Studierendenwerk renoviert

Grelles, kaltes Kompaktleuchstofflicht aus quecksilbergiftigen „Energiespar“lampen in den krankenhausartig weiß-grünen aufenthalträumen des renovierten Blocks, während in den Überresten des nahezu geräumten alten noch vereinzelt gedimmte reflektorlampen brennen und ein Gefühl des Heimkehrens vermitteln. Die Planer*innen, ihre Mitläufer*innen und deren Hofschranzen würden vehement „erklären“ inwieweit sich die – selbstverständlich wirtschaftlich gedachte – Rationalität durchgesetzt hat.

Das sind Momente, in denen ich am hellen Vormittage eine Laterne anzünden möchte,1 um hier noch einen Menschen2 zu suchen.


1 Ja, eine Diogenesanspielung (englische Übersetzung) von d* Chefzyniker*

2 Geneigte Lesende werden wissen, daß ich nicht an den Menschen glaube.

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3 Responses to Studierendenwerk renoviert

  1. Odradek sagt:

    Kühlschrankphilosophie?!? 😉

  2. Odradek sagt:

    Vgl. auch Nicht-Lustig.de, aber bloß den alten Bischof – esse est percipi – Berkeley nicht überstapazieren, sonst wird uns noch Überwachungstechnik zu Gott 😉

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