Da lauert der Karl

15. Mai 2012

“Wir können Do. am Mi fragen” – “Oder wir könnten Mi am Do fragen” – “Oh ha, ‘Du hast nen Clown gefrühstückt’, würde diese jetzt sagen…” – “Ja – und *Trommerwirbel* ER SCHMECKTE KOMISCH (1, 2)”


Laune

10. Mai 2012

Ein Auftritt – Eu*r* ergebene* Autor* in schwarz; vielleicht ein existenzialistischer Rollkragenpullover; eine Baskenmütze als Künstler*innen/Intellektuellen-Symbol wäre wohl doch übertrieben. Um Gemeinschaft mit dem Publikum herzustellen erschallt die unvermeidliche Frage “SEID IHR GUT ‘DRAUF?!” und die richtige Antwort folgt wie aus einem Mund “NEEE!”


Kulturellepraxis live

2. April 2012

Living on a “wird schon”


Hexentanz

1. April 2012

Irgendwie haben sich viele in (queer)feministischen Kreisen die Frage gestellt, ob eher Cyborg oder Göttin – gleichwohl diese in einem “spiral dance” verbunden sind(1) – wären. Nun stellen wir uns unter letzteren häufig “natur”verbundene (verbunden mit einer Erfindung?) Esoteriker*innen vor, die sich berufen fühlen, alte Hexentraditionen zu bewahren.

Doch das Hexendasein konnte weitaus cyborgiger als allgemein angenommen sein. Stellen wir uns etwa einen Hexensabbat in den 80ern vor, zwischen Radomen und Antennen. Es fällt auf, ein nicht unerheblicher Teil der dortigen Anlage wurde vom GRU (siehe) betrieben. Damit liegt nahe, daß die Speznas nicht wie bislang angenommen mittels Fallschirmen über Feindesland ausgesetzt werden, sondern dorthin auf Besen reiten. Taugen Speznas-Hexen schon zur feministischen Figuration?

Damit hätten wir ein Mittel zur Hexenjagd, sie tragen Ringelshirts


Google-Orakel

10. Januar 2012

Wir alle – natürlich außer der Unwissenden und der Spökeria, die anderer Ansicht ist – wissen, daß Google mehr über uns weiß, als wir selbst.

Als ich also ohnehin auf hatr (Schleichwerbung) war, dachte ich, schau’ ich mir doch mal an, was Google-Ads durch massive Datensammlung und elaborierteste Algoritmen über meine wahren Bedürfnisse herausgefunden hat und schalte den Adblocker ab.

Das Ergebnis: “Horizont Bestattung” und “Sterbebegleitung” …

Auf den Schreck ein wenig Musik gehört


Japanische Philosophie

27. Dezember 2011

Heute stellen wir die – recht unbekannte und dennoch häufig genutzte – japanische Philosophie des Mu-Sen (無線) vor.

無 (Mu) steht für die Leere, das Nichts, der Zustand, den der esoterische Geist anzustreben sucht. Ein altehrwürdiges Prinzip Zen-Buddhistischer Weisheitsle(e/h)ren.

線 (Sen) bedeutet u.a. “Richtung”. Die Philosophie des Musen steht also für die weite Offenheit eines richtungslosen Denkens. Im besten Falle sollte es wegen dieser Offenheit so kryptisch wie ein Koan sein.

In guter Tradition esoterischer Konzepte kann Erleuchtung käuflich erworben werden.


Studentisches Kunstwerk #2

22. November 2011

Eine Symbolik von überstrahlender Kraft, in Form eines Materialisierten Diskurses: Das Abstractheft der Queeren Vorlesungsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen” wurde bei Seite gelegt, um eine Zeitschrift freizulegen: “Healthy Living: Weil Gesundheit schön ist”, vom Titel zitiert: “10 Übungen für Bauch, Beine, Po. Und Arme wie Michelle Obama”; manchmal muß man prioritäten setzen …


Postprivacy #6

23. Oktober 2011

Eilmeldung: Das Treitschke Institut für geisteswissenschaftliche Nutzenoptimierung startet ein Forschungsprojekt mit Hilfe des Staatstrojaners. Bei freiwilligen Postprivacy-Vertreter*Innen werden die regelmäßigen Screenshots ausgewertet. Dabei wissen diese eine Woche von der Beobachtung, eine Woche nicht; wir sind gespannt, ob es Unterschiede geben wird.

Finanziert wird dies von der Porno-Industrie, sie wollen zur Marktoptimierung auswerten, zu welchen Stellen in ihren Filmen bevorzugt gescrollt wird (Inetmemen zu Folge wohl den Dialogen). Die Zweitverwertung ist bereits in Planung: Nach welcher Zeit die Filme abgebrochen werden, kann Spammer*Innen nützliche Hinweise geben, ob eher Potenzfördernde oder -hemmende Medikamente abgenommen würden. Natürlich fließen diese Daten, so auch über so errechnete Vorlieben, auch in eine Scoring-Datenbank für potentielle Sexualkontakte ein.

P.S.: Sollten jetzt einige einwenden, sie hätten gar keine Pornos auf ihren Rechnern (und würden höchstens Steven Seagal Filme auf solche Weise – von Nahkampf zu Nahkampf springen – sehen): Das ist (bei männlich identifizierten Subjekten) verdächtig


Unfreiwillig komisch

29. September 2011

Wetterbericht: “Am Montag ist dann mit Niederschlägen zu rechnen”


Kulturellepraxis live

27. August 2011

“Sozialpsychologisch ist schon nachvollziehbar, daß sich Leute lieber an autoritäre Strukturen halten und nicht … und nicht … äh …”


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