Rückblick: Eine rassige WM

Die WM ist vorbei, deshalb wollen wir noch einmal die größten Momente der letzten Wochen Revuepassieren lassen.
An dieser Stelle soll nochmal ein Lob ausgesprochen werden, für all die Experten, die uns während der WM mit tiefgehenden Analysen einmal mehr den Fußball erklärten und mit interessanten Hintergrundinformationen und Statistiken versorgten. Mit den folgend aufgelisteten WM-Kommentaren begründen sie uns, warum die einzelnen Teams so unterschiedlich spielen:

Mehmet Scholl über die Vuvuzela und die Atmosphäre in den Stadien: „Die Leute hier sind halt anders.“

13.06. Nachbericht zum Spiel Serbien – Ghana:
„Die Hoffnungen eines ganzen Kontinents ruhen auf Ghana.“
„Ghana macht das Tor. Afrika jubelt.“ (Ja stimmt! Ich wette, sogar die Beduinen haben Rast gemacht und ihre Handfernseher rausgeholt.)

14.06. Günther Netzer in der Halbzeit von Japan – Kamerun über Nervosität und Selbstbewusstsein:
„Afrikaner sind in beide Richtungen anfälliger als z.B. Nordeuropäer.“

16.06. Der sogenannte ZDF-Fan-Experte Dennis Wiese (Vorbericht zum Spiel Brasilien – Nordkorea):
„Also den Rhythmus haben die Brasilianer ja im Blut, das wissen wir…“
Kommentator Bela Reti beim Spiel der beiden Teams: „Es ist die erste WM-Teilnahme des dunklen Reichs um Kim Jong-Il seit…“ (Bei Tolkien lag das dunkle Reich auch im Osten, nicht?)

17.06. Oliver Kahn in der Halbzeitanalyse Südkorea – Argentinien im ZDF:
„Die Südkoreaner haben viel zu viel respekt vor ihrem Gegner. Das ist eine typische asiatische Eigenschaft, respekt zu haben vor …[kurze Pause] ähhm, den Argentiniern.“ (Dieses Argentinien-Respekt-Gen wurde kürzlich von einer nordgrönländischen Wissenschaftlerin entdeckt und unter dem Namen „Paradonna“ bekannt.)

Ein Nachbericht zur Niederlage Südafrikas gegen Uruguay (ZDF):
Ein Fan auf der Straße äußert sich: „Eine Schande für uns und eine Schande für Afrika.“ (Recht hat er!)

23.06.: Halbzeitanalyse Frankreich – Südafrika, ZDF-Experte sagt:
„…typisch Afirkaner, wenn die einmal auf der Welle der Euphorie schwimmen, können die auch Frankreich mit 4, 5, 6:0 weghauen.“

23.06.: Löw im Interview: „Physisch haben die Afrikaner vielleicht durch ihre Genetik allen anderen etwas voraus.“ (mehr dazu hier) (Zu diesem afrikanischen Physischen-Voraus-Gen arbeitet die nordgrönländische Wissenschaftlerin derzeit in der Nachfolgestudie)

25.06.: Bela Reti während des Spiels Chile – Spanien: „Die Chilenen haben etwas zu losgelöst, zu unkontrolliert gespielt, das liegt aber zum Teil an ihrem Naturell.“

27.06.: Jürgen Klinsmann, Halbzeitpause Argentinien – Mexiko, über einige wütende Mexikaner, die auf Grund einer Fehlentscheidung den Schiedsrichter anschreien: „Die Mexikaner müssen jetzt aufpassen. Ich erlebe sie bei mir zu Hause in Kalifornien immer in der Nachbarschaft“, (lacht): „Die Leben aus dem Bauch heraus.“ (Nur mittags nicht, da machen sie Pause von der Arbeit in der Nähfabrik, setzen ihre Sonbreros auf und halten eine ausgiebige Siesta.)

28.06.: Bela Reti schließt seinen Kommentar zum Spiel Brasilien – Chile folgendermaßen: „Das war’s hier vom Reporterplatz aus dem immer kälter werdenden St. Ellis-Park. Es ist inzwischen 6 bis 7 Grad, den heißblütigen Brasilianern macht das nix aus. Brasilien – Chile: 3:0.“

Günther Netzer über das Ausscheiden von Ghana: „In Afrika wird mehr gelitten und mehr abgestraft als es in unseren Regionen der Fall ist.“ (Ohh, diese Barbaren!)

In einer Stadionrede vor dem Spiel Spanien – Paraguay wurde, im Zusammenhang einer Kampange gegen Rassismus, verkündet, dass alle Rassen sich tolerieren müssten. (Das muss schon sein: andere Rassen respektieren. Eigentlich sind wir ja alle gleich, aber es gibt halt Unterschiede und das ist gar nicht böse gemeint. Wenn ich etwa sage:“Der da morgens das Unigebäude reinigt, ist doch ein Neger“, oder: „Die da beim Tanzen so schön mit ihrem Hintern wackelt, ist eine heißblütige Brasilianerin“, bezieht sich das eben auf objektiv vorhandene Tatsachen, die sich beobachten und schlichtweg nicht leugnen lassen: die Haut des Putzmannes ist numal schwarz, das sieht man doch! Und: Tanzen können die Latinos alle so gut, weil sie eben emotional nicht so kühl sind, wie wir Europäer. Übrigens: wenn ich den Putzmann morgens im Fahrstuhl treffe, lacht der immer so schön. Eine echte Frohnatur. Ich mag den. Deshalb bin ich ja auch kein Rassist.)

10.07. (ARD): Im Zusammenfassungsbericht wird die Spielweise der „Mannschaften vom afrikanischen Kontinent“ (die Wendung „WM auf dem eigenen Kontinent“ fällt ebenfalls) als „undiszipliniert“ beschrieben.

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3 Responses to Rückblick: Eine rassige WM

  1. blabla sagt:

    Hey, danke für die Sammlung. (Oh, Hilfe…)

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