Vormals hatten wir vorher noch kritisiert, die U4 zeige, daß die Stadt lieber eine U-Bahnlinie plane, in der die richtigen meist nicht fahren werden, als eine, die die falschen nutzen würden. Doch stimmt dies nicht ganz, diese Linie hat durchaus einen gewissen Gebrauchswert …
U-Bahn Angriffe
29. August 2011Sarrazin berichtet laut Titanic in der Zeit, daß er sich angegriffen fühle, als junge Männer “offenkundig türkischer oder arabischer Herkunft” gegen eine Fensterscheibe schlugen. Hatte der ein Glück, daß diesen Monat gewaltbereite Schläger nur eine Hand freihaben.
Hackerschorsch fragte bereits, als Sarrazin aus einem türkischen Restaurant ‘rausgeworfen wurde: Wieso hat eigentlich niemand von den weißenseienden geholfen? Also, ihn ‘rauszuwerfen.
Update: Das Zeitinterview. Gefunden durch “Ameisen”
Friedenspanzer
27. Juli 2011“Si vis pacen, para bellum” – sogesehen ist Deutschland der drittgrößte Friedensexporteur …
Flags of our fathers fathers fathers fathers
23. Juni 2011für alle die den Titel nicht verstehen
Text (tl;dr) von Odradek
Metageschwurbel
Vorweg müssen wir dringend nochmal darauf hinweisen, daß es strafbar ist, andererleute Flaggen zu klauen oder zerstören (btw.: Demnächst ist wieder WM).
Identität – früher glaubten wir alle mal, sowas wäre wichtig. Doch mit der Identität ist auch das Bedürfnis nach Flaggen – selbst bei jenen, die dem Staat kritisch gegenüberstehen – ein nicht totzukriegendes. Damit meine ich gar nicht einmal das Standardbeispiel, zumal sich mit jenem jedes mal die Hoffnung verbindet, daß es sich (a) um eine dekonstruierende Punk-Aktion handelt (b) die dämlichen Reaktionen – weitaus größeres Problem als der Anlaß selbst – ausbleiben. Aber die Fanclubs von Schalke und Werder (m.W. Vereinsfarben Blau-Weiß bzw. Grün, ich hasse es, Witze zu erklären) sollen hier nicht das Thema sein.
Vielmehr geht es um traditionelle Flaggen wie die rote (ab 0:50) oder die schwarze. Nun ist es aber schwer, feste Bedeutungen dauerhaft an ein Symbole zu ketten. Deprimierenderweise sind aus poststrukturalistischer Sicht rechte Aneignungsstrategien von Symbolen damit vielversprechender als in Teilen der linken verbreiteter Zeichenessenzialismus (vgl. “Bedeutung, eigentliche”). Statt jetzt also dagegen zu sein, treten wir ganz queer für Vervielfältigung ein [1], [2] und Ihr habt unseren Segen (cc-by-nc-sa), Ausdrucke unserer Flaggen auf Demos zu verwenden (auf eigene Gefahr! Es wurden schon Leute für “Spalter” Transparente verprügelt).
Nach romantischem Abgesang auf leninistischen Kitsch [3], [4] ist es höchste Zeit, sich auf aktuellere Bewegungstendenzen zu konzentrieren. Denn sowohl auf “No Border, No Nation”, als auch “Go Vegan” Textilien befindet sich in guter heraldischer Tradition ein – btw. leicht an das Anarchie-A erinnerndes – Werkzeug, welches wir unbedingt verarbeiten mußten.
Gattungsbeschreibung
25. März 2011Zusammen mit drkultur
Die possierliche Familie der Zecken (lat.: Ixodida; Einzahl Ixodes) entstand aus der mittlerweile weitgehend ausgestorbenen Gattung der Linkshegelianer. Doch auch Fragmente von Arbeiterbewegungsgenen werden bis heute angenommen. Die ursprüngliche Art dürfte der sogenannte Ixodes marxengelses gewesen sein, auch wenn dies teilweise angesichts Ixodes anarchismus bestritten wird. Ohnehin durchlief die Famile der Zecken aufgrund der extremen Umweltbedingungen einer schnellen evolutionären Entwicklung, sodaß es zu einer kaum überschaubaren Artenvielfalt kam. Doch nicht alle Unterarten behielten die wesentlichen Merkmale der Gattung, so können die Nachkommen der mittlerweile ausgestorbenen Ixodes socialdemocrates nicht mehr zu Ixodes gezählt werden. Bis heute ist unter Experten heftig umstritten, ob alle Zecken der gleichen Klasse angehören oder ob eine Unterteilung in zwei oder mehr Klassen sinnvoll ist. Einige vertreten sogar die Meinung, dass der Klassenbegriff aufgegeben werden sollte (vgl.).
Auch ungeklärt ist die Verwandschaft Mixotricha Paradoxa, politische Expemplare der Gattung Post-*, umgangssprachlich auch “Pomos” genannt. Eine gewisse Nähe scheint angesichts auffälliger Abgrenzungsreflexe und ähnlicher Vorfahren recht plausibel.
