Nichtfußballer*Innenschutz

Aus der beliebten Reihe „Nazivergleiche zum Deutschlandspiel“:

Da Fußball die öffentliche Atomosphäre vergiftet – das Gesundheitsministerium warnt, Fußballschauen kann zu Verblödung führen -, wird ein Fußballverbot in allen Kneipen gefordert, Ausnahmeregelungen können für schallisolierte Hinterzimmer erteilt werden, sollten diese von außen abschließbar sein.

Nein, hier wird nicht (von allen) der Leitkultur neuer Selbstverständlichkeiten gefolgt, hier beeutet nicht jedes Spiel Ausnahmezustand, hier verstoßen Autokorsos gegen die StVO, hier ist Nationalismus1 etwas Hochproblematisches. Und wer guten Fußball mag, kann besseren von anderen Mannschaften oder der Frauenelf bekommen. Oder praktiziere diesen Kampfsport selbst.2

Dabei ist das eigentlich alles so unzeitgemäß, wenn wir der – seit der Seidenstraße zutreffende – Zeitdiagnose „Globalisierung“ folgen, müßten wir längst mit Konzernteams spielen; wobei viele Bundesligateams tatsächlich aus Werksmannschaften entstanden. Zeitgeister sind verdammt flüchtige und paradoxe Wesen.


1 Vgl. die anderen Artikel.

2 „Sport is like praying, eating, and the feeling of warmth and coolness. It is stupid for crowds to enter a restaurant just to look at a person or a group of persons eating.“ Muammar al-Gaddafi: The Green Book III; Tripoli 1975; S. 53. Wer nicht in ihrer Einflußsphäre leben muß kann einen gewissen ästhetischen Genuß aus exzentrischen Operettendiktatoren ziehen.

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