Stammtischparolen Teil III

Der Zweite Weltkrieg – 50 Millionen Kriegstote, 6 Millionen ermordete jüdische Personen, Sinti und Roma, zehntausende Homosexuelle, kommunistische, sozialdemokratische und kirchliche Regimegegner. Innerhalb von 12 Jahren überzog ein Land beinahe die gesamte Welt mit Leid, Terror und Mord.

Auf die Frage, wie es soweit kommen konnte, vermochte die Wissenschaft bis heute keine zufriedenstellende Antwort zu geben. In der akademischen Community herrscht nach wie vor Uneinigkeit über die Ursachen des schlimmsten aller Verbrechen. Regelmäßig werden Thesen und Theorien aufgestellt, um eben so schnell verworfen oder entkräftet zu werden, ob nun die These vom Deutschen Sonderweg, die Charismatische Herrschaft Hitlers oder ein eliminatorischer Antisemitismus für die Greultaten der Deutschen verantwortlich gemacht worden. Einig ist sich die Wissenschaft offensichtlich nur darin, sich nicht einig zu sein. Bis jetzt! Forscher des Treitschke-Instituts für geisteswissenschaftliche Brandstiftung nährten sich dem Thema nun von einer gänzlich anderen Seite und scheinen zu bahnbrechenden neuen Erkenntnissen gekommen zu sein.

„Wir wollten die Nazis verstehen und merkten plötzlich, daß wir verstanden hatten“ so fasst Professor  Heinrich A. Wagner den schicksalhaften Moment zusammen, der sich am Lysenko-Lehrstuhl für biologistischen Sokalismus des Instituts ereignet hatte und wohl beinahe 65 Jahre Ursachenforschung gründlich umkrempeln wird.

Alles fing damit an, daß ein Team von Medizinhistoriker*Innen für eine Arbeit über die Verankerung der Rassenlehre im NS-Gesundheitsystem forschte. Sie begannen zunächst scherzhaft damit, den Grad der Gewalttätigkeit von NS Kriegsverbrecher*Innen mit bestimmten Merkmalen aus der NS-Rassenlehre zu vergleichen. „Plötzlich so Professor Wagner meinten wir ein Muster zu erkennen. Es fiel einfach auf, daß, wer beispielsweise  zum „Rassetyp X“ gehörte, seine Opfer lieber durch Genickschluss töte, als Jemand der, folgt man der Rassenlehre, nicht diesem Typus zugehörig war.

„Wir wollten diese Ergebnisse zunächst gar nicht beachten, schließlich ist die Rassenlehre der Nazis nichts, worauf sich seriöse Wissenschaftler*Innen berufen sollten. So blieben die Vergleiche lange ein „sportlicher“ Zeitvertreib. „Das lief dann etwa so“ erzählt Wagner. „Einer im Team fängt an und sagt beispielsweise“: „ich habe: freiwillige Teilnahme an Säuberungsaktionen der Sondereinsatzgruppe D in der Ukraine hat sich besonders bei der Ermordung der Kommunistischen Intelligenzija hervorgetan“. Dann musste der Rest der Gruppe raten zu welchem „Rassentyp“ diese Person bei den Nazis gehörte. „Wir waren überrascht wie hoch unsere Trefferquote war,“ erzählt Wagner, sahen das ganze allerdings mehr als intellektuelle Spielerei und Zeitvertreib.“

Doch, wenn auch nur makaberer Zeitvertreib, der Grad an Übereinstimmung ließ dem ambitionierten Forscher keine Ruhe: „Das waren einfach zu viele ‚positive‘ Überschneidungen, als Wissenschaftler kannst Du da nicht wegsehen“, so

Wagner. Heute freut sich die Wissenschaft, daß Professor Heinrich A. Wagner genau dies getan hat, ‚wegsehen ‚ und zwar in ein Buch. „Es war ein Science Fiction Roman in dem es um eine weltweite durch genetisch veränderte Lebensmittel ausgelöste Epidemie ging“ erinnert sich der Professor in unserem Interview. Wie so häufig in der Wissenschaft war es dann der Zufall, der einen nicht geahnten Fortschritt möglich machte. „Plötzlich so erzählt Wagner, durchzuckte mich der sprichwörtliche Blitz der Erkenntnis: Gene! Das ist das fehlende Glied zur NS Rassenlehre“. Noch in dieser Nacht führte der Wissenschaftler Telefonate mit Kriminologen, Kuratoren, Pathologen, Genetikern und natürlich auch *Innen.

