Mit Bulduin
“Der Mittler zwischen Hirn und Hand ist das Herz” – “Und Schriftsteller sind Ingeneuere der Seele”
Mit Bulduin
“Der Mittler zwischen Hirn und Hand ist das Herz” – “Und Schriftsteller sind Ingeneuere der Seele”
Das Treitschke-Institut präsentiert
Gefördert vom Carrer Center der Bundeswehr
Einen Film von Schwarz-Rot-Gold Productions
Gaucks einsame Entscheidung
Wer träumt nicht bisweilen davon, die Geschichte zu redigieren? Wer will nicht bisweilen vergangene Niederlagen mit künftiger Stärke auslöschen. “The Final Countdown” war Balsam auf die US-Amerikanische Volksseele nach Durchsickern von Kriegsverbrechen und v.a. der Niederlage im Vietnam-Krieg: Im zweiten Weltkrieg waren es doch noch so einfach und klar.
An diese Gefühlslage wollen wir anknüpfen. Unsere Geschichte beginnt in der Lüneburger Heide. Das kampfstärkste Truppenverband in der Geschichte der Bundeswehr zieht unter den Augen des Bundespräsidenten ins Manöver. Doch die Gruppe inkl. Beobachter gerät in einen Zeitstrudel und landet im Zweiten Weltkrieg.
In atemberaubender Spannung berät der Präsident mit dem Führungsstaab. Die Offiziere meinen, als deutsche Soldat*n müßten sie für Deutschland kämpfen, doch dann hält Gauck – gespielt von Bruno Ganz – eine moralische Rede vor wehender Deutschlandfahne (welcher auch immer), daß sie für ein anderes Deutschland einstehen müßten. Ein Deutschland, das nützliche Ausländer akzeptiert, ein Deutschland, das aus den Niederlagen gelernt hat: Nie wieder Krieg ohne hinreichend verbündete. Ein Deutschland, das dieses mal moralisch wirklich überlegen ist, weil es sich wie kein anderes Land an diese Vergangenheit erinnere.
Tatsächlich hat einer der Offiziere Militärgeschichte studiert und so ist es dem Trupp ein Leichtes, in hochgradig heldenhaften Handstreichmanövern die Wehrmacht (human, im Abspann wird nocheinmal darauf hingewiesen, daß der Film den Verfassungsschutz-Richtlinien entsprach und keine Nazis zu Schaden kamen) außer Gefecht zu setzen.
Dann droht neues Unheil, Bomber fliegen gen Dresden! Und so bohrt die Bundeswehr eiligst Brunnen, diese Stadt zu löschen.
Doch da begreift Gauck, der aus dem Osten anrückende Kommunismus ist ja viel totalitärer als der Nationalsozialismus! In nächtelangen Verhandlungen schafft er es, die Altnazis zur Mitarbeit zu bewegen, sie bekommen Informantengehälter. Am Bündnis beteiligen sich auch die Großbanken – die Übergabe des symbolischen Schecks erfolgt mit den Worten “Ihr hättet das Gleiche für uns getan und könnt es uns in 70 Jahren zurückgeben, wir nehmen auch gerne Griechenland”. Unsere Helden, die unsichtbare Hand des Marktes jetzt auf ihrer Seite, ziehen siegessicher zur letzten Schlacht. Es folgt eine Widmung an all die Helden, welche gegen Extremistische Ideen kämpfen.
Am Ende erläutert Knopp die “historischen” Hintergründe: Durch diese Nazis wurde auch die historische junge Bundesrepublik zu dem was sie war – laut Merkel einer funktionierenden Demokratie -, bis die stasi-gesteuerte 68er Revolte das Idyll und dabei auch die Familie zerstörte.
Am Ausgang des Kinos stehen Rekrutierungsstände der Bundeswehr zur Verfügung, wer sich vorher mustern läßt bekommt ermäßigten Eintritt.
Matussek entdeckt, daß es sich eigentlich um einen katholischen Anschlag handelte und läuft künftig als Fawkes herum. Btw.: Gehört der Katholizismus nach Deutschland – dann hätten wir nur ein Integrationsproblem – oder sollten wir diese potentiellen Attentäter in den Vatikan abschieben, wo sie hingehören?
Indessen klärte sich ein Geheimnis am Ende des Films auf: Ein Sprecher von Heckler und Koch räumte nun offiziell die Existenz einer Guy-Fawkes-Sperre ein. Mit Enfield L85 Gewehren hätten nämlich höchstens Ladehemmungen ein Massaker verhindern können. Die hier verwendete Exportvariante des HK50 wurde also nicht zufällig von “G36E” in “G36V” umbenannt, sie kann – so ohne Jailbreak – nicht auf Leute mit derartigen Masken feuern, welche die Bundeswehr in geheimen Lagern vorrätig hält. Bei Lieferengpässen durch Occupy und Annonymous wurden solche allerdings an Zivilfahnder als Amtshilfe ausgegeben. SSchäuble nutzte diese Gelegenheit, um erneut Bundeswehreinsätze im Inneren zu fordern.
