheiterung der Studierendenschaft beitragenden – Weise geschieht, sondern die „mit einem preis belohnt“en (gut, lieber Preise als Geld für sowas) auch noch glauben, sie produzierten Gelungenes? Dann scheint „Dunning-Kruger Opfer“ zu harmlos, sodaß sich dazu nur anmerken läßt: „Wenn ich mich mit vorlauten und maßlos von sich selbst überzeugten, oberschlauen MacBookPro Kids abgeben möchte, werde ich Kindergärtner in Pöseldorf.“

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One Response to Troggy-Vorführung

  1. […] Umstand, der an anderen Orten zu Unruhen führen könnte. Nachdem Vorläufer/innenprojekte weniger professioneller Anbieter_innen scheiterten mußte eine praxisnahe Lösung her, ein potentiell viraler und […]

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