Seine These sollte sich bestätigen. Mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit ließen sich Übereinstimmungen zwischen genetischem Profil, Kriegsverbrechen und NS-Rassentyp feststellen. Als ob diese Erkenntnisse nicht wegweisend genug wären, gelang den Forscher*Innen um Prof Wagner mittlerweile ein weiterer Erfolg, so konnten innerhalb der genetischen Typologien weitere Übereinstimmungen festgestellt werden. Dem Forschungsteam war es möglich das Gen: 4521/20-1938 zu isolieren. „Dieses Gen taucht in jeder untersuchten Kriegsverbrecher DNA auf und scheint eine wichtige Steuerungsfunktion zu übernehmen“ erklärt Wagner in unserem Interview 4521/20-1938 ließ sich darüberhinaus auch bei sämtlichen Vergleichsgruppen aus dem deutschsprachigen Raum nachweisen. Von daher nennen es die Forscher mittlerweile „deutsches Gen“. Hier schien es jedoch seit 1945 hauptsächlich reziprok aufzutreten, doch unterlief es seit den 90ern beängstigenden Mutationen.

Doch was bedeutet das jetzt konkret für die NS-Ursachenforschung? „Wir haben hier Neuland betreten mit genauen Ergebnissen ist nicht vor fünf Jahren zu rechen, dennoch steht schon heute fest: Die Auswirkungen von 4521/20-1938 sind nicht zu unterschätzen. Eine Forschung, die diesen genetischen Sonderweg nicht berücksichtigt, ist jetzt bestenfalls als dilettantische zu bezeichnen“, erläutert der Professor. Die Möglichkeiten seines Ansatzes sieht der Wissenschaftler nicht nur auf den deutschen Faschismus beschränkt: “ Es ist zumindest vorstellbar, das wir hier viel globaler denken müssen“ so Wagner. Einiges spricht laut Wagner dafür das 4521/20-1938 auch bei anderen Verbrechen in der Geschichte der Menschheit eine entscheidende  Rolle spielte. Seine gewagte Theorie stütz der erfolgreiche Wissenschaftler auf die Annahme, daß sich die Träger des Gens durch Auswanderung im Laufe der Jahrhunderte über alle Kontinente verbreitet hätten. „Im genetischen Gepäck dieser Migranten*Innen reiste auch fast immer 4521/20-1938“ erläutert Wagner

Aber war es wirklich nur 4521/20-1938 das „Woundet Knee“, oder das Massaker an den afrikanischen Hereros möglich machte? So weit will Wagner noch nicht gehen, „um hier eine wissenschaftliche stichhaltige Aussage treffen zu können ist es noch zu früh allerdings scheinen wir zumindest endlich auf dem richtigen Weg“ äußert sich der Wissenschaftler selbstkritisch.

Gestützt wird das unkonventionelle Vorgehen des Treitschke Instituts übrigens auch durch weitere Erkenntnisse der genetischen Forschung. So konnte ein interdisziplinäres US-Forschungsteam, der Benedict Arnold University (Connecticut) das den genetischen Code der 1.000 weltweit reichsten Menschen untersuchte bei jedem ein bestimmtes Gen nachweisen, das sonst hauptsächlich im schottischen Teil Großbritanniensauftritt und deshalb in der Community auch scherzhaft als Schottengen bezeichnet wird. „Mit unserer Forschung, so Professor Wagner zuversichtlich, gelingt uns vielleicht bald Ähnliches für den Deutschen Raum und das Phänomen des Kriegsverbrechens“.

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One Response to Stammtischparolen Teil III

  1. […] Wälder im Weltnaturerbe. Damit soll verdeutlicht werden, daß Buchenwald in der deutschen Natur […]

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