Im Gegensatz etwa zu Honigbienen oder Ameisen ist das Verhältnis zur Staatenbildung ein äußerst gebrochenes. Während einige Unterarten, wie die Ixodes leninus starke eine Tendenz dazu herrscht, lehnen andere Unterarten, diese entschieden ab. So wurde in freier Wildbahn der Balzruf “Kein Gott, kein Staat (kein Fleischsalat)” vernommen.
Vorkommen: Zecken sind weltweit verbreitet. In einigen Regionen treten sie besonders häufig zu bestimmten Jahreszeiten auf, bspw. im deutschen Herbst. Viele Arten sind heute vom Aussterben bedroht, die IUCN setzte die Zecke deshalb auf die (schwarz-)rote Liste.
Zecken beißen sich bevorzugt in Bereichen des Hauptes (lat. caput, von “hauptsächlich” lat. capitalis) fest.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist übrigens, dass eine Zecke durch eine Drehung linksherum entfernt werden sollte. Auch die gängige Praxis, Wasserwerfer und Pfefferspray (s.g. “Stuttgarter Sprühregen”) gegen Zecken einzusetzen, ist umstritten. Als evolutionär erfolgreiche Überlebensstrategie hat sich das Auftreten in Gruppen erwiesen. Am ausgeprägtesten ist dieses Verhalten bei der Gattung Ixodes linksautonoma zu beobachten, die durch gegenseitiges Einhaken (auch bekannt als schwarzer Holzbock-Block) das Herausziehen einzelner Exemplare zu verhindern sucht.
Systematik der Zecken:
Ixodes adornus contragermanicus: Ein auffälliges Exemplar ist die Ixodes adornus contragermanicus, dessen blauweißes Balzkleid Aggressionen bei anderen Unterarten hervortuft, speziell bei Ixodida lenini antiimpus, aber auch der verwandten Ixodes adornus antispezus.
Ixodes adornus vulgo (oder gemeinhin dogmatischer Adornit): Anstrengende Dumpfbratzen Ohne Reine Neugier Operierend. Wie bei einigen anderen Zeckenarten enthält ihr Gift ein Gerinnungsmittel, das Philosophie zu Dogmen erstarren läßt; erstes Symptom für eine derartige Vergiftung ist eine geschwollene Sprache.
Ixodes leninus stalinist: Eine besonders aggresive Art, die – wie die ganze Unterart der Ixodida leninus – stark zu Organisation und Struktur, damit Autorität neigt. Eine regelrechte Plage erfuhr Prag im Jahr 1968. Ein besonderes (un)günstiges Klima im Frühling hatte zur Folge, dass eine Folgemutation der Ixodes stalinist- die Ixoda breschnewus – im Sommer urplötzlich mit ihren Chitinpanzern in der Stadt einfiel. Manche spekulieren, es sei eine verspätete Reaktion auf 1939 ausgelegte Lockstoffe.
Ixodes maoista: Eine nahe Verwandte der Art Ixodes stalinis, die ursprünglich in China beheimatet war. Es bildeten sich aber neue Untergruppen (der Biologe spricht dabei von K-Gruppen) in anderen Teilen der Welt.
Ixodes hirsutus ist gut an ihrer auffälligen Behaarung zu erkennen und zwar durch die s.g. Rasta-Fahndung. Diese Unterart besitzt eine besondere Affinität zu Hanfpflanzen. Ähnlich der Zugvögel bisweilen in südlichen Gefilden anzutreffen, ohne dort heimisch zu werden.
Ixodes humanistus: Die Ixodes humanistus bevorzugt als Wirt den Menschen, ihr Biss ist dabei häufig Auslöser gefährlicher Episteme. Evolutionsbiologen (oder waren es doch Kulturwissenschaftler?) gehen davon aus, dass diese Unterart mit dem Tod des Menschen ebenfalls verschwinden wird.
Ixodes luxemburgis (umgangssprachlich oft als Lieberknecht bezeichnet): Diese Art wurde 1919 ausgerottet. Auffälliges Merkmal war ihr rosa Balzkleid. Der Tierschutz-Bund “Sparta-Kuss” widmete sich erfolglos ihrer Neuzüchtung.
Ixodes gramscis: Ebenfalls ausgestorben ist die Gattung Ixodes gramscis. Das letzte Exemplar starb 1937 nach jahrelanger Gefangenschaft in einem italienischen Zoo.
Ixodes guevara: Die wohl bekannteste Zecke, ursprünglich beheimatet in Lateinamerika, wurde u.a. aber auch im Kongo und sogar in der ehemaligen Sowjetunion gesichtet. Berühmt geworden ist Ixodes guevara durch die spektakulären Aufnahmen des Naturfilmers Korda. Auf Grund dessen werden heutzutage viele Zecken fälschlicherweise mit dieser Art gleichgesetzt bzw. assoziiert.
