Dünnbrettbohrerei

Ist jemandem schonmal aufgefallen, daß gerade bei moralisch und emotional sensiblen Themen eine diskursive Betrachtung als verharmlosend betrachtet wird, aber die diskursanalytisch untersuchbaren Instrumentalisierungen damit nicht? „Diskursiv“ heißt ja nicht „wirkungslos“, auch wenn uns das Materialist*Innen gerne einreden wollen

Realismus, der: Privilegierten Zugang zur Realität befragen (rückwirkend eingepflegt in Wörterbuch #2, vgl. ozeanische Geschichtsschreibung)

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One Response to Dünnbrettbohrerei

  1. Odradek sagt:

    Schönes Beispiel in einem recht gelungenen Artikel zu Sarrazin und der daraus erwachsenden Debattenkultur (zu jener bitte auch den Bezugsartikel in der SZ beachten, die btw. wenig mit Saarbrücken zu tun hat):

    Das Phä­no­men der Empö­rungs­spi­rale bei mora­lisch auf­ge­la­de­nen und seman­tisch ent­leer­ten Reiz­wor­ten wird immer mehr zur Gesetz­mä­ßig­keit, die eine inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung ver­hin­dert. Auch jene, die anders als Berufs­dem­ago­gen an sol­chen Debat­ten inter­es­siert sind, müs­sen fest­stel­len: Es fin­det stän­dig Abgren­zung statt inhalt­li­cher Aus­ein­an­der­set­zung mit Begrif­fen statt, die zu Kampf­be­grif­fen gewor­den sind.

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