Damit sind Annahmen widerlegt, daß die Wahl der Waffen dem Fundus der Babelsberger Studios oder Schleichwerbung geschuldet sei oder der Film gar davon ausginge, daß in einer derartigen Situation alle von Gewalt abstand nähmen.
Bundesbeauftragter für Kultur und Medien Bernd Neumann mahnte und erinnerte gestern bei der Eröffnung der Berlinale daran, dass in Ländern wie dem Iran und China, die Kunst mit Füßen getreten werde und es wichtig sei, dass “Flagge gezeigt wird für Menschenrechte und für die Freiheit der Kunst.”
Die Kulturelle Praxis mahnt und erinntert hieran.
Das Treitschke Institut präsentiert
Einen Film von Schwarz-Rot-Gold Productions
Das Prequel des Jahres
Aktueller denn je: Erleben Sie, wie ein von Niederlagen gezeichneter Mann sich das Rauchen abgewöhnt um Großes zu erreichen. Erleben Sie den Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit. Erleben Sie, wie eine geschlagene Nation wieder militärische Siege feiert.
Dieser Film ist fsk-12, denn auch hier werden die Verbrechen des Nationalsozialismus in guter deutscher Tradition verschwiegen, verharmlost oder notfalls dem Kommunisten angelastet.
Heute feiert Jesse Heiman seinen 33. Geburtstag, dessen unzählige Auftritte als Statist in Hollywood-Filmen kürzlich allgemein bekannt wurden.
Aus diesem Anlass haben wir ein wenig recherchiert und folgende, bisher nicht bekannte Auftritte von ihm gefunden:
1.) Zurück in die Zukunft (1985)

2.) Star Trek : Raumschiff Enterprise (1968)
3.) Der Große Diktator (1940)
Wir möchten ja keine Verschwörungstheorien in die Welt setzten, schon gar nicht an einem 23.5., aber ist das alles nicht etwas seltsam?
Die Funktion, welche Alice Schwarzer ausübte, Aushängefigur des Feminismus, sich unnachgiebig Maskulisten und Antifeministinnen entgegenzustellen dürfte eine nicht unwichtige sein. Doch gab sie auch Anlaß zu viel berechtigter Kritik, von der an dieser Stelle lediglich (Kultur)Rassismus angeführt sei, denn der Vorwurf mangelnden feministischen Pluralismus könnte gar revisionsbedürftig sein. Dennoch kann die Kulturellepraxis das Gefühl nicht abschütteln, diverse Personen zu kennen, die diese Funktion besser ausüben könnten.
Was wir also brauchen ist eine neue Repräsentantin des deutschsprachigen Feminismus. In zeitgemäßer Form finden wir diese durch eine Castingshow.
Erleben Sie physische Gefechte, wer wehrt Vergewaltiger am schmerzhaftesten ab. Erleben Sie Wortgefechte – wer weist Machos am besten in die Schranken, wer stellt Antifeministinnen am besten bloß, wer hat die unhaltbarsten Diskreditierungen der innerfeministischen Gegner*Innen? Erleben Sie die Typenberatung – Kurzhaarfrisur, Femmensss oder alles komplett verqueer? Erleben Sie den Schreibwettbewerb zu aktuellen Themen und errleben Sie das große Entscheidungsquiz – wer weiß mehr über feministische Theorien?
Verpassen Sie auch nicht den nächsten Blockbuster von K-Productions: Das Model und der Geek: Sehen Sie, wie in nur drei Wochen aus einem Modeopfer eine Haeckse/Nrrrd wird und es keine Themen gibt, die sich im Spätkapitalismus nicht vermarkten lassen.
… der Abstinenz soll der Blog an dieser Stelle durch ein neues Pseudo-Filmplakat aufgelockert werden. Fiktiver Hintergrund: die Welle der 3D-animierten Filme macht auch vor einer bekannten Sci-Fi-Trilogie nicht halt. Der Titel der Fortsetzung wird konsequent gewählt, muss aber nach Beschwerden einiger namhafter Mathematiker* und Physiker* kurzfristig korrigiert werden:
Der Bernd-Eichinger-Lehrstuhl für Knoppismus am Treitschke-Institut für geisteswissenschaftliche Brandstiftung veröffentlicht ihren Strukturentwicklungsplan für die Geschichtswissenschaft:
Von den Naturwissenschaften lernen heißt siegen lernen, sie gelten als nützlich, sie bekommen das gesamte Geld. Sie muß, neben verändertem Anspruch im akademischen Betrieb unser Leitbild werden
Letztens lief bei ARTE eine Folge von “Hallo Spencer”. Mein erster Gedanke war: “Oh, cool, das hab ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen.” Der zweite Gedanke: “Warum zur Hölle spioniert Spencer eigentlich sein Dorf aus? Und wieso stört das die anderen Dorfbewohner nicht?” Und es gibt noch eine Menge weiterer Kritikpunkte, die etwa denen an den Schlümpfen in nichts nachstehen -Thesen, die jenem JBO-Titel gegen Ende (2:40) ganz neue Tiefe verleiht …
Interessant ist die Auswahl der Länder, in die “Hallo Spencer” erfolgreich verkauft wurde … ähm … Singapur, China, Weißrussland???