Ixodes Femminista: Diese Unterart besteht größtenteils aus Weibchen und wurde lange Zeit für einen Nebenwiderspruch gehalten. Sei es durch Evolution und Ausbreitung, sei es durch genauere Forschungen, die Aussagen älterer Lehrbücher über Merkmale wie auffällige Körperbehaarung oder Lila Äußeres wurden als unzutreffend und für die Bestimmung zu unzuverlässig erwiesen. Hingegen bieten unterschiedliche Reaktionen auf das sus-sexistus-vulgo, das vulgäre Sexistenschwein häufig zuverlässige Anhaltspunkte. Es besteht die Hoffnung, daß eine Ausbreitung von Verhaltensmustern der Ixodes Femminista die Landplage sus-sexistus-vulgo durch Verringerung ihres Fortpflanzungserfolgs dezimiert.
Ixodes linksautonoma: Diese Gattung lebt bevorzugt im Untergrund und beißt sehr plötzlich zu. Besonders auffällig ist ihr schwarzes Balzkleid. Natürlicher Feind der Ixodes linksautonoma ist der gemeine Bulle (lat. Bos primigenius taurus).
Bei der Bestimmung gewisse Schwierigkeiten kann eine Unterart der Bos primigenius taurus inquisitor, sogenannte “Zivilbullen” (gehören wie die Wanze und die Drohne zur Ordnung der Spitzeltiere). das Äußere einiger Exemplare ist auch für erfahrene Bestimmende bisweilen schwer von der Ixodes zu unterscheiden. Einige Forscher*Innen bevorzugen deshalb das Bestimmungsprocedere für Insekten: Aufspießen, sobald in Alkohol ertränkt.
Ixodes punkus: Ihre Zugehörigkeit zur Familie der echten Zecken ist umstritten. Aufgrund ihrer bunten Färbung und ihres Verhaltens ziehen sie häufig die Aggressionen anderer Zecken auf sich. Unter Mainstreambiologen ist ihre Einordnung als Schmarotzer jedoch unumustritten.
PseudoIxodes: Ebenfalls umstritten ist, wie Wesen mit außerhalb klassischer Populationen und habitueller Muster zuzuordnen sind. Durch bildgebende Verfahren wurden mittlerweile Ähnlichkeiten im limbischen System nachgewiesen, weshalb umgangssprachlich von “Gefühlslinken” gesprochen wird. Eine besonders interessante Unterart ist die (pseudo)Ixodes-Rootus, der fies-und-gemeine Hacker. Gegner einer Einordnung in die Familie der Ixodida argumentieren mit den Ähnlichkeiten mit den Libertariae, sowie deren – äußerlich recht überraschenden – Anpassung an bourgoise Habitate. Ebenfalls anhand der Habitate hat sich die Unterart der Salonboleschwis den PseudoIxodes zugeordnet.
Nuklearer Müll
21. März 2011
Nach Plänen, die so geheim sind, daß wir keine Hinweise auf sie finden konnten, plant die Bundesregierung ein kostengünstiges Konzept für zur Endlagerung radioaktiver Stoffe. Der Markt wird es schon richten: Dem Prinzip von Angebot und Nachfrage gemäß wird dieser an Selbstabholer*Innnen verschenkt.
Die Aussichten auf Erfolg stehen nach Recherchen der Kulturellenpraxis allerdings bereits in Frage. Ein Pressesprecher des Dachverbands DVfT (Deutsche Vereinigung fanatischer Terrorist/Innen) dazu: “Vor einigen Jahren hätten wir diese Möglichkeit sehr begrüßt, aber dank der Ausweitung der Zeitarbeit ist es wirklich nicht mehr schwer, an derartiges Material heranzukommen. Spätestens seit Wallraffs ‘Ganz Unten’ weiß auch die Öffentlichkeit ja auch, wiesehr Zeitarbeiter Giftstoffen ungeschützt ausgesetzt werden und bisweilen sogar hohe Strahlendosen abbekommen. Beim Fleiß unser Mitarbeiter – wir sind schließlich Fanatiker, keine Sozialschmarotzer – summiert sich das natürlich gewaltig. So ist es binnen weniger Monate möglich, eine schmutzige Bombe aus Zeitarbeitern – und natürlich auch Innnen – zu produzieren.”
Sensei Weisheiten #4
21. März 2011Der Beste Ort das Kriegsbeil zu begraben
Ist zwischen den Augen des Gegners
Sensei-Weisheiten #1
17. März 2011Wenn jemand vor Dir steht und Dich schlagen will,
Dann steh’ da nicht
Europahymne
21. November 2010
Oh Du mein geliebter Stier
Nimm mich auf dem Fell vom Bär
Wir kamen als letzte
Ungestraft über das Mittelmeer
Alle Menschen werden Brüder
Und wer ein Mensch ist, sagen wir
Die Welt ist uns Untertarn
Ob Mensch, ob markiert oder Tier
Verfasst von Odradek 