Wende im Hamburger „Feuerteufelfall“

(Hamburg) Im Fall der vorsätzlich gelegten Autobrände, die seit über einem Jahr die Stadt in Atem halten, ist der Sonderkommission des LKA endlich der entscheidende Durchbruch gelungen: „Kaum zu glauben, dass wir die ganze Zeit in die vollkommen falsche Richtung ermittelt haben“, so ein Sprecher des LKA.

Weil gezielt Luxusautos in Brand gesetzt wurden, hatte die Sonderkommission den oder die Täter*Innen vor allem im links-autonomen Spektrum vermutet.

Seit letztem Freitag präsentiert sich der Fall nun jedoch in einem völlig anderem Licht. So scheint es sich um eine gezielte Aktion verschiedener Autohersteller zu handeln, mittels der die Verkaufszahlen von Neuwagen erhöht werden sollten.

Dokumente, die dem LKA bereits am Anfang der vorherigen Woche zugespielt worden, brachten die Ermittler auf die richtige Spur.
Bei den Unterlagen handelt es sich um ein Strategiepapier, das gemeinsam vom Verband der deutschen Luxusautoverkäufer und Vertretern verschiedener Automobilkonzerne wohl am 12. Dezember 2008 erstellt wurde. In dem Papier, das die Fahrtrichtung von Automobilindustrie und Vertrieb für die sich anbahnende Wirtschaftskrise festlegen sollte, findet sich ein Abschnitt der unter dem Stichwort „innovative Vertriebsoptimierung“ vorschlägt: …die Akquise neuer Individualkunden durch technische Maßnahmen zu beschleunigen, […] so wird unter anderem dort die „Implementierung von Haltbarkeitsbegrenzern (Sollbruchstellen) an Neufahrzeugen“ als „dringend geboten“ erachtet Weiter ist zu lesen: „Für die langfristige Stabilisierung des Aktienkurses ist es unbedingt erforderlich, aller Optionswindows innovativer Akquise im Customer-Segment voll auszuschöpfen, um die deutsche Autoindustrie auf die Challenge der Krise optimal vorzubereiten und so ihre Flagshipposition weiter zu festigen.“

Wie die Verantwortlichen das „Customer-Segment“ „voll auszuschöpfen“ gedachten, ergab jetzt eine Untersuchung von 200 nach dem 1. Januar 2009 hergestellter Fahrzeuge, die Erstaunliches ans Licht brachte. Seit diesem Datum wurden offenbar in die Elektronik aller Neufahrzeuge ein Programm integriert, das in der Lage war, die Batterie des Wagens zu überlasten und so die Brände auszulösen. „Wir haben es hier höchstwahrscheinlich mit einer besonderen Form der warmen Sanierung zu tun“, so ein Sprecher des LKA, der schätzt, dass sich Vertrieb und Automobilindustrie mittels dieser Methode einen Gewinn im mehrstelligen Millionenbereich ergaunerten.

Allerdings ist es schwer nachzuweisen, wie das Programm in die Elektronik der Fahrzeuge eingespeist wurde und wer genau dafür verantwortlich ist. Heute kam es im gesamten Bundesgebiet zu Haus- und Firmendurchsuchungen, von denen auch die Automobilkonzerne Audi und Daimler betroffen waren. Von den sichergestellten Unterlagen erhoffen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse über die Drahtzieher des Falls.

Eine aus der linken Szene geforderte Entschuldigung für die falschen Verdächtigungen wurde von LKA und Staatsanwaltschaft bisher abgelehnt.

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2 Responses to Wende im Hamburger „Feuerteufelfall“

  1. […] – und sogar die Junge Welt – titeln mit brennenden Autos in der Bundeshauptstadt (wir berichteten). Doch das Omnibusthema1 ist heute ein anderes […]

  2. […] zünderlosen Getränkeflaschen) – durch „Linksterrorismus“; unsere Leser*Innen wissen es besser. Zuguterletzt müssen Schulamokläufe grundsätzlich mit Computerspielen, evtl. noch Inet, früher […]

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